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Odin Sphere

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 13. März 2008
Plattform
Kategorie/Genre
 Rollenspiel

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Erfahrungspunkte gibt es keine, einen Level steigt man nur auf, wenn man bestimmte Dinge isst oder sammelt. Wer nach einem Kampf ein leckeres Brötchen oder eine Frucht isst, wird irgendwann einen Level aufsteigen, mehr HP sowie Stärke bekommen. Außerdem steigt der Psyphoslevel, wenn ganz viele Phosonen eingesammelt werden.

Keine Taktik? Kein Erfolg!

Die Kämpfe sind allersamt taktischer Natur, denn blindes „Hau drauf“ wird nicht funktionieren. Selbst die normalen Gegner verlangen von euch ein wenig Denkvermögen ab, weil sie sich flink bewegen und niemals alleine auf das Schlachtfeld ziehen. Manchmal unterstützt sie eine fliegende Fee, die Feuerbälle oder Eiskristalle auf euch feuert oder anderes Ungeziefer will euch zusätzlich an den Kragen. Damit sie nicht der sofortige Tod sind, könnt ihr beispielsweise Samen in die Erde einpflanzen, die wachsen, wenn ihr Gegner besiegt, da dieses Gewächs scharf auf Phosonen ist. Einmal gereift werfen sie Früchte ab, die euch wichtige Lebensenergie wiedergeben. Nebenbei seien noch die ganzen Rezepte zu erwähnen, welche gut für die Alchemie sind und ebenfalls des Öfteren lebensretten sind. Mit „Materie“ könnt ihr zum Beispiel „Zwiebli“ vermischen, wodurch Napalm entsteht – der Einsatz dessen ist wohl selbsterklärend.

Die Bosskämpfe sind ein kleines Highlight, denn hier muss besonders viel Wert auf Taktik gelegt werden, um nicht vorzeitig den Abschnitt neu zu starten. Zunächst sollte man ein lebensrettendes Item koppeln, damit man eine zweite Chance bekommt mit voll aufgefüllten Lebenspunkten. Danach checkt man die Lage ab und sieht an, welche Tricks der Feind so auf Lager und versucht immer von hinten anzugreifen (spätestens an dieser Stelle wird man die kreisförmige Struktur des Spiels lieben lernen), um so mehr Schaden anzurichten. Nach und nach sinken also die HP des Feindes, gelegentlich wird ein starker Magieangriff benutzt und gehofft, dass ein Schmetterling erscheint (liefert euch viele Phosonen), um den nächsten Magieangriff zu starten. Das war nur eine kleine Anleitung, um an Bosskämpfe heranzugehen, im Endeffekt benötigt es jedoch deutlich mehr Feinfeeling und Aufmerksamkeit sowie eine individuelle Herangehensweise.

Zauberhafte Inszenierung

Die Grafik des Spiels ist wie oben beschrieben einzigartig, weil alles liebevoll von Hand gezeichnet wurde und so harmonisch und wunderschön aussieht. Die Symbolik, welche den Charakteren eingepinselt worden ist, ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, aber wer sich ein wenig damit auskennt, wird noch vor dem ersten gesprochenen Wort wissen, wie diese Person drauf ist. Der Einfallsreichtum der Entwickler ist schon bei den Menschen überdeutlich, bei den Levels, Städten und vor allem aber bei den Monstern zeigen sie ihre Genialität am deutlichsten – traumhaft.

Apropos Traumhaft: Das ist auch die Musik des Spiels. Ganz ehrlich. Es kommt bei mir äußerst selten vor, dass ich schon im Hauptmenü eines Spiels stundenlang der Musik lauschen könnte, weil sie einfach nur bezaubernd ist. Dieses tolle Niveau wird wohl auch das gesamte Spiel gehalten werden, denn auch nach rund sechs Spielstunden, die ich mit der Preview-Fassung verbracht habe, gab es keinen einzigen Song, den ich als „nicht so gut wie die anderen“ bezeichnen würde – das ist eine perfekte Leistung, anders kann ich es nicht mehr sagen. Ein Schmankerl gibt es für Fans japanischer Synchronsprecher obendrein: Am Anfang hat man die Wahl zwischen einer englischen und japanischen Sprachausgabe, die Untertitel sind aber immer deutsch.

Ansonsten bleiben mir noch einige kleine Anmerkungen: Bevor das Spiel losgeht gibt es noch einige Dinge zu erledigen. Darunter fällt beispielsweise die Wahl zwischen einem 50 und/oder 60Hz-Modus (und das bei Square Enix!) sowie der Anpassung des Bildschirms. Was in unserer Preview-Version fehlte (Anpassung an HDTVs) ist nun zum Glück auch dabei, wodurch selbst HD-Zocker in den vollen Genuss des Spiels kommen werden.

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