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Mirror's Edge Vorschau (Vorschau)


Mirror's Edge Vorschau

Des Entwicklers liebster Satz lautet: „The player shall experience something new. Something he hasn’t seen before.   (Deutsch: Der Spieler soll etwas Neues erfahren. Etwas, was er noch nie zuvor gesehen hat“). Okay. Hört man als Journalist eigentlich bei jeder Präsentation, doch die Jungs von DICE meinen es wirklich ernst. Zwar gab es keine spielbare Version, dennoch konnte der ungewöhnliche Genre-Mix nicht nur spielerisch überzeugen!

Mirror’s Edge spielt in einer riesigen Stadt, die zahlreiche Wolkenkratzer besitzt und dessen Straßen voll mit Autos sind. Hier und da gibt es Werbeplakate, die auf eine anstehende Wahl hinweisen (kein Bezug zur Realität), dort gibt es einige Bauarbeiten an Häusern zu beobachten und an einer anderen Stelle wird ein Mensch von Regime sowie Polizei verfolgt. Alltag also. Verfolgt im Sinne von: Alles wird abgehört, keine Information ist mehr privat und es bleibt nur noch eine Möglichkeit: Gruppentreffen. Und um genau eine Gruppierung geht es in Mirror’s Edge, dessen Mitglieder sich selbst „Runner“ nennen und die einzige Möglichkeit sind, in der utopisch wirkenden Welt, Informationen sicher von A nach B zu bringen, ohne dass es die Polizei erfährt.

Faith rennt

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Faith gehört zur Gruppe der Runner, ist jung, weiblich, hübsch und verdammt athletisch. Gewalt kann sie nicht wirklich leiden, aber wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt, muss sie auch mal zupacken, doch ihre beste Fähigkeit ist der Sprint und der dazu gehörende weite Sprung, mit dem sie Häuserschluchten ohne Weiteres überwinden kann. Die Polizei ist ihr immer im Nacken, denn sie wissen, dass Faith wichtige Informationen hat, die nur an eine Person weitergegeben werden dürfen.

Grundsätzlich wollen die Jungs von DICE den Spieler wirklich mitten drin, statt nur dabei haben. Es soll das Gefühl vermittelt werden, als wäre man wirklich in der Haut von Faith und tue genau das, was man gerade so tun würde. Wie gelingt es den Entwicklern, so hohe Ansprüche zu erfüllen? 1. Das Spiel wird aus der Egoperspektive gespielt. 2. Man sieht Arme und Beine, wenn man läuft. 3. Die Kamera wackelt ähnlich wie beim Film „Bourne“, wodurch die Kopfbewegungen simuliert werden. Außerdem setzt man bei DICE auf – mehr oder minder – Realismus, weswegen Faith eine Menge Anlauf brauchen wird, um eine größere Schlucht zu überspringen.

Wie funktioniert das Spiel nun? Ganz einfach: Wichtig sind nur die Tasten „Hoch“ und „Runter“. Dadurch, dass ihr ein gewisses „Flow“-Limit (Geschwindigkeitsfluss) behaltet, kann Faith grazil wie sie ist, auch Wände hochlaufen oder, falls man zu spät abspringen sollte, diese kurzerhand erklimmen. Ihr merkt: Für einen erfolgreichen Run ist neben der Geschwindigkeit auch Timing gefragt. Wer zu früh abspringt, kommt die Mauer vielleicht gar nicht hoch oder muss damit rechnen, abzustürzen (Game Over, baby…). Wer zu spät abspringt, muss die Mauer mühsam erst mit bloßer Kraft emporsteigen oder hangelt gefährlich über dem Boden. Wer alles richtig macht, wird mit einem packenden Spielfluss belohnt, von dem man einfach nicht genug kriegen kann.

 Faith, die Alleskönnerin

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Faith kann viel und wirkt dabei ungemein gelassen, obwohl ihr ein ganzer Squad an Feinden im Nacken hängt und auf sie schießt. Sie kann die korrekten Wege vorhersehen, wodurch Spieler sofort Bescheid wissen, wo es lang geht – ein roter Pfeil führt euch sicher über die Skyline. Besonders praktisch sind die Reflexe, weil ihr dadurch im Zeitlupenmodus etwaige Fehltritte wieder gut machen könnt, da einige Korrekturen im Sprung locker ausgeführt werden. Gewalt muss aber auch mal sein, schließlich kommt kein Spiel mehr ohne aus. Aber dennoch betont Faith ganz am Anfang, dass Waffen lästig sind und sie sie nicht braucht. Recht hat die gute Frau. Mit so einer Bazooka lassen sich Mauern schlecht überwinden und weite Sprünge sind gar nicht erst möglich! Faith hat eine Kampfsportart gelernt, die ihr mittels „Battle“-Taste auslöst und durch Drücken dieser werden einige Kombinationen ausgeführt, für die man Gott sei Dank keine langen Tastenkombinationen auswendig lernen muss. Damit lassen sich Gegner auch entwaffnen, womit wir zum nächsten Punkt kommen, denn dank der Kampftaste könnt ihr auch Konter einleiten, die nicht nur brutal aussehen, sondern auch den Effekt haben, dass ihr einen Gegner weniger im Nacken hängen habt.

Ihr stellt euch seit Anfang des Artikels bestimmt eine Frage: Kann man sich in der Stadt frei bewegen? Die Antwort lautet: Leider nein. Ihr werdet oftmals vorgegebene Wege laufen und dem besagten roten Pfeil folgen, um zum Levelende zu gelangen. Die Hochhäuser werden aber nicht die einzigen Gebiete sein, die ihr live erleben werdet. Ab und an dürfen es auch in U-Bahn-Stationen, Gebäude oder die Straße an sich sein. Spaß macht die Verfolgungsjagd, in der man selbst den Gejagten spielt, anscheinend schon – es erweist sich jedenfalls als vollkommen neu und wirkt auf den ersten Blick unheimlich spannend.

Des Rätsels Lösung

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Ihr fragt euch sicherlich, warum das Spiel „Mirror’s Edge“ heißt? Sinngemäß müsste man es mit „Des Spiegels Kante“ übersetzen, aber im Prinzip ist das nicht möglich. Selbst im Englischen macht die Wortkombination wenig Sinn, heißt Mirror ja Spiegel und und Edge Kante bzw. Rand. Eine ganz logische Erklärung gab uns DICE sehr gerne auf Anfrage per E-Mail: Mit Mirror ist die Stadt gemeint, welche die Gesellschaft widerspiegelt, die, wie wir bereits wissen, nicht so wirklich sicher ist. Faith ist, da sie sich dem Regime widersetzt, eine „Rand“-Gruppe und steht am Rande der Gesellschaft. Aus diesem Grund heißt das Spiel eben „Mirror’s Edge“ – clever und mindestens genau so genial durchdacht wie das Spiel an sich!

Neben dem durchweg tollen Gameplay weiß auch die Grafik des Spiels zu gefallen. Ein HUD gibt es nicht! Wird man getroffen, tritt der seit Call of Duty 3 eingeführte rote Bildschirm auf, der euch sagt: Geht in Deckung oder sterbt! Nach einer kurzen Erholungsphase ist Faith wieder auf den Beinen und kann geschwind von Dach zu Dach hüpfen. Die Effekte des Spiels sehen sehr cool aus, die Texturen machen so einiges her und generell stimmt einfach das Feeling – und das schon beim Zusehen!

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 01.04.2008




 
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