Mobile Suit Gundam: Target in Sight (Tests)
Gundam Target in Sight zählt wohl jetzt zu einem der schlechtesten Spiele auf der Playstation 3. Das Spiel wurde schon vor dem Release zerrissen und keiner konnte wirklich glauben, dass dieses Spiel, nach alle dem was man gesehen hat, das Können der Playstation 3 demonstrieren werden könne. Und so kam es dann auch. Kaum war das Spiel auf dem Markt wurde es mit schlechten Bewertungen untergraben. Was Gundam Target in Sight überhaupt zu bieten hat und warum diese schlechten Bewertungen sich auch in diesem Test bestätigen werden, lest ihr in diesem Kurz-Review.
In Gundam (General Utility Non-Discontinuity Augmented Maneuvering) Target in Sight gibt es zwei verschiedene Arten von Mobile Suits, einmal die E.F.F. (=Earth Federation Forces) und die ZEON (=Principality of Zeon). Auf der Erde bricht ein einjähriger Krieg aus, indem die halbe Bevölkerung das Zeitliche segnen wird. Dieser Krieg wird natürlich mit Mobile Suits bestritten und führt zu erheblichen Schäden und Verlusten unter der Bevölkerung. Im zehnten Monat des Krieges werdet ihr dann in das Spiel mit eingebunden. Ob ihr nun die Beschützer der Erde oder die Angreifer der Erde seid, ist letztendlich egal, die Missionen haben zwar ein paar Abweichungen, aber das Spielprinzip bleibt gleich. Was absolut traurig und nicht nachvollziehbar ist, ist, dass die Story so ziemlich nicht vorhanden ist. Zwischensequenzen, Emotionen, Gefühlslagen, irgendwelche weiterführenden Punkte der Geschichte, all dies fehlt einfach komplett und lässt den Spieler einfach absolut kalt und bindet ihn auch nicht mit ins Geschehen ein. Schlechtes Gameplay passend zur mangelhaften Präsentation Als das Spiel begann, dachte ich mir erst einmal: "hoffentlich muss ich jetzt nicht minutenlang durch ne graue und total emotionslose Landschaft laufen". Meine Gebete wurden erhört und die ersten Gegner standen mir auch schon direkt bevor. Der eigene Mobile Suit bewegt sich absolut unflüssig und lässt auch überhaupt keinen vernünftigen Kampfrhythmus aufkommen. Nach dem ersten Kampf hofft man dann eher, dass man doch nur etwas durch die Landschaften laufen muss, denn das Gameplay ist ebenso schlecht, wie untauglich. Ein Laserschwert, ein Maschinengewehr, ein Schild und Augen mit Schussintegration stehen einem zur Verfügung. Wie vorhin schon erwähnt, läuft das ganze Spielprinzip recht unflüssig ab und man kann sich nur sehr langsam fortbewegen, zwar hat man mit der X-Taste die Möglichkeit zu springen, jedoch kommt es im Prinzip auf dasselbe Ergebnis raus. Mit der L2 Taste könnt ihr euch mit eurem Schild abdecken, sollte euer rechter Arm, mit dem ihr die Waffe so wie das Laserschwer tragt, mal komplett ausfallen, könnt ihr immer noch mit dem Schild auf eure Gegner einschlagen. Mit den Schusswaffen zu treffen ist eigentlich so gut wie unmöglich, sofern man nicht die Funktion des automatischen Anvisierens verwendet. Doch selbst mit dieser Funktion ist es teilweise recht schwer, sogar auf dem Schwierigkeitsgrad „Easy“ zu gewinnen, denn wenn die Gegner einen umzingeln, hat man nur schwere Chancen sich zu befreien, da die Mobile Suits sehr langsam sind. Oben links im Bildschirm seht ihr den kompletten Zustand eures Roboters. Ist ein Teilbereich rot gefärbt, müsst ihr besonders aufpassen, ansonsten wird man schneller zum Blechhaufen verarbeitet, als man schauen kann. Ansonsten ist das Gameplay ziemlich linear. Zwischenzeitlich müsst ihr mit eurem Mobile Suit spezielle Versorgungszentren aufsuchen, um eure knapp bemessene Munition wieder aufzuladen. Allerdings sollte man hier einen günstigen Moment abwarten, denn beim Nachladen ist man den gegnerischen Horden schutzlos ausgeliefert. In manchen Missionen wird man von bis zu zwei KI-Verbündeten unterstützt bzw. eher begleitet, denn der Intelligenzquotient hält sich wahrlich im Überschaubarem. Die Bandbreite der Einsätze reicht von der Vernichtung aller Widersacher über die Verteidigung eigener Stützpunkte und Eskorten bis zur Eroberung von Lagern innerhalb eines Zeitlimits. Mehr wird einem nicht geboten. So nun denkt man sich, Gameplay schlecht, Story nicht vorhanden, dann wird ja die Präsentation wenigstens ordentlich sein, schließlich spielen wir mittlerweile auf einer Next-Gen-Konsole. Auch hier wird man leider absolut enttäuscht. Die Präsentation ist schlechter als die mancher PS2-Spiele und das sagt schon einiges aus. Ruckelige Bewegungen, eine blasse Umgebung, sowie keine Grafikeffekte machen das Desaster rund um Gundam Target in Sight perfekt. Nicht ein Hauch von Next-Gen-Grafik wird man bei diesem Titel finden, eher überzeugt er noch mit matschigen Texturen und einigen pixeligen Umgebungen. Ebenso ist der Sound eher monoton als Sourroundfähig. Keine besonderen Effekte oder ohrenbetäubende Erdbeben von Mobile Suits wird man in diesem Spiel finden. Selbst auf dem Schlachtfeld hätte man einiges mehr erwarten können. Auch hier kann man nur die englische Ausgabe des Titels erwähnen, wobei das einen kaum stört, wenn man weiß was Gundam Target in Sight einem in der Story zu bieten hat. Geschrieben von: Max Wittmann am 04.05.2007
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