Race Driver: GRID (Tests)
Race Driver: GRID (PC)
Wir haben schon in unserer Vorschau zum Spiel fast nur positiv darüber berichtet. Nun steht der Titel seit einigen Tagen bei uns in der schnuckeligen Redaktion und läuft quasi dauerhaft im PC-Laufwerk. Wie macht sich der Mix aus Realismus (sehr dezent) und Arcade? Können die fiktiven Rennen in Europa, den USA und Asien überzeugen oder liefert Codemasters eine bescheidene Leistung? Das und noch ein wenig mehr nun bei uns! Codemasters hat es gelernt. Die Präsentation des Spiels, also eher die Menüstruktur und alles, was damit zu tun hat, ist wunderbar gestaltet und lässt sich extrem leicht bedienen. Flugs werden die neuesten Sponsoren auf das Auto geklebt, die korrekten Rennen in den drei Gebieten ausgewählt und neue Autos gekauft, die man sich in der Werkstatt genauer anschauen kann. Während der Ladezeiten könnt ihr euch, wie schon bei „DiRT“, die aktuellen Statistiken eurer Karriere anschauen. Die durchaus langen Ladeperioden werden damit ganz gut überbrückt.
„Willkommen, Franziska!“ Bei uns in der Redaktion gibt es wieder einen neuen Running gag. Seitdem ich mein eigenes Profil in GRID gemacht habe, nennen mich die Jungs hier nur noch „Franzi“ oder „Franziska“. Grund: Man darf ja bekanntlich seinen eigenen Namen (Vor- und Nachname) eingeben und anschließend bei „Audio“ auswählen, mit welchem Namen man vom Spiel gerufen werden will. Ich dachte jedoch, dass „Audio“ dafür steht, wie die Kommentatorin heißt und wählte folglich, weil ich den Namen Franziska ganz süß finde, eben diesen Namen. Seitdem nennt mich das Spiel eben Franzi. Inzwischen aber habe ich das Profil gelöscht, die Jungs sollen ja nicht über mich lachen! Adam gab es natürlich nicht, Unsinn! Danach darf man auch schon die ersten Rennen in vorgeschriebenen Boliden fahren bis das Geldkonto aufgefüllt ist und ihr euch die Komplettreparatur der alten Karre leisten könnt, um die umfangreiche Karriere von GRID zu starten. Eine Story gibt es nicht, aber wenn man so will, lautet das Spielziel: Werde bester Fahrer der Welt. GRID teilt das Spiel quasi in drei Spalten auf: USA, Europa und Asien. Hier lassen sich auch grob die drei verschiedenen Klassen von Fahrzeugen ausmachen, denn die Amerikaner setzen auf die starken Muscle-Cars, während ihr in europäischen Rennen teilweise mit Formel 1-Flitzern über die Straßen brettert oder auch mal mit einem starken BMW die Strecken unsicher macht. In Japan beherrscht die Tuning-Szene das Spiel und hier werdet ihr des Öfteren harte Driftrennen abhalten müssen. Race Driver: GRID ist gewiss kein Spiel von ultrahoher Realität, aber es hat so einige Anzeichen dafür – bestes Beispiel ist eigentlich das Schadensmodell, das absolut individuell auf die einzelnen Crashes reagiert. Knallt ihr zum Beispiel mit der Seite in eine Leitplanke, ist nicht nur euer Auto ein wenig verbeult, nein, auch die Leitplanke wird eine nette Beule davontragen. Auch sonst weiß das Schadensmodell sehr zu gefallen, denn jeder Kratzer am hochwertigen Lack der Autos wird sehr detailliert dargestellt und jede Delle kann man sehen. Spaßig sind natürlich die Überschläge, die nicht nur verdammt spektakulär aussehen, sondern auch massig Blessuren am Wagen hinterlassen. Ganz nebenbei müsst ihr euch nach heftigen Crashes mit einem verschlechterten Fahrverhalten abfinden, wenn der Motor zu viel Schaden genommen hat oder eines eurer Räder die Lenkung beeinflusst. Trotzdem ist es ein Arcade-Racer Obwohl die Schäden Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben, ist GRID keineswegs ein reiner Simulationsracer wie Gran Turismo, Forza oder die DTM-Reihe. Schon alleine aufgrund der Zeitrückspulfunktion nicht, mit der ihr Totalschäden wieder rückgängig machen könnt – das geht zwar unendlich oft, aber die Zeit, die ihr zurückspulen könnt, wird immer geringer. In meiner Preview habe ich gedacht, dass sich dieses Feature im Spiel sehr störend auswirken würde, aber das Gegenteil ist der Fall. Oftmals waren manche Fehler so ärgerlich, weil die KI einen Fehler begannen hat, sodass ich mit rausgeflogen bin. Dank Zeitfunktion konnte ich dem Crash letztlich ausweichen. Das Fahrgefühl ähnelt stark DiRT, GTR oder etwas Need for Speed, wobei man sich wirklich einige Zeit an das neue System gewöhnen muss, damit auch der schnellste und beste Racer wunderbar kontrolliert wird. Geschrieben von: Adam Smieja am 03.06.2008
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