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Need for Speed: ProStreet (PSP)

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Kategorie/Genre
 Rennspiel

Anfang 1 2 » Fazit
Mit Need for Speed: ProStreet versuchte Electronic Arts auf den Next-Gen-Konsolen mal wieder in eine neue Richtung einzuschlagen - mit mäßigem Erfolg. Zwar gibt es in der neuen Auflage viele neue Rennmodi und das Ganze wirkt etwas professioneller, als die Teile davor, jedoch fehlt die alte Klasse von Teilen wie Need for Speed: Hot Pursuit 2. Viele Neuerungen, die es in der Playstation 3 und Xbox 360-Fassung gab, fallen in der PlaystationPortable-Version allerdings weg. Was hat der Handheld-Ableger also so zu bieten?

Wo bleibt die Story? Ryan Cooper nicht mehr von der Partie?

Schon in den ersten Minuten wird man merken, dass man es hier nicht mit einer 1:1 Umsetzung zu tun hat. Viele Modi fehlen und auch andere Dinge, wie der Kommentator oder eine wenigstens einigermaßen integrierte Story fallen komplett weg. Während man in den Next-Gen-Fassungen sein Können beweisen musste, um am Ende gegen Ryan Cooper anzutreten, fährt man auf der PlaystationPortable einfach ein Rennen nach dem anderen, um Geld und Punkte einzuheimsen. Wie oben schon erwähnt, gibt es in Need for Speed: ProStreet auf der PSP keinen Kommentator, der euch mit seinen lustigen, aber auch teilweise nervigen Sprüchen unterhaltet. Der Entertainment-Faktor ist also dank des fehlenden Kommentators und der nicht vorhandenen Story ziemlich mau.

Zur Enttäuschung aller Spieler fallen die Viertel- und Halbmeilenrennen komplett weg. Doch auch viele andere Modi, wie die Drag- oder Driftrennen, haben nicht den Weg in die PSP-Fassung gefunden, was den Umfang des Spiels natürlich enorm schmälert. Zumindest hat sich EA die Mühe gemacht und das Schadensmodell in das Spiel integriert, was zur Folge hat, dass ihr auch auf Sonys Handheldkonsole nicht gegen jede Bande knallen könnt, wie ihr möchtet. Nach Ende des Rennens werdet ihr dann euer Preisgeld erhalten, von dem allerdings sonstige Kosten, wie zum Beispiel Schäden am Auto, abgezogen werden.

Während ihr in den letzten Teilen immer die Möglichkeit hattet, euch frei in einer Stadt mit anderen Fahrern zu messen, müsst ihr nun wieder einem vorgegebenen Plan folgen, der sich eigentlich von selbst in der Karriere-Karte erklärt. Ihr müsst Renntage gewinnen, um Punkte und Geld zu sammeln, um letztendlich in der Karriere weiter vorwärts zu kommen. Sonderlich schwer ist dies nicht, da die KI der Mitfahrer nach wie vor einfach zu schwach ist und es keine Möglichkeit gibt, diese zu verändern. Die einzige Möglichkeit, die man hat, ist, dass man die Rennen komplett ohne Hilfe fährt – also keine Bremsweghilfen oder ähnliches.

Schwierigkeit bestimmt über Preisgeld und Punktegewinn

In der PSP-Fassung von Need for Speed: ProStreet ist die Fahrhilfe ein wichtiges Gameplayelement, es entscheidet nämlich darüber, wie hoch euer Preisgeld und wie viel Punkte ihr einheimsen dürft. Fahrt ihr mit der vollen Fahrhilfe kriegt ihr beispielsweise bloß ein Preisgeld von 1000$. Danach steigt das ganze kontinuierlich an. Als Adrenalin-Junkie erhaltet ihr dann schon 2000$ und fahrt ihr komplett ohne Fahrhilfe sackt ihr sogar 3000$ ein, mit denen ihr euch neue Wagen, Tuning- oder Karosserieteile kaufen könnt.

Die Präsentation von Need for Speed ProStreet ist durchweg gelungen und schön anzusehen, jedoch muss man erwähnen, dass das Gesamtbild der PSP-Fassung so wirkt, als wäre jemand mit dem Weichzeichner über den kompletten Bildschirmverlauf gegangen, was den Eindruck erweckt, als wenn das Bild etwas unscharf wirkt. An sich sind die Strecken abwechslungsreich und durchaus schön gestaltet. Wer wie früher einfach bloß durch die Straßen heizen möchte, der wird sich im neuen Teil der Serie ganz schön umstellen müssen, denn es gibt zwar noch genügend gerade Rennabschnitte, aber die Kurven überwiegen in der Häufigkeit, was ein gutes Bremstiming voraussetzt, wenn man gewinnen möchte. Ebenso sollte man es unterlassen, Banden als Abpraller zu nutzen, um Kurven noch zu erwischen oder wieder gerade aus einer herauszukommen, denn das neue Schadensmodell wird euch solche Manöver nicht durchgehen lassen. Zudem verhindert ein Schaden am Auto, dass ihr die komplette Kontrolle über den Wagen beherbergt und euer Wagen somit teilweise rechts oder links ausschwenkt und ihr andauernd am korrigieren seid.

Der Multiplayer ist eine willkommene Abwechslung zum Singleplayer. Allerdings hat der Mehrspieler, wie die anderen Need for Speed-Teile zuvor auch schon, das Problem, dass es bei einer steigenden Teilnehmeranzahl häufig zu Laggs oder Verbindungsabbrüchen kommt, was den Spielspaß natürlich enorm drückt.

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