Sonstiges
Wie schon im Vorgänger könnt ihr euch nur mittels Wasser auffrischen, aber dies ist jetzt nur noch an den etwas selten verteilten Speicherpunkten möglich. Zwar sind diese recht oft vorhanden, aber meistens an Stellen, wo man sie einfach nicht braucht. So gibt es einige Abschnitte, die gehen gut 30 Minuten lang, an solchen Orten wäre es Sinnvoll einen Speicherpunkt zu haben, aber gerade da gibt es sie nicht. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad nochmals um ein kleines Stück.
Des Weiteren werden Fans des Vorgängers die kleinen Hilfen vermissen, die sie beim Speichern zu sehen bekamen, denn da wurde immer die Lösung mancher Passagen im Abschnitt gezeigt. Diese wirklich hilfreichen Hinweise fehlen gänzlich.
Der Sand der Zeit, um nochmals darauf zurückzukommen hat einen eher kleinen Stellenwert in diesem Spiel. Er entschärft den Schwierigkeitsgrad aber leider nur sehr geringfügig. Bei gravierenden Fehlern kann die Zeit zurückgespult und das Problem kann erneut angegangen werden. Die Möglichkeiten mit der Zeit sind im Grunde nicht anders, als sie es noch in
Sands of Time waren, nur haben sie andere Namen ( z.B.: "Sturm der Zeit" , es beschreibt nur, dass die Zeit um den Helden langsamer abläuft, der Held selbst bewegt sich normalschnell ).
Wie Metal im Musikantenstadl
Bevor wir auf Grafik & Sound zu sprechen kommen, sollte man noch einige Takte zur Steuerung und Kamera verlieren, denn diese zwei Sachen sind Ubisoft erneut gut gelungen. Die Steuerung auf allen drei Konsolen ( PS2, Xbox & GC ) ist gut gelungen, von hakelig ist hier keine Rede. Es fühlt sich einfach richtig "direkt" an, um es noch präziser zu sagen, "realistisch". Selbst beim etwas Button-Armen GameCube-Kontroller funktioniert die Steuerung optimal.
Die Kamera verhält sich glücklicherweise ein wenig schlauer, als sie es noch beim ersten Teil getan hat. Denn da war die Kameraeinstellung nicht immer wirklich perfekt und bot die korrekte Übersicht. Dieses Problem ist im großen und ganzen behoben, auch wenn es noch leider einige male passiert, dass die Kamera sich ungünstig positioniert und nicht verstellt werden kann. In solchen Momenten mangelt es an Übersicht und der Spieler kann sich leicht verlaufen. Ansonsten bleibt nur zu sagen, gute Arbeit, die Kamera lässt sich beliebig nachjustieren und fängt somit das Geschehen größenteils ein.
Grafik:
Die Grafik, wenn man sie mit allen drei Versionen vergleicht, ist immer sehr gut. Die PlaySation 2 bildet jedoch das Ende der Fadenstange, der GameCube ist irgendwo in der Mitte und die Xbox liegt vorne. Die Texturen sind bei letzteren beiden ein wenig detailierter, als bei der PS2, auch sehen manche Abschnitte auf der PS2 leicht schwammig aus, auf den anderen Konsolen richtig schön. Aber, die Xboxsche Grafikmedaille hat auch eine Kehrseite, denn für die tolle Grafik müssen Xbox-Spieler ab und an Slowdowns in Kauf nehmen.
Ansonsten bleibt insgesamt zur Grafik zu sagen:
Sehr gut.Architektur & Umgebungen sehen super aus, passen allesamt sehr gut zur düsteren Atmossphäre, der Held bewegt sich außerordentlich dynamisch und vorallem realistisch, mit Ausnahmen seiner "coolen" Kunst & Jump 'n Run einlagen. Die Effekte, wenn mit dem Sand der Zeit gespielt wird, sehen auch hier wieder gut aus und es macht Spaß dem zuzusehen, auch wenn der Spieler diesen Trick leider nicht mehr immer braucht ( siehe oben ).
Sound:
Alles schön und gut, nur leider nicht der Sound, so lässt die Überschrift schon auf das Problem schließen. In
"Prince of Persia: The Sands of Time" begleiteten den Spieler noch passende orientalische Klänge. Doch was kommt nun aus den Lautsprecherboxen? Metal, reinstes Metal, nichts anderes. Da muss man sich doch ganz ehrlich fragen :
"Passt das zu einem orientalisch angelegtem Spiel?" Vorallem passt es überhaupt nicht unter der Berücksichtigung, das es zu der Zeit noch gar keinen Metal gegeben haben kann. Die Atmossphäre leidet wirklich stark unter diesem schrecklichen Sound. Das ist eines der vielen üblen Sachen, die der Sound so mit sich bringt. Da wäre ja auch noch die sehr schwach gelungene Sprachausgabe, die weder auf Deutsch, noch auf Englisch zu gefallen weiss. Wie schon am Anfang erwähnt, nervt der Held durch seine arrogante Art und Weise die Gegner zu beleidigen ( indirekt versteht sich ), aber die Gegnergeräusche sind leider nicht viel besser. Das übertriebene Stöhnen und das Geseufze vermitteln viel mehr das Gefühl, unschuldige Menschen einfach so mal eben grundlos abzuschlachten. Von wirklich gemeinen, hinterhältigen Gegnern kann - dank Synchronisation - absolut keine Rede sein, es kommt einem auch noch so vor, als würden sie Angst haben, Widerstand zu leisten, wobei die KI da nicht mitspielt ( glücklicherweise ). Insgesamt ist also zu sagen, dass die Arbeiten am Sound eher ein Griff ins Klo waren, leider.