PDC World Championship Darts 2008

    Sport Spiel für PC, Playstation 2, Nintendo Wii
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Im Jahre 1992 wurde in Großbritannien die Professional Darts Corporation (PDC) gegründet. Natürlich bleibt keine Sportart von einer Videospielumsetzung verschont und so veröffentlichte Oxygen Interactive im Dezember 2006 PDC World Championship Darts für Playstation 2 und PC. Passend zur diesjährigen Meisterschaft, die übrigens der Kanadier John Part gewann, erschien nun PDC World Championship Darts 2008, diesmal zusätzlich für die Nintendo Wii. Wie sich der Nachfolger schlägt, erfahrt ihr in diesem Test.

Neben den beiden Spitzenreitern Raymond van Barneveld und Phil Taylor, die gemeinsam das Cover des Spiels zieren, sind 14 weitere Dart-Legenden wie der diesjährige Sieger John Part oder Peter Manley mit von der Partie.

Lasst die Spiele beginnen

Nach einem kleinen Intro, das sowohl Real- als auch Ingameszenen zeigt, landet ihr im Hauptmenü. Dort habt ihr neben den Einstellungen die Wahl zwischen "Schaukampf", was eine ganz normale Partie darstellt, und "Turnier", bei dem ihr ein eine Liga oder ein eigenes Turnier mit diversen Regeln erstellen könnt. Im "Karriere"-Modus wählt ihr euch einen Profi aus oder erstellt euren eigenen Spieler, mit dem ihr dann die Karriereleiter aufsteigen könnt. Außerdem wären da noch die "Partyspiele", die neben den normalen Spielarten (301, 501 und 701 Punkte) auch ausgefallene Spiele wie "Around the Clock", bei dem ihr die Zahlen 1-20 in richtiger Reihenfolge treffen müsst, anbieten. In einer erweiterten Variante des Spiels kommen noch die Doppel- und Dreifach-Zahlen hinzu.

Leider fehlt ein Tutorial bzw. ein Trainingsmodus, sodass man quasi ahnungslos ins Spiel geworfen wird. Nur im Karrieremodus kann man einzelne Übungsmatches starten. Die Steuerung wird ausschließlich im Handbuch erklärt. Diese ist zwar einfach zu erlernen, aber schwer zu meistern. Mit dem linken Analogstick steuert ihr ein kleines Fadenkreuz, durch die Schultertasten könnt ihr außerdem rein- bzw. rauszoomen. Die Wurfstärke bestimmt ihr, indem ihr den rechten Analogstick nach hinten zieht. Dadurch füllt sich, im Amateuermodus, ein kleiner Dartpfeil in der linken Bildschirmecke, der in der Mitte besonders markiert ist. Um den idealen Wurf durchzuführen, müsst ihr den rechten Analogstick genau dann nach vorne drücken, wenn der Pfeil bis zur Markierung gefüllt ist. In den beiden anderen Schwierigkeitsgraden "Profi" und "Meister" fällt diese Wurfhilfe weg. Klingt einfach? Ist es auch! Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit trefft ihr dann auch des Öfteren in die Dreifach-20, dem Feld mit den meisten Punkten.

"One hundred and eighty!"

Die Matches werden von der TV-"Stimme des Dartsports" Sid Waddell und dem bekannten Schiedsrichter Bruce Spendley kommentiert. Die Inszenierung des Spiels ähnelt den Fernsehübertragungen durch die originalen Sprecher und Austragungsorte sehr stark. Das Bild wird dabei zweigeteilt - während die linke Seite die Dartscheibe mit dem eben erwähnten Dartpfeil zeigt, seht ihr auf der rechten Seite euren Spieler. Im üblichen 501-Punkte-Modus müsst ihr eben diese 501 Punkte durch Würfe abbauen, bis ihr 0 Punkte erreicht habt und somit gewinnt. Bei wichtigen Würfen, etwa wenn ihr schon zwei Mal in die Dreifach-20 getroffen und nun die Chance auf einen 180-Punkte-Wurf habt, fängt der Controller an zu vibrieren, euer Spieler wird nervös und das Fadenkreuz wackelt hin und her. Trefft ihr dann tatsächlich, dürft ihr euch auf Zuschauergejubel und einen schönen Kommentar freuen - allerdings nur in Englisch.

Für ein Playstation 2-Spiel ist die Grafik relativ schön anzusehen. Die Charaktere sehen gut aus und man erkennt die realen Vorbilder. Auch die Wurfanimationen können sich sehen lassen und unterscheiden sich von Spieler zu Spieler. Leider wirkt der Rest etwas steril, es fehlen Effekte und die Zuschauer treten nur in Form einer Bitmap-Textur auf. Trotzdem kann das Spiel durch seinen realistischen Touch überzeugen. Zwar regt man sich sehr oft auf, zumal die KI ziemlich zielsicher ist, doch das Spiel fesselt einen einfach an den Bildschirm. Auch der Multiplayermodus für bis zu 8 Spieler kann durch zahlreiche Variationen überzeugen und macht sehr viel Spaß.
  
PDC World Championship Darts 2008

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 Sport



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