Mit Rainbow Six Vegas feierte Publisher Ubisoft ein grandioses Spiel in der Stadt der Sünde, Las Vegas. Die Wertungen seitens der Presse waren hoch, die Spieler auf Konsolen und nach etlichen Patches auch auf dem PC waren begeistert. Kein Wunder also, dass es einen Nachfolger geben würde. Zu Gast in Düsseldorf konnte ich mir die ersten zwei Missionen des Spiels ganz genau anschauen – im Koop und im Singleplayer, wobei das bekanntlich egal ist, da der (Online)Koop off- sowie online identisch ist. In der Story geht es erneut um Terroristen, die nichts Gutes im Schilde führen. Die Jungs des Team Rainbow verschlägt es im Tutorial dabei zunächst nicht nach Vegas, sondern in höhere Gebiete, in denen das Eis herrscht. Zwar konnte ich nicht ausmachen, wo man sich befindet, aber das sei auch erstmal unwichtig. Viel wichtiger ist der Fakt, dass man wenig am Grundprinzip von Rainbow Six Vegas geändert hat. Starkes Ding, starkes Aufgebot, mäßige KI Schon in den zwei Levels der Vorschauversion wurde eines klar: Vegas 2 führt den ohnehin schon sehr guten Vorgänger gnadenlos fort. Dank der Unreal Engine 3 erstrahlt der Nachfolger in einem ganz schicken Licht mit wundervollen Effekten, toll ausgeleuchteten Levels und netten Grafikspielereien – ein Augenschmaus, der zu jeder Zeit zu überzeugen weiß. Auch beim Sound hat sich Ubisoft keine Blöße gegeben und vertont das Spiel in deutscher Sprache mit recht guten Sprechern – das hat definitiv Lust auf mehr gemacht. Die Missionen an sich laufen gewohnt ab. Im Team mit zwei weiteren Kollegen, wobei der Koop-Modus dann insgesamt zu viert gespielt wird, rettet ihr die Welt vor zahlreichen Unholden, wobei der taktische Aspekt natürlich nicht zu kurz kommt. Mit dem A-Button befehligt ihr eure Mannen hinter sichere Wände oder lasst sie vor Türen anlehnen, damit sie im nächsten Moment einen Raum säubern. Mit Links oder Rechts auf dem Digikreuz könnt ihr zudem entscheiden, ob es eine Rauch- oder Blendgranate sein darf, um den Feinden das Leben schwer zu machen. Der Erfolg ist zu 95% garantiert. Eigenhändiges Stürmen ist oftmals nicht die richtige Taktik, da das im Koop-Spiel mit einem Ubisoft-Mitarbeiter leider doch viel zu oft in die Hose gegangen ist. Um nochmals kurz die unterschiedlichen Aufgaben zu benennen: Einerseits galt es eine wichtige Person zu finden, andererseits mussten Geiseln befreit werden. Im finalen Spiel kann man sich allerdings auf noch viel mehr Einsätze freuen, nicht nur diesen Standardbrei. Auch wenn die zahlreichen Shootouts sehr spannend gemacht sind und man oftmals den Eindruck bekommt, man würde eher einen simplen Shooter als ein Taktik-Spiel spielen, muss ich ganz nebenbei die KI etwas kritisieren, da die Gegner-KI immer noch nicht dazugelernt hat. Während die Kollegen oftmals richtig reagieren, bemerken es die Terroristen nicht, wenn im nebenstehenden Raum gerade Granaten in die Luft gehen oder deren Leidensgenossen einer nach dem anderen abgeschossen werden. Zwar verstecken sie sich hinter diversen Objekten und laufen im Sturmkommando auf euch zu, wirklich schlau ist das oftmals nicht.Mit zahlreichen Gadgets bestückt werdet ihr den Gegner natürlich mit allerhand modernen Sachen entgegentreten. Dazu gehört eine Snakecam, die unter der Tür durchgeführt wird und euch somit einen kleinen Einblick in den Raum verschafft, damit ihr zumindest die Anzahl sowie Position der Feinde abschätzen könnt. Darüber hinaus verschaffen euch Thermalansicht sowie Nightvision die absolute Übersicht auch in der Dunkelheit. Mach dir deinen Krieger Vor einem Mehrspieler-Spiel kann im Übrigen auch der Charakter ein wenig individualisiert werden. Zwar bleibt Bishop der Hauptcharakter im Spiel und kann äußerlich nur recht spärlich an Gesicht und Proportion verändert werden, dafür aber kann ihm eine neue Weste spendiert werden oder auch ein neuer Hut, wenn es denn sein muss. Wer es ganz ausgefallen haben will, spendiert dem Teamplayer am besten noch eine Sonnenbrille – er soll sich ja auch bloß nicht an den grellen Lichtern die Augen verbrennen. Neue Klamotten werden freigeschaltet, wenn gut gespielt wird. Das kann man auf drei verschiedene Arten und Weisen erledigen – durch Erfahrungspunkte, Ränge oder das sogenannte ACES-System. Letzteres steht für „Advanced Combat Enhancement Specialization“ und funktioniert so: Benutzt ihr häufig einzelne Schüsse aus der MG und trefft dabei sehr gut, bekommt ihr im Nachhinein bessere Waffen wie zum Beispiel ein Snipergewehr. Die Frage hierbei ist nur: Lohnt es sich, da immer wieder ein anderer Spielstil gefordert wird und die Waffen, die letztlich freigeschaltet werden, nicht stärker als die Standardwaffen sind? Mit den Erfahrungspunkten sieht die Sache allerdings schon wieder anders aus, weil ihr hier Punkte bekommt, wenn ihr aus weiter Entfernung beispielsweise den Kopf trefft. Nach einer gewissen Anzahl an Headshots gibt es auch den „Master of…“-Rang, welcher eure Fähigkeiten verbessert und das Fadenkreuz zum Beispiel ruhiger wird. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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