Mit MotorStorm hatte die Playstation 3 zum Release wohl den besten Offroad-Renntitel in Petto, den es je auf dem Konsolenmarkt gab. Klasse Grafik, super Fahrengine und der Onlinemodus hatte Potenzial, um die Leute vor die Bildschirme zu fesseln. Nun, genau ein Jahr später, versucht sich THQ mit MX vs. ATV: Untamed an einem neuen Offroad-Titel. Warum der Titel dem Exklusivtitel MotorStorm technisch gesehen doch weit hinterher hinkt erfahrt ihr in diesem Testbericht!
Staub und Sand Was machte den Titel MotorStorm eigentlich zu einem richtigen Releasekracher? Richtig, klasse Texturen, matschige Rennschlachten und flüssige Animationen. Von MX vs. ATV Untamed kann man da leider nicht allzu viel erwarten, denn der Offroad-Titel würde sich technisch gesehen von MotorStorm noch ordentlich einstauben lassen. Die Texturen sind teilweise matschig und detailarm, ebenso gibt es Pop-Ups am Bildschirmrand wohin das Auge reicht. An sich hätte man hier einfach mehr Leben in die Bude bringen müssen, bedeutet: Mehr Details, flüssigere Animationen und schon wäre das ganze auf einem guten Niveau gestanden. Auch wenn die Xbox 360-Fassung von MX vs. ATV Untamed sich nicht gerade mit Ruhm bekleckern kann, sieht diese dennoch deutlich besser aus als die Playstation 3-Fassung, allerdings auch bloß, wenn man sich um die Details der Texturen streitet. Doch nicht nur wenn es um Partikelfilter geht, hat der weiße Kasten von Microsoft die Nase ganz weit vorne. Während die PS3-Fassung des Spiels bloß mit einer Auflösung von 720p über heimische HDTVs flimmern kann, dürfen sich Xbox 360 User über 1080p freuen, was auch die Mängel an den Texturen erklären dürfte, jedoch sollte sich Sony, die mit dem HDMI-Eingang den ersten Schritt in die Full-HD-Optik gemacht haben, nicht lumpen lassen und dem Konkurrenten – zumindest in diesem Bereich – doch eigentlich voraus sein. Neben den ganzen Schwächen hat der Titel allerdings auch noch eine gute Seite: die Engine läuft stabil und die Framerate ist ordentlich hoch, somit stehen flüssigen Rennen nichts im Weg. Strafzeit: 5 Sekunden? Nicht schon wieder … Während sich die Präsentation für einen Next-Gen-Titel der fortgeschrittenen Zeit wirklich im Schatten rühmen muss, hauen die Rainbow Studios vom Umfang her einen richtig vom Hocker. Doch bevor wir zu diesem Pluspunkt kommen, greifen wir erst einmal die Steuerung von MX vs. ATV Untamed auf. An sich ist diese ebenso klasse wie der Umfang, die Fahrzeuge liegen schön in den Kurven, Schanzensprünge gestalten sich nicht allzu leicht, da das Vehikel im richtigen Winkel aufkommen muss, um optimal weiterfahren zu können und auch das Geschwindigkeitsgefühl ist an manchen Stellen des Spiels wahnsinnig gut. Im Gegensatz zur PS3 darf auf der Xbox 360 ordentlich gerüttelt werden, denn hier greift der Rumble so richtig ein, was bei einem Motocrossspiel irgendwo doch schon Pflicht ist. Besitzer eines Dualshock 3 müssen leider in die Röhre gucken, denn obwohl mittlerweile sogar MotorStorm die Rumblefunktion unterstützt, haben die Entwickler an diesen Punkt nicht gedacht. Schon alleine bei der aggressiven Fahrweise mancher Gegner, wäre dieser Punkt sicherlich ein positiver Aspekt gewesen.Apropos aggressiv. Manchmal hat man gar keine andere Wahl als mal eine kleine Abkürzung zu nehmen oder kurz aus der Fahrbahn herauszufahren, wenn der Gegner mal wieder meint, dass er Außen vorbeiziehen muss. Blöderweise haben die Rainbow Studios das Strafsystem der vergangenen Jahre in keinsterweise geändert, was so viel heißt, seid ihr zu lange außerhalb der Strecke, habt ihr fünf Sekunden Zeit um zu dem Punkt zurückzugelangen, an dem ihr von der Fahrbahn abgekommen seid. Sind wir doch mal ehrlich: Wer dreht schon bitte um und fährt zu der besagten Stelle? Also ich für meinen Teil habe jedes Mal die Zeit runterlaufen lassen und hab mich danach ordentlich aufgeregt, dass mein herausgefahrener Vorsprung wegen so einer Lappalie weg ist. Wenn man umdreht und wieder zurückfährt, braucht man wahrscheinlich sogar länger als die besagten fünf Sekunden, das Strafsystem hätte also auch anders ausfallen können. Zum Beispiel hätten die Sekunden am Ende des Rennens berechnet werden können oder man lässt das Strafsystem einfach nur greifen, wenn man wirklich eine unerlaubte Abkürzung genommen hat. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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