Kaum ein Quartal vergeht ohne mindestens ein Naruto-Spiel. Die Nachfrage ist vorhanden, deshalb wird am laufenden Band entwickelt. Nun richtet sich Naruto mit Clash of Ninja Revolution auch in der Wii häuslich ein. Keines der zuvor von uns getesteten Spiele konnte so wirklich überzeugen, aber vielleicht wird mit dem Wii-Einstand ja alles anders?
...Das wäre zumindest wünschenswert, denn die Fließbandentwicklung der Spiele um Naruto & Co. wurde schon häufig von uns kritisiert. Das neue Clash of Ninja reiht sich hinter die beiden Vorgänger für den GCN ein – und das merkt man deutlich. Wenn man sich bei Naruto grafisch damit abfinden muss, dass wir wohl nie vom Cell-Shading-Look weg kommen werden, müssen sich die Macher auch leider damit abfinden, dass die Wertungen mit der Zeit immer weiter in den Keller wandern. Zeichentrick-Stil ist sicherlich mal ganz witzig und entfremdet die Narutowelt nicht, doch lassen sich auch in die Richtung neue Ideen und Verbesserungen einbringen, um nicht gänzlich hinter der Zeit herzuhinken oder der Animevorlage näher zu kommen. Bislang ist es eben einfach nicht gelungen, den Flair der Animeserie mit der Grafik an die Fans zu bringen – ein wenig mehr Mut oder vielleicht auch der Wille, etwas für Fans zu erschaffen, statt des Geldes und der Absatzzahlen wegen, wäre sicherlich auch schön und wünschenswert. Vielleicht müssen wir da noch etwas warten, das PS3-Project verspricht zumindest schon einmal etwas mehr. Vielseitigkeit ohne großen Umfang Auch vom Aufbau her bietet das Beat ’em Up wenig Neues. Die Spielmodi sind so ausgelutscht, wie die Orangenscheibe meines gestrigen Cocktails. Neben dem, was ein Beat ’em Up eben so ausmacht, also das Training, die Arcade- und VS-Kämpfe, werden noch ein Storymodus und drei Minispiele mitgeliefert. Der Storymodus besteht lächerlicher Weise zum Großteil aus Scrolltexten und Standbildern, die dann von Kämpfen untermalt, welche unter verschiedenen Konditionen bestritten werden müssen. Das anfängliche Tutorial dabei ist nötig, denn die Steuerung ist zumindest hinsichtlich der Wahl der Eingabegerätschaften außerordentlich umfangreich. Ob nun mit der Wiimote allein oder gekoppelt mit dem Nunchuk, ob mit dem Classic oder dem GCN-Controller, alles ist möglich. Auf die endgültige Controllerwahl wird im Tutorial aber leider keine große Rücksicht genommen, dort wird hauptsächlich auf die Altgeneration von Controllern eingegangen. Zudem sind Erklärungen für Neulinge in der Clash of Ninja-Reihe oft überhaupt nicht aussagekräftig und verständlich. Wie dem auch sei, mit der Classic- oder GCN-Controller-Variante ist es sicherlich am einfachsten, aber auch die bewegungssensitive Steuerungsmethode bringt Spaß. Und da im Grunde sogar mehr, als ohne Körpereinsatz, immerhin wird ja auch auf der Mattscheibe viel getan. Simples Fuchteln geschieht für leichte Schläge, die Kombination mit Knöpfen oder dem Controlstick ergibt Spezialattacken. Das ist einfach und bleibt trotz Vielfältigkeit und einer Menge an Bildschirmaction meist übersichtlich. Toll ist, dass sich die Charaktere jetzt auch hinter Kisten o.Ä. in den übrigens mehrgliedrigen Arenen verstecken und Schutz suchen können. Mehrgliedrig meint hier, dass es möglich ist, seinen Gegner auch über die ursprünglichen Arenagrenzen hinaus zu schleudern und den Kampf ein wenig fortgelagert weiterzuführen. Die vorhin noch angesprochenen Minispiele sind einfach Geschicklichkeitstrainings und zählen wohl mehr als Beilage, wie eben der Salat zum Steak, als dass man groß von einem „Spielmodus“ sprechen könnte. Wie so oft schon ist auch der Sound insgesamt nichts Besonderes. Noch immer dürfen wir uns nur mit der Englischsprachigen Synch. begnügen, ansonsten ist der Sound der einfache Naruto-Standard. Zu guter Letzt noch das spannendste am Ganzen: Der Preis. Dieser liegt bei etwa 50 Euro und steht damit in keiner Relation zum gelieferten Endprodukt. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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