Präsentation: Pfui!, Umfang: Hui! So nun aber zum vorhin schon ansatzweise gelobten Umfang, der sich wirklich sehen lassen kann. Das wohl interessanteste und überraschenste Feature in MX vs. ATV Untamed sind die Tuning-Möglichkeiten. Ein Vergleich mit Titeln wie Need for Speed, Juiced 2: Hot Import Nights oder anderen Undergroundtiteln darf man hier natürlich nicht ziehen, dennoch kann sich das vorhandene Repertoire durchaus sehen lassen. Wer mehr auf Techniktuning aus ist, der wird aber auch hier leider keine Freude am Spiel finden. Zwar könnt ihr an eurem Fahrzeug von Motor, Bremsen, Federn, Auspuff, Fahrwerk, Geschwindigkeit und Beschleunigung alles einkaufen und einstellen wie ihr möchtet, doch einen großen Unterschied werdet ihr nicht merken. Eigentlich merkt ihr gar keinen Unterschied, euer Fahrzeug liegt und fährt auf der Straße bzw. auf dem Asphalt genau wie vor dem Tuning. Fans der Optik haben da schon mehr Grund zum Jubeln, denn ihr könnt sowohl euer Gefährt, als auch euren Fahrer farblich gestalten wie ihr möchtet und zwar von oben bis unten. Somit macht ihr auf der Strecke immer eine Figur – zumindest eurer Geschmacksrichtung nach. Die Modi, die THQ sich so einfallen lassen hat, wirken am Anfang recht umfangreich, werden aber auf Dauer dann doch auch irgendwo monoton. Mit den acht Rennserien National, SuperCross, SuperMoto, OpenCross, Freestyle, Minimoto, Wegpunkt-Rennen und Enduro-Cross könnt ihr euch allerdings schon für einige Zeit ordentlich austoben. Leider hat man bei Motorcrossspielen immer das Problem, das man die Strecken alle recht schnell durch hat und sich dann nach etwas Neuem sehnt. Besonders bei den Event Series werdet ihr absolut monoton unterhalten und werdet häufig mehrere Runden auf den selben Strecken drehen müssen, während andere Events dann doch mehr Abwechslung bieten, indem ihr einmal einfach erster werdet, dann wieder mit Tricks punkten oder in einem Turnier die meisten Punkte mit guten Platzierungen einheimsen müsst. Der neue Karrieremodus, auch X-Cross Tournament genannt, bietet hingegen nichts Neues, außer das alle Rennmodi, die ich oben bereits aufgezählt habe durcheinander auf euch zukommen werden. Sound mit einigen Mängeln Auch der Sound hat, neben der Grafik, so seine Schwierigkeiten. Wer von uns hat nicht schon einmal ein Motorcrossrennen gesehen? Selbst wenn einen das ganze Rennen oder die Platzierung gar nicht interessiert hat, war der Sound beim Start der Maschinen immer spektakulär. Besonders bei den Schanzensprüngen und bei den Trickevents hätte ich mir hier gerne einen ordentlich Geräuschpegel gewünscht, der einen umhaut. Leider wurde daraus nichts, die Fahrzeuge klingen langweiliger als langweilig und versprühen kein bisschen Action. Ebenso ist negativ anzumerken, dass das komplette Spiel auf Englisch ist. Wer also der englischen Sprache nicht mächtig ist, wird sich in manchen Teilen des Spiels doch schwer zurechtfinden.Der Multiplayerpart hingegen kann sich mit seinen wenigen aber witzigen Modi absolut etablieren. Da wären zum einen die Sektorbestzeiten, ein Graffiti-Wettbewerb, in dem ihr verrückte Stunts hinlegen müsst und ein Spiel in dem ihr einem Gegenspieler den Ball abfangen müsst. Eine ganz gute Entschädigung dafür, dass man keine kompletten Meisterschaften ausfahren kann. An sich hat MX vs. ATV Untamed online noch einen großen Vorteil. Gute Verbindungsmöglichkeiten, stabile Pings, ebenso stabile Framerate und es laggt nur ganz selten in Extremsituationen. Online ist der Titel also durchaus ansehnlich. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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