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Medieval 2: Total War (Tests)


Medieval 2: Total War

bildbeschreibungEndlich ist es da. Der Hype um das Spiel ist gewaltig, die Ambitionen der Entwickler wahrscheinlich noch gewaltiger. Und am gewaltigsten sind ohnehin die Schlachten in diesem monströsen Spiel. Warum es sich den Award mehr als verdient hat und warum der Titel ein heißer Anwärter auf das Strategiespiel- und Spiel des Jahres ist, lest ihr in den folgenden Zeilen – viel Spaß!

Medieval 2 reiht sich geschichtlich in die Zeit des düstren Mittelalters ein, wo ihr als Spanier, Polen, Engländer, Franzosen und so weiter und sofort spielen dürft. Alle diejenigen, die sich schon mit der Total War-Reihe auskennen, werden sich im Spiel sofort zurechtfinden, denn die Strategiekarte wurde fast nicht verändert. Jedoch machen die Kleinigkeiten den feinen Unterschied aus, denn davon gibt es eine Menge, die das Spiel noch besser machen als zuvor.

Strategische Finessen
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Seit dem grandiosen „Rome: Total War“ hat sich in Puncto Diplomatie und Strategie einiges getan, denn nun könnt ihr noch intensiver über Verträge verhandeln (es stehen mehr Optionen zur Verfügung; zum Beispiel: Gebiete abtreten, Tribut fordern etc.), die Königstocher verheiraten lassen, was nicht nur euer Ansehen verbessern, sondern auch einen großen Bund zwischen den Völkern schaffen wird. Außerdem könnt ihr gemeine Attentäter auf eure Feinde losschicken, um wichtige Generäle kampfunfähig zu machen oder sie gar zu töten. Ebenfalls wichtig für die Strategie und vor allem für die Wirtschaft sind eure Händler bzw. Kaufmänner, die ihr in fremde Länder schicken könnt, um Handelsrouten zu etablieren oder neue Freundschaften aufzubauen. Ebenso könnt ihr einen Missionar zu anderen schicken, um eure Religion zu verbreiten, wodurch eventuell ein Aufstand in jeweiligen Land passiert und die Bewohner wollen, dass die aktuelle Regierung abtritt und ihr der neue Herrscher werdet. Darüber hinaus besitzen alle Einheiten einige Spezialfähigkeiten, um mit Einheiten derselben Art des Gegners zu interagieren. Wie wäre es mit einem hinterhältigen Dolchangriff auf das deutsche Heer (man erinnere sich hierbei an die Dolchstoßlegende am Ende des Ersten Weltkriegs)? Oder wie wäre es, wenn ihr einen Ketzer verbrennen lasst? Hier stehen euch viele Optionen zur Auswahl, die nur einen Bruchteil des extrem umfangreichen Gameplays ausmachen.

In der groß angelegten Kampagne des Spiels wählt ihr anfangs eure Nation. Hierbei habt ihr die Wahl zwischen England, Frankreich, Heilige Römische Reich Deutscher Nationen, Papststaaten und Spanien. Im Laufe des Spiels werdet ihr dann noch weitere Nationen freischalten, um mit denen dann in den Krieg zu ziehen. Habt ihr euch also entschieden, geht es auch direkt in das Europa des Mittelalters, wo es gilt, Bündnisse aufzubauen, um einen 4-Frontenkrieg oder andere gefährliche Konstellationen zu vermeiden. Das ist aber nicht wirklich leicht, denn schon bei den Bündnisverträgen müsst ihr darauf achten, mit wem sich euer Partner im Bündnis befindet, ansonsten wird er/sie im Kriegsfall nicht helfen, was zu kleinen Problemen führen wird. Die KI benimmt sich hier auch nicht allzu blöd, denn die wollen euch ebenso auf die Pelle rücken wie ihr ihnen. Es geht ja auch immerhin um die Hegemonialmacht in Europa.  

Immer wieder anders
Auffällig und besonders ist dabei die Abwechslung bei Medieval 2, denn hier heißt es wirklich: Von nichts, kommt nichts. Und wer sich wirklich Mühe gibt, Bündnisse pflegt, hier und da einige Tribute zahlt, der wird auch kräftig belohnt – vor allem im Krieg. In den Tagen der Testzeit habe ich mich zahlreichen Schlachten gestellt, dabei habe ich zwei mal verschiedene Dinge probiert: Was wäre, wenn ich mich alleine gegen alle stelle? Und was wäre, wenn ich alle gegeneinander ausspiele? Man hat im Spiel nämlich die einzigartige Möglichkeit wirklich alles zu tun, was man will.

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Bei der ersten Möglichkeit muss ich eingestehen, dass mir der kurze Prozess gemacht wurde, denn es war ein Himmelfahrtskommando sondergleichen. Ein 4-Frontenkrieg war nicht abzuwenden und die Folgen daraus waren natürlich logisch. Welche Armee ist imstande gegen numerisch übermächtige Franzosen, Dänen, Polen und Engländer zu überleben (ich spielte das Heilige Römische Reich Deutscher Nationen)? Wohl kaum jemand, der Kampf in Echtzeit war nach 10 Minuten verloren, wobei das wirklich extrem schnell ist – manche Kämpfe dauern bis zu einer halben Stunde, ich hatte einen Fall, der ging sogar fast eine ganze Stunde, weil sich hier extreme Massen konfrontierten. Kommen wir aber zu dem 4-Frontenkrieg zurück. Wie konnte das passieren? Ganz einfach: Ich hegte keinerlei Kontakt zu den vier Nationen und musste von Anfang an mit den Konsequenzen rechnen. Ein Bündnis mit den Papststaaten stellte sich als Unsinn heraus, weil sie mir im Kriegsfall nicht geholfen, da sie mit Frankreich im Bündnis gestanden haben.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 17.11.2006




 
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Redaktionswertung

Grafik:
Sound:
Gameplay:
Spielspaß:
Mehrspieler:

User-Wertung
Positiv
  • - Klasse Grafik
  • - Genialer Sound
  • - Extrem umfangreiches Gameplay
  • - Macht schlimm süchtig
  • - Sehr viele Interaktionsmöglichkeiten
  • - Super Atmosphäre
  • - Gut ausbalanciertes Spielsystem
  • - Strategisch wie auch wirtschaftlich sehr gut
Negativ
  • - Unausgereifte Kamera
  • - KI ist mangelhaft
  • - Wegfindung?
  • - Man vermisst Neuerungen
  • - Mehrspieler gut, aber noch nicht überzeugend, weil kein Dedicated Server vorhanden ist
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