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Neves

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 Puzzle

Anfang 1 2 » Fazit

Obwohl sich der DS über mangelnde Puzzlespiele nicht beklagen kann, werden doch immer wieder neue Knobel-Konzepte für Nintendos Handheld umgesetzt. Mit Neves (wie auch immer man das ausspricht; also das ist zumindest weder Englisch, noch Latein) ist nun ein Spiel erschienen, dessen Prinzip viele von euch möglicherweise noch aus dem Kindergarten kennen: Wie beim japanischen Spiel Tangram müssen hier Plättchen unterschiedlicher Formen zu einer großen Form zusammengefügt werden. Volle Touchscreen-Unterstützung inklusive, versteht sich.

Der Untertitel „Überall versteckt sich ein Puzzle“ zeigt sich dabei als sehr treffend gewählt, schließlich müssen hier Formen zusammengefügt werden, welche von Scheren bis hin zu Raketen reichen. Solche Puzzles gibt es bei Neves über 500 Stück, wobei einige mit ein bisschen Übung innerhalb von Sekunden gelöst werden können, andere dann doch einmal etwas längere Bedenk- und Ausprobierzeit benötigen. Diesem Prinzip kann – nachdem ihr die Einführung, in der die Steuerung erklärt wird, absolviert habt - in vier Spielmodi gefrönt werden.

Euch stehen der „Silhouettes“-Modus, in welchem die Puzzle in aller Ruhe und mit beliebig viel herum Probiererei zu lösen sind, der „Zeitdruck“-Modus, in dem ihr maximal 3 Minuten benötigen dürft und für kürzere Zeiten entsprechende Medaillen bekommt, der „7 Schritte“-Modus, in welchem das Puzzle in sieben Zügen gelöst sein muss und ein Mehrspielermodus zur Verfügung, welcher über Download funktioniert, weshalb man für eine Partie zu zweit nur ein Spiel benötigt. Dass dies auch noch bei einem etwas günstigeren Titel (ca. 30 €) der Fall ist, ist sehr lobenswert. Auch der bereits beschriebene Umfang ist für diesen Preis sehr vorbildlich. Bei all den Modi gibt es Abwechslung pur und auch sehr viel zu tun, allerdings treten in jedem Modus immer wieder die gleichen Puzzles auf, es sind also in jedem Modus jeweils über 500 Aufgaben zu lösen.

Das perfekte Spiel für zwischendurch

Die Geometrie der Einzelteile, die zu der als Silhouette abgebildeten Form zusammenzufügen sind, bleibt jedoch in allen Levels gleich, neue Teile kommen leider keine hinzu, weshalb die Abwechslung nur durch die Modi und die Massen an Puzzles erzeugt wird. Dies funktioniert allerdings blendend, denn langweilig wird das Spiel seltsamererweise nie. Sehen die Screenshots – nicht zuletzt wegen der unspektakulären, jedoch zweckmäßigen Grafik, ein wenig mager aus, lässt einen das Spiel trotzdem nicht los, wenn man erst einmal selber die Schnipsel über den Bildschirm bewegt. Dies funktioniert im Wesentlichen tadellos, bei kleineren Teilen kann das Verschieben dieser sich allerdings schon mal

als etwas fummelig heraus stellen, was dadurch bedingt ist, dass ihr mehrere Optionen für das Handling der Fragmente habt: Ein Teil lässt sich (im Gegen- oder im Uhrzeigersinn) drehen, verschieben und spiegeln. Alles geschieht intuitiv und vollkommen einfach und schnell per Stylus.

All dies macht Neves zum perfekten DS-Puzzler für zwischendurch. Die kurzen Puzzlepartien lassen häufig ein Suchtgefühl aufkommen, welches den Spieler auch schon mal 30 bis 40 Puzzles am Stück lösen lässt; und das bei diesem simplen Spielprinzip. Faszinierend!

Technisch in Ordung

Grafisch bewegt man sich – wie bereits angedeutet – im Bereich des Zweckmäßigen, die Menüs sind allerdings hübsch und übersichtlich gestaltet, das Spiel wird angemessen präsentiert. Auch soundtechnisch gibt es qualitativ (Bewegungsgeräusche der Plättchen, Musik) nichts zu bemängeln. Mir gefiel allerdings die Hintergrundmusik stilistisch ganz und gar nicht, da hier ein wahnsinnig nervenaufreibendes Jazz-Gedudel zelebriert wird. Hätte man noch Blues genommen, so hätte dieser durchaus zur entspannenden Puzzle-Session gepasst. Das hier gebotene Tonleitern-Rauf-Und-Runter-Klimpern macht mich aber leider aggressiv, weshalb ich 90 % der Testzeit ohne Ton gespielt habe. Schade, hier war wohl ein Entwickler Jazz-Fan, anders kann ich mir das nicht erklären, denn passend ist etwas anderes. Ebenfalls schade ist, dass man keine eigenen Puzzles per Editor kreieren kann. Da die Teile doch sowieso „genormt“, also in jedem Puzzle gleich sind, hätte ein solcher Modus keinen allzu großen Programmieraufwand bedeutet. Aber bleiben wir mal auf dem Teppich: Hier bekommt ihr so oder so ordentlich Puzzlespaß fürs Geld, der SingleCard-Zweispieler-Modus macht das geschnürte Paket – wie gesagt - noch attraktiver.

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