Zum Launch der PSP erschien der erste Teil der beliebten Serie für die PSP, seit dem 18. Oktober gibt es Teil 2, fälschlicherweise, denn eigentlich gibt es schon ein Teil 2 für die PSone, aber sei’s drum – hier geht es um Teil 2 auf der PSP. Gibt es Neuerungen für die beachtlich kurze Entwicklungsdauer (ich glaube es war nicht ganz ein Jahr)? Spielt es sich besser als zuvor? Neue Grafik? Die Antworten, um es schon vorab zu sagen, lauten immer Nein. Warum sich der Titel keinen Award verdient hat, lest ihr in den folgenden Zeilen – viel Spaß!
Namco Bandai behauptet (wie immer eigentlich), dass dieser Teil viele Neuerungen bringt und generell ein wenig optisch verbessert ist. Im Hauptmenü des Spiels merke ich aber leider nicht wirklich viel davon, da es fast identisch mit dem Vorgänger ist und außerdem fast genau so aussieht wie auf der Xbox 360 – seltsam. Es gibt neue Modi! Ja, man mag es kaum glauben, aber die Entwickler haben trotz der sehr kurzen Entwicklungszeit neue Modi eingebaut, aber leider sind diese genau so innovativ wie ein RPG-Feature in einem RTS, alles schon gesehen, alles erlebt. Nichtsdestotrotz sollen die Modi genannt werden: Namentlich sind das ein Duell-Modus und ein Survival-Mode, die die Welt-Tour, das Einzel- sowie Zeitrennen komplettieren. Im Duell-Modus tretet ihr alleine gegen einen Computergegner an, ist also nichts neues und im Survival-Mode geht es so zu wie im „Eliminator-Mode“ bei Burnout Revenge. Der letzte Platz wird nach einer bestimmten Zeit aus dem Rennen genommen und es gilt, wie immer eigentlich, Erster zu werden. Im Kern dasselbe Spiel So viel hat sich bei Ridge Racer 2 gar nicht geändert, eigentlich gar nichts. Dreh und Angelpunkt des Spiels ist und bleibt das Driften und die Weltrour, die sich als eine Art Karriere entpuppt und euch dabei vor zahlreiche Herausforderungen stellt, die ihr nicht immer als Erster abschließen müsst. Letztendlich ist es aber doch gut, wenn ihr immer auf Platz 1 ins Ziel kommt, denn dann winken neue Fahrzeuge und Strecken. Jedoch musste ich feststellen, dass gerade mal lächerliche vier neue Fahrzeuge hinzugekommen sind. Bei der großen Auswahl an Boliden fallen diese vier leider gar nicht auf. Bei 10 oder mehr neuen Wagen wäre es mir eher aufgefallen, aber so merkt man es fast gar nicht. In den Herauforderungen gilt es nicht nur ein Rennen zu fahren, sondern gleich mehrere Hintereinander. Das Problem dabei ist die relativ kleine Anzahl an Strecken, denn dadurch wird man leider sehr schnell auf alte Strecken stoßen, die man schon gefahren ist – Langeweile und Frust machen sich breit. Ein weiteres Problem bei den Strecken ist, dass alle aus Ridge Racer 4 bekannt sein dürften. Somit gibt es also insgesamt 9 "neue" Strecken (für die PSP neu), die sich in das Repertoire der alten Strecken hinzugesellen. So wirklich befriedigend ist das natürlich nicht. Positiv muss man dem Spiel aber anmerken, dass es den Spieler nicht direkt überfordert, sondern den Schwierigkeitsgrad immer weiter ansteigen läßt. Zwar sind schon die ersten Rennen etwas schwer, aber das sollte niemanden abschrecken, denn sobald man den Dreh raus hat, wird das Spiel leichter, aber genau wenn man den Eindruck hat, zieht der Schwierigkeitsgrad ein wenig an und man sieht sich neuen Herausforderungen gestellt – sehr schön gemacht. Die Gegner-KI steigt übrigens mit dem Schwierigkeitsgrad an, was ebenfalls sehr positiv ist, aber wirklich übermächtig werden sie schlussendlich nicht. Grafisch gesehen habe ich mich gefühlt wie beim ersten Teil, es gibt keine Veränderungen und wenn ja, dann muss man diese wirklich im Detail suchen. Lediglich die Intro-Sequenz wurde neu erstellt, aber sonst finde ich absolut nichts, was das Spiel grafisch vom Vorgänger abheben läßt. Nichtsdestoweniger macht die Grafik einen sehr guten Eindruck, denn die Spiegelungen an den Wagen können sich durchaus sehen lassen und insgesamt läuft das Spiel sehr flüssig ab. Beim Sound hat sich übrigens genau so wenig getan gegenüber dem Vorgänger, es sind teilweise dieselben Songs drin – mehr muss ich dazu wohl nicht schreiben. Wie schon mein Kollege Pascal passend zum Kommentator anmerkte: „Die Qualität des Sounds ist grandios, Effekte und Musik kommen sehr überzeugend herüber. Auch der Kommentator ist blendend zu verstehen und sorgt mit seinen neunmalklugen Sprüchen für noch etwas mehr Action, aber auch für Nervenzusammenbrüche, da man nicht nur einmal den Bildschirm des Schmuckstücks ansabbern wird, während man schäumend ein ‚Ist ja gut und jetzt HALT ENDLICH DIE….‘ vor sich hinzischt.“. Genau so habe ich mich nämlich auch beim zweiten Teil gefühlt, der Kommentator nervt einfach..
Kommentar (AS) :
Warum werde ich das Gefühl nicht los ein laues Add-On zu spielen? Vielleicht weil das Spiel überhaupt keine Neuerungen bietet, die den Kauf des Titels in irgendeiner Weise rechtfertigen? Das scheint es wohl zu sein, denn Kenner und Spieler des ersten Teils werden sich hier wirklich ausgebeutet vorkommen. Lächerliche vier neue Wagen, 9 bekannte Strecken aus RR4 und überhaupt keine Verbesserung der Technik – sowas muss und darf heute nicht mehr passieren, jedenfalls nicht bei Vollpreisspielen! Ich will damit nicht sagen, dass der Titel schlecht ist, das wäre unfair von mir, denn das stimmt nicht. Es ist ein gutes Spiel, aber da es überhaupt keine Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger bietet, fällt die Wertung um zahlreiche Punkte in den Keller. Wer den Vorgänger aber nicht gespielt hat, der muss hier quasi zugreifen, alle anderen sollten sich die 50 Euro vielleicht sparen..
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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