NBA Street war auf der PlayStation2 eine der erfolgreichsten Sportserien. Es bot zwar nicht den Simulationsaspekt eines NBA Live, es konnte aber durch seine überdrehten Moves und witzigen Gameplayeinlagen trotzdem den ein oder anderen Basketball-Fan begeistern. Nun wagt EA den Sprung auf die neue SONY Konsole. Ob der Generationswechsel gelungen ist und mit was für welchen Neuerungen es daherkommt, verrät unser Test !
Da bin ich daheim…
Wie der Untertitel Homecourt schon verrät, dreht sich beim neusten Spross aus dem Hause EAbig alles um die Homecourts der NBA Stars, auf denen sie Basketball spielen lernten. Diese Courts wurden von EA fast 1:1 nachgebildet und sehen größtenteils sehr schön aus. Was hier am meisten stört ist, dass die Grafik gerade neben dem Platz tirisch am flimmern ist, zumindest auf Röhren TV’s. Aber zum Glück habt Ihr gar nicht so viel Zeit das geflimmer abseits des Courts zu bestaunen, denn die eigentliche Action findet auf dem Platz statt. Und dort geht es ordentlich zur Sache. 3vs.3 heißt es hier. Meistens geht es darum, zuerst 21 Punkte zu haben. Natürlich dürft Ihr auch eigene Spiele frei konfigurieren. Aber kommen wir erstmal zum Hauptmodus des Spieles. Den Every legend has a beginning…, und somit startet auch Ihr mit eurem selbst gebasteltem Charakter bei Null. Leider fällt der Charakter Editor nicht so umfangreich aus wie früher. Nachdem Ihr euch für einen Charakter und 2 NBA Profis entschieden habt, wird ein wilder Gesichtsmix dieser drei entworfen. Danach dürft Ihr nur noch die Gesichtszüge etwas anpassen. Einen Editor für Haare, Kleidung, oder ähnliches bietet der neuste Titel leider nicht. Habt Ihr dies erledigt, müsst Ihr euch noch für eine Position entscheiden, auf der Ihr spielen wollt. Guard, Center und Forward stehen zur Auswahl. Die beiden nicht gewählten Positionen müsst Ihr durch zwei sorgfältig gewählte Teamkameraden besetzen. Hier gilt zu beachten, dass Ihr nicht etwa einen 1,70m Mann als Center verpflichtet, denn durch den stetig ansteigenden Schwierigkeitsgrad kann dies zumindest später im Spiel zu eurem Nachteil werden. Genau so sollte ein Forward am besten sehr schnell sein, um eventuell einen Konter schnell zum Abschluss bringen zu können. Durch gewonnene Spiele gewinnt Ihr Respekt bei den anderen Teams. Gleichzeitig steigt Ihr auch immer weiter in der Tabelle nach oben, wo durch Ihr diverse Shirts, Schuhe, neue Spieler sowie auch Basketball Plätze freispielt. Habt Ihr ein Spiel beendet bekommt Ihr eine Auflistung eurer Statistikpunkte. Je nachdem wie oft Ihr gedribbelt, gepasst oder auch gedunkt habt, umso schneller erhöhen sich die entsprechenden Punkte automatisch. Dies geschieht in fünf Schritten. Dies verhindert, dass eure Dunk Statistik bei 82 ist während eure Passleiste lediglich 8 Punkte aufweißt. Habt Ihr alle 5 Stufen durchreitet, dürft Ihr einen Freak Skill auf eine Fähigkeit festlegen. Damit erhöht sich die entsprechende Fähigkeit auf 100, was ansonsten nicht möglich wäre.
…da will ich hin !
Da Ihr anfangs nur wenig Respektpunkte habt interessieren sich die NBA Stars erstmal gar nicht für euer Team. Wie schon erwähnt ändert sich dies im späteren Spielverlauf aber. Habt Ihr es mal geschafft den ein oder anderen Spieler in euer Team zu holen, wollen die Stars auch wie Stars behandelt werden. Dies soll heißen, spielt Ihr immer mit dem ein und dem selben Star, beginnen die anderen sich zu beschweren, Stars eben. Übertreibt Ihr dies müsst Ihr sogar eventuell einen Star feuern, um wieder Frieden im Team herzustellen. Dies ist ärgerlich und muss ja auch nicht unbedingt sein. Die Spiele während eurer Karriere beinhalten immer wieder verschiedene Aufgaben. Mal gewinnt Ihr wenn Ihr als erstes 21 Punkte habt. Mal müsst Ihr mit drei Körben führen oder ein anderes mal zählen nur Dunks. Gerade die Dunks bilden das Sahnehäubchen im Gameplay. Hier geht richtig der Punk ab. Egal ob 2-3fach Salto oder auch ein hoher Pass in die Luft aus der euer Teamkollege den Ball dann so richtig in den Korb hämmert, fast alles bekommt man zu sehen. Neu ist der Doppeldunk. Rennt Ihr auf einen Korb zu und drückt und haltet dabei die Kreistaste, füllt sich ein Balken. Ist dieser voll geladen dunkt euer Spieler den Ball in den Korb um Ihn z.B. dan gleich wieder mit den Füßen zu fangen um ihn erneut einzudunken. Dadurch erhaltet Ihr dann auch 2 anstatt 1 Punkt. Neben den Ergebnispunkten könnt Ihr natürlich auch wieder die Gamebrakerpunkte sammeln. Habt Ihr den Balken komplett durch spektakuläre Aktionen gefüllt, heißt es nur noch – Aktivieren. Ist dies geschehen könnt Ihr durch weiteres Dribbeln noch weitere Punkte erspielen, die beim erfolgreichen Abschluss eurem Punktekonto gutgeschrieben werden. So könnt Ihr locker 4-6 Punkte mit einem Angriff einheimsen. Verliert Ihr allerdings den Ball während euer Gamebreaker aktiviert ist, kann dies der Gegner auch, das besonders schlimme daran, falls er abschließt, bekommt Ihr die von ihm erspielten Punkte von eurem Konto abgezogen.
Grafisch macht der Titel, bis auf das am Anfang erwähnte Kantenflimmern, einiges her. Die Charaktermodelle sehen echt schick aus und auch die Animationen können überzeugen. Vom Sound her bekommt Ihr größtenteils Hip Hop zu hören, was nicht jedermanns Geschmack sein dürfte.
Leider ist das komplette Spiel in englischer Sprache, noch nicht mal Untertitel haben uns die Herren und Damen aus dem Hause EA nicht spendiert. Dies ist in Zeiten von Blu-Ray Datenträgern und diversen Ländervertretungen des Publishers leider sehr traurig, denn es ist leider nicht jeder der englischen Sprache mächtig. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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