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Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots Vorschau

Hersteller
 Konami
Vertrieb
 Konami
Erscheinungstermin
 12. Juni 2008
Plattform
Kategorie/Genre
 Action-Adventure

Anfang 1 2 3 4 » Fazit

Ein Mann, der schon so viel durchmachen musste. Ein Mann, der stirbt. Ein Mann, der trotz seines Alters, das man ihm ansieht, immer noch kämpft, um der Welt den langersehnten Frieden zu bringen. Ein Mann, der muskulös ist und sich in einen futuristisch wirkenden Anzug in Schale wirft, um Terroristen im Nahen Osten ein für allemal ein Ende zu bereiten. Ein Mann, der keinen Platz zum Verstecken hat, muss die Welt retten. Solid Snake, wahrscheinlich schon Ende 60, muss erneut in einem bedrückend realistischen Szenario allerhand Aufgaben erledigen und Liquid Snake von seinen Machenschaften aufhalten.

Nach einer Zwischensequenz, die die Perversion des Krieges sehr deutlich vor Augen führt, geht es auch schon los. Wie schon in den Teilen zuvor wechselt man den Stand des Helden auf Knopfdruck ganz leicht in die Hocke oder liegende Position. Ganz neu hinzugekommen sind die drei verschiedenen Kameraperspektiven. Die erste ist die bekannte 3rd-Person-View, die dynamisch herangezoomt wird, wenn eine Waffe gezogen wird. Die dritte und letzte Ansicht ist die Ego-Perspektive, die man schon aus den Vorgängern kennt.

Altes wird aufgegriffen, Neues geklärt

Es gibt noch so einige Fragen, die MGS4 klären muss: Warum steckte Snakes Erzfeind Liquid Snake am Ende von Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty in der Haut von Ocelot? Und was ist „Outer Heaven“? Und warum wollte er das überhaupt gründen? Das sind nur einige wenige Fragen, vielleicht aber schon mehr als genug. Wir alle in der Redaktion hoffen, dass MGS4 lang genug wird, um alle nötigen Fragen auch richtig, ausführlich und akzeptabel zu erklären, denn nichts wäre schlimmer als eine halbgare Antwort auf eine eventuell weitreichende Frage.

Unser Held Solid Snake bewegt sich in einer Welt, die von Privatarmeen (PMC) beherrscht wird, der selbst nicht die USA und nicht mal die Sowjetunion Stand halten können. Es werden alte Organisationen wie Foxhound wieder aktiv, um ihnen Paroli zu bieten. Die erste Kulisse, in der sich der Senior befindet, spielt im Nahen Osten, wo ein erbarmungsloser Krieg herrscht. Sand, Tod, Schutt und Asche, Trümmer, arabische Schriftzeichen, Wracks und herumliegende Leichen. Das alles sind bekannte Bilder aus den Nachrichten, die beklemmend echt dargestellt werden. Man fühlt sich unwohl, man möchte raus – nicht, weil es eventuell grafisch schlecht aussieht, nein, es ist einfach sehr realistisch. Überall explodiert etwas, Bomben zerstören Gebäude, Kugeln zischen an euch vorbei, Männer haben sichtlich und spürbar Angst um ihr Leben, machen sich in die Hose, können aus Furcht nicht mehr schießen oder werden Ohnmächtig. Solche Szenarien regen zum Nachdenken an, zeigen all die Brutalität des Krieges, die man selbst nicht durchleben will.

Weniger Shooter, mehr Taktik

Über den Codec bekommt man den Befehlt, unnötige Kämpfe zu vermeiden. In anderen Worten heißt das: Am besten gar nicht kämpfen. Schon bei den Gesprächen über den Codec wird eines deutlich: MGS4 wirkt wesentlich moderner als alle seine Vorgänger. Nicht nur, dass ihr wirklich alles anpassen könnt (Menüfarben, Kamerasensibilität und dergleichen), ihr seht auch Mimik, Gestik und alles, was dazugehört bei eurem Gesprächspartner Otacon. Da fühlt man sich gleich sehr viel wohler.

Genial wird das Gameplay erst nach wenigen Minuten, in denen man sich zum ersten Mal verstecken kann. Da fällt mir doch glatt die Szene mit der Statue ein, in der Snake sein modernstes, eventuell auch wichtigstes Instrument benutzt: Die OctoCamo. Ihr erinnert euch an das Camouflage-Feature des Vorgängers, in dem ihr eure Kleidung gewechselt habt, um euch der Umgebung anzupassen und euren Versteckgrad mit einer Prozentzahl angezeigt bekommen habt? Das ist auch die OctoCamo, nur in einer modernen Version, da Snakes Anzug den Helden zu einem Chamäleon werden lässt. Egal wo, egal wann, egal wie: Snake verwandelt sich auf Knopfdruck in Windeseile in eine Tapete, eine Säule oder wie im Statuenbeispiel von oben in eine fehlende Statue, die er anderen an das Genital packt (sieht zum Schreien komisch aus!). Auch hier wird die Güte der Tarnung in Prozent angegeben. Sehr cool ist auch folgendes Gimmick: Egal welches Tarnmuster zuletzt verwendet wurde, es wird in der nächsten Zwischensequenz angezeigt. Um das Tarnmuster abzuschütteln, schüttelt ihr einfach Sixaxis und seid wieder neutral.
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