Ihr kennt Patapon nicht? Bis wir das Rezensionsmuster bekommen haben, kannten wir es nur von den erhaltenen Videos – aber begeistert waren wir alle schon. Seit Mitte Februar ist das Spiel endlich bei uns in der Redaktion und ich muss sagen, dass ich eine ganz schön lange Zeit nicht von meiner PSP weggekommen bin. Entwickelt von den Machern von LocoRoco zieht auch Patapon von der ersten Minute an jeden Spieler in seinen Bann! Worum geht es in Patapon? Die Frage kann man ganz leicht beantworten: Patapon ist ein Spiel, in dem Rhythmus, Taktgefühl und strategisches Denken verlangt werden. In der Geschichte des Titels geht es darum, dass der leicht barbarisch angehauchte Stamm der Patapon von den Zigaton aus dem Heimatland vertrieben worden ist. Die Patapon beten zu ihrem Gott, welcher in dem Fall der Spieler ist, damit sie zu alter Stärke kommen und die Zigaton besiegen. Macht süchtig Man sieht eigentlich auf den ersten Blick, dass die Entwickler von LocoRoco dieses Spiel gemacht haben, weil die Grafik des Spiels unheimlich liebevoll umgesetzt ist. Die Patapons sehen knuffig aus, wurden mit viel Liebe zum Detail entworfen und die Hintergründe sind so irrwitzig cool, dass man ständig draufschauen möchte. Der Sound gibt der technischen Seite das Tüpfelchen auf dem i. Wer auch nur ein Mal das „Pata Pata Pata Pon“ gehört hat, kommt nicht mehr davon weg. Hier herrscht akute Ohrwurmgefahr. Mit Befehlen wie den obigen („Pata Pata Pata Pon“) gebt ihr euren Patapons vor, was sie zu tun haben. Am Anfang beschränkt sich das noch auf Angriff und "Vorwärts, Marsch!". Je weiter ihr in der Story voranschreitet, kommen auch „Verteidigen“ und „Rückzug“ hinzu, wodurch der taktische Wert des Spiels nochmal ein gehöriges Stück ansteigt. Diese Kommandos werden mit den fest anliegenden Buttons der PSP (Kreis, X, etc.) ausgeführt. So steht Viereck zum Beispiel für Pata und Kreis für Pon. Die anderen beiden sind Chaka und Don – man wird also sicherlich genug Zeit zum Schmunzeln für diese leicht süßen Wörter finden. Je öfter ihr im Rhythmus spielt, desto höher ist die Combo-Anzeige und nach einer Zehnercombo versetzt ihr eure kleinen Krieger in den Feuer-Zustand, in dem sie das Dreifache an Schaden anrichten und Feinden damit ganz schön einheizen. Das mag sich jetzt alles recht simpel anhören, nicht wahr? Ihr werdet allerdings genau das Gegenteil in den rund 30 Missionen bemerken, denn es erfordert ein schnelles Denkvermögen, viel Taktik und eine Priese Geschick, um die teilweise knackigen Bosskämpfe zu überstehen. Mit einem simplen „Angriff“ wird es nicht bleiben, weil sie euch sonst die Patapons der Reihe nach abschlachten.Um solchen Problemen zu entgehen, könnt ihr euch eine schlagfertige Armee zusammenstellen, die aus Speerwerfern, Schwertkämpfern oder gar Katapulten besteht. Das alles funktioniert in der Basis der Patapon nach einer erfolgreichen Schlacht, wo ihr bei einem Baum zuerst neue Patapon sowie Waffen erschafft und hernach vor Missionsstart eure Krieger auswählt, bewaffnet und deren Reihenfolge festlegt. Schwertkämpfer gehören beispielsweise nach vorne, während Speerwerfer eher hintere Positionen belegen sollten, um nicht leichtes Futter zu werden. Der Haken an der Sache ist, dass ihr nur drei verschiedene Einheiten befehligen könnt, wodurch der taktische Wert nochmals gesteigert wird. Darüber hinaus seid ihr nach einigen Missionen in der Lage, göttliche Fähigkeiten zu benutzen. So werdet ihr aus der staubtrockenen Wüste durch einen Regenzauber etwas anfeuchten und durch einen Windspruch die Reichweite eurer Speere und Pfeile deutlich zu vergrößern. Sammeltrieb Hauptsächlich unterscheidet Patapon drei unterschiedliche Missionsarten, die wirklich toll aufeinander abgestimmt sind. Da wäre zunächst die Jagdmissionen, in denen ihr nach Fleisch ausschau haltet, um damit neue Krieger zu erschaffen (durch „Ka-Ching“) und sie mit starken Waffen auszurüstet. Diese Missionen lassen sich unendlich oft spielen, weswegen man es bei einem einmaligen Durchspielen nicht belassen sollte, denn mehr ist eben doch mehr – bezogen auf Einheiten im Spiel. Bei den Schlachten geht es darum, eine Basis der Zigaton zu zerstören. Als Bonus gibt es hier liegengebliebene Waffen. Zuletzt wären dann eben noch die Kämpfe gegen die Bosse, die es wirklich in sich haben und alle eine eigene Taktik abverlangen, bei der ihr deren Bewegungs-/Angriff-Abläufe zunächst studiert und dann geschickt kontert. Das einzige schlimme Contra des Spiels betrifft auch die Jagd-Missionen, weil diese doch recht langatmig sind und oftmals in viel Mühe ausarten. Genau wie in LocoRoco wird es aber nicht bei der Standardfarbe der Patapons (Schwarz mit etwas weiß) bleiben, da ihr nach und nach auch grüne, orangene oder auch blaue Patas bekommt, die sich in Stärke, Feuerresistenz und Geschwindigkeit unterscheiden. Und genau wie in LocoRoco vermisst man schmerzlich einen Leveleditor und einen Mehrspieler, weil ich damit auch locker über die 90% gegangen wäre. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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