Operation Flashpoint 2 - GC-Preview (Vorschau)
Operation Flashpoint 2: Dragon Rising
Was wäre eine Videospielmesse ohne einen waschechten Anti-Kriegs-Shooter? Während Activision derzeit am fünften Teil seiner beliebten Call of Duty-Reihe arbeitet, kramt Codemasters einen alten Taktik-Shooter-Klassiker heraus und verpasst ihm einen Nachfolger – Operation Flashpoint 2! Realismus pur Viel gab es von OFP2 ja bisher nicht zu sehen, bis auf die paar Trailer, die irgendwelche Waffen näher beleuchtet haben. Und auch in der Präsentation von Codemasters bestand der größte Teil aus gesprochenen Informationen und ein paar Videos, doch das reichte eigentlich schon, um unsere Vorfreude zu wecken. Operation Flashpoint 2 greift ein typisches Kriegs-Szenario auf. Russland und Japan streiten sich um eine rohstoffreiche Insel und die Amis spielen den Streitschlichter und geraten dabei zwischen die Fronten. Bei der Entwicklung hat man wirklich sehr viel Wert auf die Details gelegt und so sehen die sage und schreibe 50 Vehikel ihren orginalen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich. Jede Niete, jede Schraube, jede Anzeige findet man so auch in der Realität. Wer gerne genau hinschaut, wird also einen hohen Grad an Realismus erleben und etwa bei Hubschraubern durch die verschiedenen Klappen bereits im Vorfeld sehen, wenn dieser seine Richtung ändern wird. Wie ist Krieg wirklich? Viele Shooter versuchen auf mehr oder weniger gelungene Art und Weise, den Krieg realistisch darzustellen. Dass im Krieg niemand mit einem MG in der Hüfte auf eine feindliche Stellung zustürmen wird, während zwei Jets über ihn fliegen und die Gegner mit Raketen beharken, sollte hoffentlich jedem klar sein. ![]() Codemasters versucht einen anderen Ansatz. So hat man sich lange mit echten Soldaten mit Kampferfahrung unterhalten und versucht, ihre Erfahrungen im Spiel umzusetzen. Dass ein Soldat dabei bei 5 Jahren Kampferfahrung vielleicht 2-3 Mal wirklich einen Feind, anstatt Mündungsfeuer und Silhouetten gesehen hat, soll dabei keine Seltenheit gewesen sein. Zwar will man das in OFP 2 nicht ganz so extrem verwirklichen, doch man versucht es zumindest, indem man den Fog of War, den man eigentlich so nur aus Strategiespielen kennt, ins Spiel integriert. So wird es neben natürlichem Nebel auch gewaltige Rauchschwaden geben, die etwa von brennenden Fahrzeugen erzeugt werden und sich langsam aber sicher auf dem Schlachtfeld ausbreiten und die Sichtweite stark einschränken. Statt versprochenen 35 km Sichtweite sieht man dann vielleicht nur noch 10 Meter weit und hofft beim Schuss auf eine Silhouette, dass man auch wirklich den Gegner erwischt, und nicht einen seiner Jungs. ‚Hey that’s my gunner!‘ Während ihr in Operation Flashpoint: Cold War Crisis noch über kahle Landschaften ranntet und der Wald, der irgendwie immer da war, mit seinen Bäumen die einzige Deckung lieferte, will man im zweiten Teil viel Wert auf Abwechslung legen. So sollen sich die Gegenden stark voneinander entscheiden und auch weitaus mehr Deckung in Form von Felsen, umgefallenen Bäumen, Fahrzeugwracks oder Ruinen bieten. Die Umgebung soll den Spieler dabei im seiner Spielweise beeinflussen, was durch den Tag- und Nacht-Wechsel nur noch verstärkt wird. Abwechslung bedeutet jedoch nicht nur verschiedene Landschaften, sondern auch Individualität bei den Soldaten. Keiner soll dem anderen gleichen und es wird viele verschiedene Gesichter geben, die man wiedererkennen und sich denken soll ‚Ah, das ist mein Schütze! Schön, dass er noch da ist!‘. Selbst den Rang eures Gegenübers könnt ihr anhand seiner Uniform bzw. seiner Abzeichen erkennen. Geschrieben von: John-Henry Drabeck am 29.08.2008
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