Den Asphalt spüren, die Drehzahl bis ins Unermessliche nach oben jagen, die Geschwindigkeit des Gefährts mit NOS erhöhen, all dies geschieht bei einem Rennen innerhalb weniger Sekunden und lässt einen alles um sich herum vergessen. Doch kann ein Videospiel solch eine Atmosphäre wirklich vermitteln? Need for Speed war eine Zeit lang mit Sicherheit kurz davor die beste Rennspielserie aller Zeiten zu werden, doch dann ging Electronic Arts eine Richtung, die dem Spiel nicht gut tat und dem Spieler-Publikum nicht gefiel. Illegale Straßenrennen im Untergrund, Tuningmöglichkeiten ohne Ende und Bezirkskämpfe – doch wo sind die guten alten Viertelmeilenrennen geblieben, in denen man für wenige Sekunden alles vergessen konnte? In Need for Speed ProStreet sind diese und einige andere Rennmodi wieder da und zudem wird man mit dem neuen Teil in die professionelle Rennszene eingeführt. Ist das alte Need for Speed-Feeling zurück oder trauern Fans immer noch alten Teilen wie Hot Pursuit 2 hinterher?
Name: Ryan Cooper; Ziel: Street King Wie könnte es nicht anders sein, hat man auch im neusten Ableger der Need for Speed-Reihe nur ein Ziel: Den Besten der Besten zu schlagen und sich selbst ein Denkmal zu setzen. Dieses Mal heißt euer Rivale Ryo, dem durchaus bewusst ist, dass ihr ein starker und konkurrenzfähiger Fahrer seid, jedoch will er mit seiner Coolness seine Unsicherheit und Angst überspielen. Sind wir mal ehrlich, der amtierende Street King ist eine Pfeife und sehnt sich danach abgelöst zu werden. Doch der Weg ist lang und steinig, über die Battle Machines müsst ihr euch für neue Events qualifizieren und selbst wenn ihr dann stark genug seid, um gegen die Top 5 einzutreten, stehen euch noch vier andere Fahrer im Weg, bevor es zum finalen Showdown kommt. Als Neuling beginnt ihr erst einmal damit, ein paar Events zu gewinnen und euch einen Namen zu machen. Von den Kommentatoren von ProStreet werdet ihr tatkräftig unterstützt, denn sie glauben an euch und kommentieren jeden Sieg von Ryan Cooper als wüssten sie, dass hier der neue Champ über die Rennstrecke fährt. Einen Kommentator in ein Rennspiel einzubauen ist sicherlich eine geniale Idee und verpasst dem Spielgeschehen einen gewissen Charme, sowohl außerhalb, als auch auf dem Asphalt. Doch wie allseits bekannt, haben Kommentatoren meistens das Problem, dass sie sich nach einiger Zeit wiederholen, was auch in diesem Fall nicht anders ist. Auch wenn die standardmäßigen Kommentare einem nach einiger Zeit bekannt sind, kommen Event für Event immer wieder neue Gesprächsthemen auf, die der Kommentator erläutert oder mit anderen Fahrern – wie zum Beispiel Ryo – ausdiskutiert, weswegen der Entertainment-Faktor in Need for Speed ProStreet immer recht hoch gehalten ist. Ansonsten überzeugt der Sound mit gewohnter Qualität und einer rockigen so wie freakigen Songliste. Die Motoren- und Bremsgeräusche klingen authentisch und vermitteln ein realistisches Erlebnis auf der Strecke. Wem der Motor allerdings zu laut dröhnt, der hat die Möglichkeit unter den Optionen die Lautstärke herunterzudrehen. Die Fahrphysik im Spiel hat sich durchaus verändert und zwar zum Guten. Man nehme als Beispiel einen Mazda RX8 in einem Halbmeilenrennen. Schon beim Warmfahren der Reifen – dazu später noch mehr – merkt man, dass das Auto so viel Power unter der Haube hat, dass es kaum auf der Startposition stehen bleiben kann. Und so ist es auch auf der Strecke. Kaum ist man gestartet, muss man wirklich schnelle Reflexe haben, um die ersten drei Gänge optimal zu schalten und dann auch noch rechtzeitig sein NOS einzusetzen, welches den Wagen noch mal ins Schleudern bringen kann, wenn es sich in keiner geraden Position befindet. Also, viel Power bedeutet zwar schnellere Zeiten aber auch mehr Verantwortung für die Kontrolle des Wagens. Die Fahrzeuge, die ihr alle besitzt, könnt ihr übrigens nur in den Klassen einsetzen, in denen ihr sie auch eingegliedert habt. Diese gliedern sich in Drift, Drag, Grip, Zeitfahren und noch einige andere Modi ein. Habt ihr zum Beispiel den Mazda RX8 dem Drag-Modus zugewiesen, könnt ihr auch nur Meilenrennen mit dem Wagen fahren, also sei vorher wohl überlegt, wie man sich in den nächsten Renntag begeben möchte. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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