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Rainbow Six Vegas 2

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Taktik-Shooter

Anfang 1 2 » Fazit
Wisst ihr eigentlich, wer Thomas Leo Clancy Jr. Ist? Nicht? Dann probiert es mal, indem ihr das Leo und Jr. weglässt und aus Thomas einfach die Abkürzung Tom macht. Na? Klingelts? Richtig, Tom Clancy dürfte mittlerweile jedem ein Begriff sein, der sich in der Welt der Spiele heimisch fühlt. Doch nur wenige wissen, dass es sich hierbei um einen namhaften Schriftsteller handelt. Nun genug der Hintergrundinformationen, schließlich sind wir hier um den zweiten Teil der Militärsimulation von Rainbow Six Vegas zu beurteilen und unter die Lupe zu nehmen. Die Euphorie nach dem ersten Teil war groß, der Ersteindruck vom Kollegen Smieja „sehr gut“. Doch was hat Vegas noch zu bieten außer Boxkämpfe, Casinos und Sünden, die der liebe Gott nur schwer vergeben kann?

ZUM GEWINNSPIEL

Auf ein Neues!

Wer die Preview bereits gelesen hat, dem werde ich Story-technisch gesehen nichts Neues erzählen und präsentieren können. Meistens haben Militärspiele immer ein Problem. Terroristen. Und so ist es auch dieses Mal und somit schließt der zweite Teil direkt an den ersten an, wobei ihr euch in der ersten Mission in den französischen Alpen befindet, anstatt im wunderbaren Vegas. Doch keine Sorge, fünf der sieben Missionen finden wieder in der Stadt der Sünde statt, jedoch dieses Mal an völlig anderen Schauplätzen. Einmal verschlagt es euch sogar an den Strand von Costa Rica, jedoch möchten wir an dieser Stelle nicht zu viel verraten.

Als Spieler übernimmt ihr die Rolle von Bishop, einem Top-Commander der Rainbow-Kräfte, ebenbürtig seinem Mitstreiter Logan Keller aus Teil 1. Beherzt führt er sein Team durch das Chaos, um der Bedrohung durch Terroristen, allen voran Alvarez Cabrero, ein Ende zu setzen und Vegas ein für alle mal zu befreien. Schon in den ersten beiden Levels wurde eines klar: Vegas 2 führt den ohnehin schon sehr guten Vorgänger gnadenlos fort. Dank der Unreal Engine 3 erstrahlt der Nachfolger in einem ganz schicken Licht, jedoch hat der Titel auch einige Schwächen und sieht somit kaum besser aus als der erste Teil. Ab und an kommt es zu Clippingfehlern und in der Nahansicht dürften die verwaschenen Texturen so ziemlich jedem ins Auge fallen. Dennoch kann sich die Grafik sehen lassen, zumindest in Las Vegas. Beim Sound hat sich Ubisoft keine Blöße gegeben und vertont das Spiel in deutscher Sprache mit recht guten Sprechern – das hat definitiv Lust auf mehr gemacht und auch die Gefechte vermitteln ein cooles Feeling.

Gewohnter Missionsablauf trifft auf stupide KI

Die Missionen an sich laufen gewohnt ab. Im Team mit zwei weiteren Kollegen, wobei der Koop-Modus dann insgesamt zu viert gespielt wird, rettet ihr die Welt vor zahlreichen Unholden, wobei der taktische Aspekt natürlich nicht zu kurz kommt. Ihr könnt eure Männer verschiedene Befehle erteilen, darunter fällt unter anderem, dass sie euch Deckung geben, eine Tür eintreten oder ein Gebäude stürmen. Wie der Kollege in der Preview schon erwähnt hat, könnt ihr ebenfalls auswählen, ob der Gegner mit einer Blend- oder Rauchgranate verunsichert werden soll. Somit ist der Erfolg zu 95% garantiert. Eigenhändiges Stürmen ist oftmals nicht die richtige Taktik, da das im Koop-Spiel leider doch viel zu oft in die Hose gegangen ist. Um nochmals kurz die unterschiedlichen Aufgaben zu benennen: Einerseits galt es eine wichtige Person zu finden, andererseits mussten Geiseln befreit werden. Im finalen Spiel kann man sich allerdings auf noch viel mehr Einsätze freuen, nicht nur diesen Standardbrei.

Auch wenn die zahlreichen Shootouts sehr spannend gemacht sind und man oftmals den Eindruck bekommt, man würde eher einen simplen Shooter als ein Taktik-Spiel spielen, hat Ubisoft bei der KI wieder bloß durchschnittliche Arbeit leisten können. Die Intelligenz der Computer so zu programmieren, das man es in realistischen Szenarien wirklich schwer hat, missglückt vielen Programmieren noch häufig. Man steht direkt neben einem Gegner, dieser blickt zwar in eine andere Richtung, müsste aber – wie heißt es so schön, den Atem in seinem Nacken spüren, leider keine Reaktion. Man befindet sich in einem großen Gebäude, Schüsse fallen, Granaten explodieren, doch die Gegner aus den Nebenräumen reagieren darauf einfach nicht. Selbst wenn die Gegner dann einmal reagieren, tun sie dies meist nicht allzu clever und laufen ohne Konzept auf euch zu, sodass ihr keine großen Probleme haben werdet, sie einem nach dem anderen auszuschalten. Mit zahlreichen Gadgets bestückt werdet ihr den Gegner natürlich mit allerhand modernen Sachen entgegentreten. Dazu gehört eine Snakecam, die unter der Tür durchgeführt wird und euch somit einen kleinen Einblick in den Raum verschafft, damit ihr zumindest die Anzahl sowie Position der Feinde abschätzen könnt. Darüber hinaus verschaffen euch Thermalansicht sowie Nightvision die absolute Übersicht auch in der Dunkelheit.

Mach dir deinen Krieger

Vor einem Mehrspieler-Spiel kann im Übrigen auch der Charakter ein wenig individualisiert werden. Zwar bleibt Bishop der Hauptcharakter im Spiel und kann äußerlich nur recht spärlich an Gesicht und Proportion verändert werden, dafür aber kann ihm eine neue Weste spendiert werden oder auch ein neuer Hut, wenn es denn sein muss. Wer es ganz ausgefallen haben will, spendiert dem Teamplayer am besten noch eine Sonnenbrille – er soll sich ja auch bloß nicht an den grellen Lichtern die Augen verbrennen. Neue Klamotten werden freigeschaltet, wenn gut gespielt wird. Das kann man auf drei verschiedene Arten und Weisen erledigen – durch Erfahrungspunkte, Ränge oder das sogenannte ACES-System. Letzteres steht für „Advanced Combat Enhancement Specialization“ und wurde aus der deutschen PC-Fassung leider komplett entfernt. Damit hat man Rainbow Six Vegas 2 wohl die Seele geraubt und was versprüht ein seelenloser Körper nicht mehr? Lebensfreude. Im Spiel könnte man dies Langzeitmotivation nennen, jedoch hat es der deutschen USK wohl nicht gefallen, dass man dafür belohnt wird, umso spektakulärer und präziser man tötet. Wie würden die Politiker sagen, Killermaschinen werden auch noch mit besseren Waffen belohnt. Wo kommen wir denn da hin?

Wie das A.C.E.S.-System funktioniert, hat der Kollege bereits in der Vorschau schön erklärt: Benutzt ihr häufig einzelne Schüsse aus der MG und trefft dabei sehr gut, bekommt ihr im Nachhinein bessere Waffen wie zum Beispiel ein Snipergewehr. Die Frage hierbei ist nur: Lohnt es sich, da immer wieder ein anderer Spielstil gefordert wird und die Waffen, die letztlich freigeschaltet werden, nicht stärker als die Standardwaffen sind?

Mit den Erfahrungspunkten sieht die Sache allerdings schon wieder anders aus, weil ihr hier Punkte bekommt, wenn ihr aus weiter Entfernung beispielsweise den Kopf trefft. Nach einer gewissen Anzahl an Headshots gibt es auch den „Master of…“-Rang, welcher eure Fähigkeiten verbessert und das Fadenkreuz zum Beispiel ruhiger wird.

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