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Operation Blitzsturm

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Shoot'em Up

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Irreführende Verpackungsangaben

Bei der Waffenauswahl macht der Titel keine Experimente: Mit Pistole, MP, Scharfschützengewehr, Karabiner oder Stiel-Granaten pflügt man sich zu recht guter Sound-Untermalung durch enge Zimmer, enge Treppen und enge Gassen. Gerät man dabei in feindlichen Beschuss, leuchtet der ganze Bildschirmausschnitt für mehrere Sekunden rot auf, was schnell an Reiz verliert. Angenehmerweise ersetzt dieses Regenerations-Interface aber einen echten Lebensbalken, was heißt: Entzieht man sich bei Beschuss für eine Weile dem feindlichen Feuer, kann man schnell wieder vollgestärkt nach vorne preschen.

Sterbeanimationen, abgetrennte Gliedmaßen oder gar Blut wird man in der deutschen Version vergeblich suchen, und das obwohl auf der Spielverpackung wortwörtlich von „blutigen Gefechten“ die Rede ist, und auch derartige Bilder abgedruckt sind. Da es aufgrund vieler abgeschlossener Türen und Texturen-Recycling tatsächlich möglich ist, sich in den Simpel-Levels zu verlaufen, ärgert einen die völlig unbrauchbare Minimap umso mehr: Diese gleicht eher moderner Kunst als einer wirklichen Orientierungshilfe.

Kurz, kürzer, Blitzsturm

Selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist Operation Blitzsturm zu einfach und zu kurz. Nicht länger als zwei Stunden dauert es, alle Obermotze – die optisch historischen Persönlichkeiten wie Herman Göring nachempfunden wurden – ins Nirwana zu schicken.  Klar wird das Spiel zum niedrigen Releasepreis von nur 19,95
Euro angeboten, aber sind das immer noch quasi 10 Euro pro Stunde Spielerlebnis, und damit in Zeiten, in denen man prestigeträchtige Alternativen wie „Far Cry“ schon hinterhergeschmissen bekommt, einfach zu viel. Da dem Spiel eine wirkliche Storyline geschweige echte Charaktere fehlen, können zwei Stunden einem auch arg lang vorkommen: Die einzige Motivation stellen die schlichten Textbriefings zu Beginn jedes Levelabschnitts dar, die immerhin von einem guten Sprecher vorgelesen werden.



Wem die Kampagnen-Areale zu wenig Action bieten, sollte lieber nicht auf einen der Multiplayer-Server einloggen. Diese sind rund um die Uhr wie ausgestorben. Offenbar lockt das Game mit den auf wenigen Maps angebotenen Spielmodi Deatchmatch, Team-Deathmatch, Domination und Capture the Flag bisher keinen Hund hinterm Ofen hervor. 
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