Nach einer großen Wartezeit ist es nun endlich soweit, die Fußballsimulation Pro Evolution Soccer findet ihren Weg auf den Handheld und versucht auf der PlaystationPortable die Fußballherzen für sich zu gewinnen. Auch auf dem kleinen schwarzen Multimediagerät von Sony lässt das Fußballspektakel seine Stärken voll aufblitzen und überzeugt mit einem klasse Gameplay und einer grandiosen Ballphysik. Warum Pro Evolution Soccer 2008 für die PSP trotz einiger Mängel wohl die beste Kickunterhaltung für Unterwegs ist, erfahrt ihr hier!
Endlich auch in der U-Bahn kicken!
Wer Pro Evolution Soccer 2008 in die PlaystationPortable einlegt, wird – genau wie auf den Konsolen - erst einmal mit einem nett in Szene gesetztem Trailer verköstigt. Hat man diesen hinter sich gebracht, kriegt man zum ersten Mal das durchaus schön gestaltete und seriöse Startmenü zu Gesicht, welches einem schon von den Menüpunkten her zeigen wird, dass man vom Umfang her nicht allzu viel erwarten darf. Besonders auffällig hier, sind natürlich die Rechtschreibfehler, die sich anscheinend heimlich eingeschlichen haben. Neben den typischen Modi, wie das Freundschaftsspiel und die Meisterliga gibt es nun auch noch die World-Tour, in der euch größeren Herausforderungen stellen könnt. Das Ganze ist recht einfach mit dem Challenge-Modus von FIFA zu vergleichen, in dem ihr manche Spiele extrem hoch oder zu Null gewinnen müsst. Ein Onlinemodus ist auf der PSP leider nicht vorhanden. Wer also Online kicken möchte, muss zu den Konsolenfassungen greifen. Auch in der Handheld-Version lässt sich ein Hallenmodus oder ein Trainingsparcour vermissen. Wenigstens wurde aber der Wunsch nach einem Modus mit ein paar Herausforderungen erfüllt.
Um mich erst einmal etwas einzuspielen, habe ich mir einfach im Freundschaftsmodus mal ein Team zur Brust genommen und mich ins Geschehen gestürzt. Zu den Lizenzen bleibt nach wie vor zu sagen, dass Konami sich Jahr für Jahr Mühe gibt, neue Mannschaften ins Spiel zu integrieren, dennoch aber noch so einige Teams und fast komplette Ligen fehlen. Allerdings werdet ihr nun bei den Brasilianern, Portugiesen, Griechen, Iren und Schotten alle Namen sowie Trikots korrekt dargestellt bekommen. Außerdem sind Newcastle, Tottenham, RSC Anderlecht, HJK Helsinki, IFK Goteborg, Panathinaicos, Spartak Moscow, Fenerbache, NK Dinamo Zagreb und der FC Basel bei Konami unter Vertrag und deswegen auch ins Spiel integriert worden. Für die deutschen Fußballfreunde unter euch ist es sicherlich sehr schade, dass nur der FC Bayern München in der deutschen Liga mit einer Originallizenz aufwarten kann.
Technisch gesehen kann der PSP-Ableger sich durchaus sehen lassen. Beleuchtung, Details der Gesichter und das Spielfeld sehen genauso gut aus wie auf der Playstation 2. Vom nervigen Tearing in der PS3-Version sieht man übrigens auf der PlaystationPortable weit und breit keine Spur. Leider hat die PSP dafür mit extrem langen Ladezeiten zu kämpfen, was einem schon einmal die Chance bietet sich vor dem Anpfiff noch schnell eine Tasse Kaffee in der Küche zu holen. Wer auf der Playstation 2 hingegen schon vor einigen Monaten ordentlich gezockt und sich sein Team zusammengestellt hat, muss nicht trauern, denn die PSP bietet euch die Möglichkeit die Daten von der Playstation 2 auf euer Handheld zu ziehen. Zuhause zocken und dann unterwegs kein Spiel verpassen, geht’s noch besser? Hier hat Konami wirklich mitgedacht!