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No More Heroes

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Erscheinungstermin
 bereits erschienen
Plattform
Kategorie/Genre
 Action-Adventure

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Habt ihr genug Geld angehäuft, gehts zum Geldautomaten, wo ihr die UAA bezahlt, damit diese den nächsten Rangkampf arrangiert. Eure Kontrahenten sind jedoch nicht so einfach zu erledigen und verteidigen sich mit einer kleinen Privatarmee, die es vor jedem Duell auszuschalten gilt. Die Bosskämpfe stellen das Kernstück des Spiels dar und sind, so wie das restliche Spiel, einzigartig. Ich möchte an dieser Stelle nicht allzu viel über die einzelnen Bosse verraten, doch ihr könnt euch auf wirklich abgefahrene Gegner freuen, die verschiedene Taktiken erfordern – versprochen!

Wii steuert sich Travis?

Zwischen den Duellen bewegt sich Travis mit seinem Motorrad durch die Stadt. Dieses steuert sich zwar relativ schwammig und die Kollisionsabfrage ist nicht gerade perfekt, doch nach einer kurzen Zeit gewöhnt man sich an das Handling des Bikes, sodass Unfälle zur Seltenheit werden. Seid ihr zu Fuß unterwegs, steuert ihr euren Helden mit dem Nunchuk und verstellt mit der Wiimote die Kameraansicht. Sobald ihr auf Gegner trefft, zieht ihr mit „A“ euer Katana und prügelt mit der selben Taste auf eure Gegner ein. Dabei ist es entscheidend, wie ihr eure Wiimote haltet. So könnt ihr euch zwischen hohen (Wiimote nach oben neigen) und tiefen (Wiimote nach unten neigen) Schlägen entscheiden. Mit B könnt ihr mit der Faust auf eure Gegner einschlagen, sodass diese betäubt sind und ihr Wrestling-Griffe einsetzen könnt, von denen ihr im Verlaufe des Spiels einige erlernt. Bei Würfen oder Todesstößen müsst ihr eure Wiimote oder gar beide Geräte in eine bestimmte Richtung schwingen, die durch einen bzw. zwei Pfeile angezeigt wird.

Klingt zwar sehr umfangreich, doch die Steuerung geht nach wenigen Spielminuten ins Blut über und funktioniert wunderbar. Mit „Z“ auf dem Nunchuk könnt ihr einzelne Gegner anvisieren, sodass ihr nicht ständig ins Leere schlagt. Kurz gesagt: Die Möglichkeiten der Wii-Steuerung werden voll und ganz ausgenutzt. Ihr schlagt, springt mit dem Motorrad, weicht aus, blockt Angriffe, bearbeitet eure Gegner mit Wrestling-Griffen, telefoniert über die Wiimote mit Sylvia... ja sogar über ein Minigame, bei dem ihr die Wiimote waagegecht haltet, auf kleine Raumschiffe ballert und ihren Geschossen ausweicht, dürft ihr euch freuen.

Der einzigartige Stil des Game-Designers Goichi Suda

Kommen wir zum wirklich ungewöhnlichen Grafikstil. Zwar sieht Santa Destroy sehr pixelig und detailarm aus und die Texturen sind nicht gerade hochauflösend, doch die Cel-Shading-Technologie verleiht dem Spiel einen unvergesslichen Look, der über jegliche Grafikmängel hinwegsehen lässt. No More Heroes will einfach nicht toll, sondern cool aussehen, und das tut es dank Cel-Shading sowie zahlreichen Retro-Effekten auch!

Ähnliches gilt für den Sound – hervorragend und kultverdächtig! Noch immer habe ich die eintönige Musik in den Ohren, die zwar alles andere als abwechslungsreich ist, aber dennoch süchtig macht. Die Soundeffekte passen sich dem restlichen Stil des Spiels an und passen wie die Faust aufs Auge. Zwar gibt es keine deutsche Sprachausgabe, dafür machen die englischen Sprecher einen sehr guten Job und verleihen jedem Charakter eine passende Stimme.

Wer wirklich alles entdecken möchte, muss Santa Destroy schon gehörig auf den Kopf stellen und nach versteckten Gimmicks wie T-Shirts oder Bällen suchen. Wer dann auch noch jeden Job und jede Attentätermission (K-Entertainment) mit der besten Wertung abschließen, die zahlreichen Ausrüstungsgegenstände kaufen und alle Sammelkarten finden möchte, wird etliche Stunden an die Wii gefesstelt und mit einem überraschenden Ende für das Nachspielen der soliden Story belohnt.

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