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Naruto: Uzumaki Chronicles

Hersteller
Vertrieb
 Atari
Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
Kategorie/Genre
 Action-Adventure

Anfang 1 2 » Fazit
Die Manga- und Anime-Fangemeinde in Deutschland wächst und wächst. Kein Wunder, dass damit auch die Nachfrage an Videospielen zu den japanischen Kultcomics steigt.
Einer der beliebtesten Animehelden im deutschen TV ist derzeit Naruto Uzumaki (oder Uzumaki Naruto, wie eingefleischte Fans wohl eher sagen würden), ein
Ninja-Junge, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Hokage, der stärkste und angesehenste Ninja in seinem Land zu werden. Doch der Weg zu diesem Titel ist lang und steinig, zumal Naruto kein gewöhnlicher Junge ist...

... Nein, ein gewöhnlicher Junge ist Naruto keinesfalls, wurde doch kurz nach seiner Geburt eine Bestie von enormer Macht in seinem Körper versiegelt. Diese Kreatur ist der „Kyubi“, oder auch der Neunschwänzige Fuchs, auf dessen enorme Kraft Naruto in Notfällen zurückgreifen kann.

Die Steuerung


In der Mangareihe beginnen damit einige wichtige Handlungsstränge. Im getesteten Spiel jedoch wird auf diesen, für das Verständnis wichtigen Aspekt leider nicht hingewiesen. Das Spiel beginnt mitten in Narutos Training, welches auf Wunsch hin zum Anfängertutorial wird. In diesem Tutorial wird schnell erklärt, wie man den Helden bewegen und vor allem, wie man richtig mit ihm kämpfen kann. Die Steuerung an sich ist recht simpel. Mit dem Quadrat wird geschlagen, das Dreieck ist für die Kicks zuständig, zuvor ausgewählte Waffen können mit dem Kreis geworfen werden und mit X wird gesprungen.
Das ist wirklich einfach und leicht zu merken. Als nächstes lernt man, wie man mit ebenso simplen Kombinationen tolle Combo-Angriffe startet. Für den taktischen Clue jedoch haben Naruto und seine Freunde Spezialfähigkeiten, die sogenannten „Nin-Jutsus“, die mit Hilfe von Chakra, einer besonderen Form der Energie, ausgeführt werden. So kann Naruto zum Beispiel Schattendoppelgänger erschaffen, die ihm situationsabhängig als Schild oder als Mitkämpfer dienen können oder seine Gegner mit einem Powerschlag angreifen, der es wirklich in sich hat. Das Ganze hat natürlich auch einen Haken. Bevor man es nutzen kann, muss Chakra erst aufgebaut werden. Und dazu benötigt man „Kondition“, die direkt unter der Energieanzeige zu finden ist. Ist es mit der Kondition zuende, kann man auch keine Nin-Jutsus mehr ausführen. Das ist gerade bei Naruto sehr schade, hat dieser doch noch ein spezielles Jutsu, welches das Spielgeschehen mit einigem Witz auflockert: Mit der kurzzeitigen Verwandlung in ein Bikinimodel haut er jeden männlichen Gegner um und macht diese ebenso für kurze Zeit handlungsunfähig. Noch witziger ist aber, dass auch seine Schattendoppelgänger diese Verwandlung mitmachen, was ganze Heerscharen an Gegner von den Socken haut.

Narutos Geheimnis


Natürlich kann Naruto auch die zuvor angesprochene Power des Neunschwänzigen Fuchses für sich nutzen und einen Super-Angriff starten, sofern dazu die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind. Damit schafft man es meist, sich aus den brenzligsten Situationen zu retten. Und wenn’s mal gar nicht mehr geht, kann man sich mit Medizin selbst heilen oder in manchen Fällen auch auf einen Teamkameraden zurückgreifen, denn einige von Narutos Freunden aus der Serie sind auch hier vertreten und steuerbar.

Auf dem Weg zum Hokage muss man sich verbessern


Narutos Fähigkeiten lassen sich selbstverständlich noch verbessern. Dazu gibt es die sogenannten Skill-Felder und die zugehörigen Skill-Chips. Für besiegte Gegner oder erfolgreich bestandene Missionen bekommt man Tugend-Kugeln, die man gegen Skill-Chips eintauschen kann. Diese Skill-Chips sind mit einer bestimmten Fähigkeit oder Verbesserung ausgestattet. Platziert man einen Chip nun auf dem genutzten Skill-Feld, so ist auch der Charakter mit dieser Verbesserung ausgestattet. Leider passen oft nur wenige Chips in ein Feld, wodurch man taktisch abwägen muss, bei welchem Gegner was gebraucht wird. Dieses Feature macht das Spiel ziemlich interessant, denn oft gehen Kämpfe nur knapp aus wodurch der entscheidende Vorteil dann durch die richtige Wahl der Skills geschaffen wird.

Nun aber zum eigentlichen Spielgeschehen


Man beginnt das Spiel in Narutos Heimatdorf Konohagakure. Dort hat man die Möglichkeiten, vom amtierenden Hokage Missionen entgegen zu nehmen, das Spiel zu speichern oder das Dorf zu verlassen. Später folgen dort aber noch weitere Menüpunkte, wie zum Beispiel ein Shop, in dem man Waren tauschen kann oder der Team-Bildschirm, in dem man Kameraden auf Missionen mitnehmen kann. Die Missionen des Hokage gestalten sich immer ähnlich. Wie auch immer es verpackt ist, man hat die Aufgabe zu bestimmten Konditionen von A nach B zu gehen und unterwegs alle Feinde zu besiegen. Schafft man das, wird man belohnt, andernfalls bekommt man nichts. Sehr schade ist hierbei, dass die sehr Umfangreiche Story der Mangas hier kaum einbezogen wird. Außerdem hat man nur äußerst selten die Möglichkeit, sich frei zu bewegen. Das geht meist nur bei Kämpfen. Das Dorf Konoha oder die umliegenden Städte kann man nicht erkunden und auch der Weg von Dorf zu Dorf wird nur über eine Karte verfolgt. So kann man „Naruto:Uzumaki Chronicles“ wohl am ehesten als Beat `em Up mit einigen Action-Adventure-Einflüssen bezeichnen. Die Zwischensequenzen, die Missionen erklären oder für das kleine Bisschen an Story nötig sind, sind meist recht unterhaltsam. Hierbei weicht die deutsche Übersetzung jedoch oft stark vom englischen ab, was aber nicht weiter schlimm ist, da dies dem Spiel zu mehr Lachern oder zumindest einem größeren Schmunzelfaktor verhilft.

Von einer grafischen Augenweide kann jedoch leider auch nicht die Rede sein. Oft sind Texturen verschwommen oder schwammig. Die grafischen Möglichkeiten der PS2 werden hier leider nicht völlig genutzt. Dafür gibt es aber sehr häufige Ladepausen, die in ihrer enormen Anzahl wirklich nervend werden. Die Musik ist nicht weiter störend, aber auch nicht absolut stimmig. Irgendwie plätschert das ganze so nebenher, hat aber keinen großen Effekt. Schade.
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