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PlayStation Portable Hardwarecheck (Special)


PlayStation Portable Hardwarecheck

Nachdem die PlayStationPortable, kurz PSP, in Japan und bald darauf in den USA erschienen ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis es auch endlich bei uns soweit sein würde. Heute ist es endlich soweit. Nach vielen Fehltritten ( Lieferengpässen etc. ) ist es Sony geglückt - hoffentlich - ausreichend PSPs für den europäischen Markt bereitzustellen. Unser Hardware-Special wirft einen Blick auf alle Hardware-Spezifikationen des Handhelden von Sony.

Wissenswertes

Mit der PSP wirft Sony einen Konkurrenten ins Handheldgeschäft, wo bislang Nintendo dominant gewesen ist. Zwar wird von beiden Seiten dementiert, dass es wirklich einen "Kampf" zwischen den beiden Handhelden geben wird, aber dieser ist nahezu unabdingbar. Denn der Nintendo DS will mit innovativen Spielen aufwarten, die PSP will grafisch sehr gute Spiele liefern und dient als Multimedia-Objekt.
Bereits Ende 2004 erschien die PSP in Japan, die US'ler kamen im Frühling 2005 an die Reihe. Eine Sache vorweg: Wer denkt, dass wir Europäer mal wieder in die Röhre gucken ( technisch gesehen ), liegt falsch, denn wir bekommen eine "Up-to-date"-Version der PSP. Es gibt nur einige kleine Unterschiede, die aber sowieso jedem gefallen dürften, denn: Es gibt keinen Regionalcode bei Spielen, nur Filme müssen in PAL sein ( UMD ist das spezielle Disc-Format der PSP ). Somit kann der Importhandel boomen, weil alle Spiele ohnehin sofort alle Sprache beinhalten.

Das Design des Handhelden dürfte so ziemlich jeden Geschmack ansprechen und Sony ließ sich hierbei auch nicht lumpen. So nahm man sich das Lifestyle-Accessories und iPod als Vorbild und erschaffte dieses stylishe Design des Handhelden. Knöpfe, Sticks und LCD-Bildschirm ( 19:9 LCD-Display ; 480*272 Resolution ) kommen nicht zu kurz und sind gut platziert. Denselben Eindruck machen auch alle Anschlüße und die qualitativ hochwertige Verarbeitung geben einen sehr edlen Eindruck. Eure Kopfhörer könnt ihr unten Links anstöpseln, das Netzteil wird unten rechts an das Gerät angeschlossen. Die Memory-Sticks kommen links neben den Kopfhörer am WLAN-Schalter in einen dafür vorgesehenen Slot rein. Die UMD wird an der Rückseite der PSP reingesteckt.

Die Technik

Nun zur Technik:
In der PSP befinden sich drei CPUs, wobei das MIPS-R4000 das Herzstück ausmacht. Die Taktfrequenz ist von 1 bis 333Mhz regelbar und mit einer eigenen Fließkomma- und Vektoreinheit habt ihr mehr als genug Power zur Verfügung, um euch von der schicken 3D-Grafik bezaubern zu lassen. Aber Stop! Bisher ist die PSP auf "nur" 222Mhz getaktet, um den Akku nicht zu sehr zu belasten. Spiele, die mehr Leistungsstärke benötigen werden aber später die Taktfrequenz automatisch erhöhen, wenn es auch die stärkeren Akkus dazu geben wird. Die CPU ist ein 32-Bit und an einem 128Bit breiten Bus gekoppelt, der einen Datendurchsatz von 2,6GB pro Sekunde liefern kann. Die Fließkommaleistung beträgt 2,6 Gigaflops. Das hört sich nach viel an, nicht wahr ? Das ist es auch in der Tat, denn es läßt sich sehr gut mit aktuellen Konsolen vergleichen. Wenn man wirklich diese technischen Daten vergleicht, ist die PSP sogar besser, als der Gamecube und Dreamcast! Unterschied aber ist: Gamecube und Dreamcast haben einen stärkeren Grafikchip, der bei der Leistung mithilft ( also können alle Fans doch beruhigt sein, die oben "geflamed" haben ).

Im CPU-Kern befindet sich ein weiterer MIPS-R4000, der aber, nicht wie der oben genannt wurde, für Grafik und 3D zuständig ist, sondern sich nur um Multimedia kümmert. Dazu gehören das Abspielen von UMD-Filmen, MP3-, MP4- und ATRAC3-Dateien. Diese Engine besitzt zudem einen eigenen Hardwarebeschleuniger, der die so genannten "H.264" Codecs dekodieren kann. Das Format ist auch unter den Namen "MPEG4/Part 10" und "MPEG-4/AVC" bekannt. Auch hier könnt ihr die Taktfrequenz von 1 bis 333Mhz regeln. Vier eDRAM verfügt diese Media Engine.

Die PSP besitzt, wie die PS2, einen 32MB Hauptspeicher. Neben diesem besitzt die PSP noch rund 4 MB eDRAM. Diese 4MB verteilen sich auf die Media Engine und den Grafikchip. Somit ist - für diejenigen, die sich damit auskennen - eines klar: Die PSP ist ein sehr schnelles Multimedia-Talent, welches sehr viele nützliche Funktionen bietet. Für Spezialisten einige Stichwörter: Hardware-Clipping, Bones und Morphing sowie Bezierkurven und B-Splines ( = Nurbs ). Das sind alles mathematisch berechntete Kurven-Objekte, die nicht mehr aus eckigen Polygonen bestehen.
Der oben genannte Grafik-Kern sitzt an einem 256-Bit-Bus und die maximale Füllratenleistung beträgt 664 Megapixel pro Sekunde. Ein Polygondurchschnitt zeigt, dass die PSP ca. 33 Mio. Polygone pro Sekunde auf den Schirm zaubert. Somit ist es der PSP ermöglicht sehr gute Grafiken darzustellen, die sich durchaus mit vielen PS2-Spielen vergleichen lassen. N-Gage, GBA und NDS können hier absolut nicht mithalten.

Leider hat diese geballte Technik einen entscheidenen Nachteil: Die Akkus gehen sehr schnell leer. Denn ein normaler Akku ist nur 1800mAh schwach und macht nach teilweise 3 Stunden schon schlapp. Einige kleine Zahlen an dieser Stelle:

  • Musik hören : 10 Stunden
  • Filme von Memory Stick: 4 bis 5 Stunden
  • UMD-Filme: 2 bis 3 Stunden
  • Spiele: Zwischen 4 und 8 Stunden ( je nach Taktfrequenz )
  • Spiele über WLAN: 1 bis 3 Stunden

Doch warum geht der Akku so schnell leer, wenn mal eine UMD drin ist ? Nun, die Frage selbst war schon die Antwort, denn die UMD rotiert ständig im Laufwerk und das verbraucht eben sehr viel mehr Energie, als wenn ihr den Film von einem Memory-Stick abspielen laßt. Wie ihr oben seht, beschleunigt sich der Energieverbrauch, wenn ihr noch über WLAN zockt. Bislang ist kein besserer Akku angekündigt, wir hoffen darauf, dass Sony oder ein Dritt-Anbieter endlich mal 3000mAh-Akkus oder mehr anbietet.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 12.03.2006




 
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