Vor fünf Jahren hätte man noch gelacht, wenn man sagte: „Square Enix unterstützt den europäischen Markt.“, denn es war schlichtweg gelogen. FFX hatte eine mitunter miserable PAL-Anpassung gehabt. Dicke schwarze Balken oben und unten auf dem Bildschirm, 17% langsamer als die US-Version – das tat weh. Doch diese Zeiten haben sich zum Glück geändert und mittlerweile erscheinen so ziemlich alle Spiele von Square Enix auch in Europa. Über die Perlen Valkyrie Profile 1: Lenneth (PSP) und Teil 2: Silmeria (PS2) haben wir schon ausführlich geschwärmt. Nun wird bald „Odin Sphere“ hierzulande über Ubisoft erscheinen. Eben jener französische Konzern ließ uns eine Preview-Version des Spiels ins Office flattern, damit wir uns das Spiel genauestens anschauen konnten. Die Geschichte ist typisch Square Enix – genial! Es gibt fünf verschiedene Handlungsstränge, die am Ende zu einem großen und grandiosen Ganzen werden. Fünf verschiedene Helden, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben und letztlich doch eng miteinander verbunden sind. Intrigen, Wendungen, böse Machenschaften, Krieg und die fälschliche Liebe zum eigenen Vater. Die Tochter des Königs Odin, dem erdgeborenen Gottkönig, will ihrem Vater (Odin) helfen, die ultimative Waffe zu erlangen, damit nur er allein die Herrschaft über die gesamte Welt erlangt. Erst im Nachhinein bemerkt sie, dass diese Machenschaften gar nicht so korrekt sind, wie sie erschienen. Zu nebulös waren sie ihr geschildert worden und zu puristisch verteidigt. Und da beginnt auch die erste Wendung, denn dann fängt die Prinzessin an für die richtige Seite zu kämpfen. Nichts für Anfänger, Casual Gamer oder den Mainstream Warum Odin Sphere nichts für die drei Gruppen ist, fragt ihr? Nun, das liegt zunächst am Zeichenstil des Spiels, denn die Grafiken und die wundervollen Layouts gefallen nicht zwangsläufig allen Spielern (Geschmäcker sind schließlich unterschiedlich). Dann wäre auch noch das Gameplay, welches zwar recht minimalistisch gehalten wurde, dennoch in dieser Form einzigartig erscheint. Zwar bietet Odin Sphere nicht die Gänze und Fülle eines Final Fantasy, aber dadurch, dass hier 3D suggeriert, in Wahrheit aber 2D geliefert wird, weiß das Spiel zu faszinieren. Das Spielfeld ist kreisförmig angelegt, das sieht man jedoch nur an der Anzeige unten rechts auf dem Bildschirm, die Welt sieht platt und eben aus. Das heißt allerdings wiederum, dass ihr den Abschnitt binnen Sekunden komplett umrunden könnt, um so einen taktischen Vorteil gegenüber einem Feind auszunutzen. Auf der Minimap sind zusätzlich einige gelbe Punkte eingraviert. Diese kennzeichnen einen Ausgang. Je nachdem welchen ihr wählt, gelangt ihr zu einem anderen Ort, welcher entweder einen Boss, normale Gegner oder den Basar beherbergt. Nicht allzu selten wird man sich also die Frage stellen, ob man nun alle Gebiete besuchen möchte, um ja nichts zu verpassen oder man geradewegs zum Endboss läuft, um die Story voran zu treiben. Ich sage es mal so: Manchmal ist die letzte Entscheidung die Beste, weil die Kämpfe mitunter bockschwer sind und man dadurch haufenweise Tränke bzw. Heimitems verliert, wenn man nicht aufpasst. Zwar kann man sich beim Basar neue Items kaufen, diese sind zumeist sehr teuer. Kommen wir doch mal zum Kampfsystem, denn hier wird ebenfalls ganz eigen gespielt. Ganz wichtig ist die „Stärke“-Anzeige, welche vergleichbar mit der Ausdauer ist, denn je mehr Schläge euer Held(in) austeilt, desto mehr sinkt die Stärke und wenn sie auf Null rutscht, folgt eine Ruhepause, in der der Spieler keinerlei Einfluss mehr auf den Charakter hat. Dann ist es besonders schlecht, wenn ein oder gar mehrere Gegner in der Nähe sind, denn die zögern sicherlich nicht, zuzuschlagen. Ist ein Gegner getötet, lässt er „Phosonen“ (Seelen) frei, welche mit R1 aufgesaugt werden können und zum Levelaufstieg der Psyphos dienen. Die Psyphos sind magische Angriffe, die im Laufe des Spiels erlernt werden und flächendeckend wirken. Oftmals wird euch solch ein Angriff retten, denn schon alleine der Standardangriff „Zyklon“ ist stark genug, um fünf bis sechs Feinde zu erfassen und mächtig Schaden anzurichten. Allerdings ist hier Vorsicht angesagt, denn diese Angriffe müssen mit Bedacht angewendet werden, weil sie viele EP schlucken, die nicht leicht zu füllen sind. Der ganz normale Kampf wird mit der Vierecktaste geführt, mit der ihr Kombos in endlicher Länge (vier am Anfang und hernach immer weiter ausbaubar, solange man selbst keinen Treffer einsteckt) vollführt werden können. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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