Mage Knight: Apocalypse (Tests)
„Kenn ich nicht“ war mein erster Satz, als ich über das Spiel gelesen und berichtet habe, nun steht es seit kurz vor Launch bei mir auf dem Schreibtisch und ich bin durchaus angetan, denn Mage Knight: Apocalypse ist ein durchaus brauchbarer Titel. Warum? Das erfahrt ihr nun im Test – viel Spaß!
Die Story handelt von einem anscheinend unaufhaltsamem, fünfköpfigen Drachen der Apokalypse, der natürlich die gesamte Welt zerstören will. Es gibt nur fünf tapfere Helden, die sich auf eine Reise machen, um dem Ungeheuer den Gar auszumachen. Einen dieser fünf Helden könnt ihr euch aussuchen und mit diesem/dieser den Story-Modus durchspielen. Die Mischung macht’s? Unverkennbar ist eigentlich sofort, dass Mage Knight ziemlich viel von Diablo 2 und von World of Warcraft abguckt, denn das Interface hat einen Hauch von WoW und auch die Charakterentwicklung erinnert nur zu stark an das Massenphänomen. Aber auch eine Prise Diablo 2 darf nicht fehlen, was vor allem in der Spielansicht und dem Prinzip ähnelt, denn Mage Knight ist und bleibt trotz der WoW-Einflüsse ein lupenreines Hack’n‘ Slay. Fangen wir aber lieber direkt am Anfang an, denn die Charakterauswahl beschränkt sich auf fünf Klassen, worunter sich ein Paladin, ein Krieger(in), ein Magier und so weiter befinden. Habt ihr euch für eine Type entschieden, könnt ihr das Aussehen durch einige Parameter beeinflussen, aber nicht eklatant, die Charakterzüge werden lediglich im Detail (Haarfarbe, -form, Augenfarbe, Gesichtspartien) geändert. Also wirklich mit einem WoW kann es da in keinem Fall mithalten, ist aber auch nicht sonderlich schlimm, da es direkt zur Sache geht. Im Spiel hingegen wird man leider feststellen müssen, dass die Story nur sehr gezwungen weitererzählt wird, da die vielen Gespräche nicht wirklich Aufschluss über die Story geben, was irgendwie etwas plump für ein Action-RPG wirkt. Nunja, die Fokus liegt auch eindeutig auf den Kämpfen, wovon es genug geben wird. Ihr lauft in bester Hack’n’Slay-Manier zum Gegner und metzelt ihn nieder. Aber bei Mage Knight gibt es pro Charakter drei verschiedene Skills. So habt ihr beispielsweise die Möglichkeit, jederzeit zwischen dem Adlerskill, Bärenskill oder dem Tigerskill zu wechseln, die alle so ihre Vorteile haben, denn mit dem Adlerskill spezialisiert sich eure Heldin auf starke Angriffe mit dem Bogen. Die anderen beiden Skills setzen massiv auf Waffeneinsatz durch Schwert und Schild. Im Kampf kann auf Knopfdruck jederzeit gewechselt werden, was für Abwechslung sorgt, aber manchmal in der Hitze des Gefechts umständlich sein kann – Gott sei Dank gibt es einige Hotkeys, mit denen man das auch schnell erledigen kann. Eine weitere Besonderheit ist, dass ihr nicht wirklich Levels aufsteigt, sondern durch Einsatz eurer Fähigkeiten neue erlernt oder die bekannten durch exzessiven Gebrauch stetig verbessert. Benutzt ihr beispielsweise den „Adlerschuss“ sehr oft, wird sich der Skill nach einiger Anwendung verbessern und mehr Schaden anrichten. Dasselbe gilt auch für andere Statuswerte wie die Ausdauer, Gewandtheit, Gesundheit und so weiter. Durch verschiedene Ausrüstungsgegenstände könnt ihr eure Werte zusätzlich verbessern und noch besser ist: Manche Gegenstände tragen noch einige Magestones, die zusätzliche Attribute verliehen (+2 Stärke o.ä.). Man merkt, gerade dabei hat man doch deutlich von WoW abgeschaut – eigene Ideen sind leider nicht vorhanden, schade. In der „Story“ wird es euch gelegentlich auch in einige sehr große und andere recht kleine Orte verschlagen, die aber nur an den Handelsrouten wirklich belebt sind, ansonsten eher an Armut leiden. Störend ist das nicht, weil die Händler immer da, immer nah sind und man sie gerne für kleine Einkäufe benutzen kann, auch wenn sie eigentlich fast vollkommen unnütz sind, denn: Ihr könnt keinen Game-Over-Bildschirm sehen! Wenn ihr an den Speicherpunkten kurz wartet, werdet ihr dort immer wieder „spawnen“, nachdem ihr gestorben seid. Schäden an Ausrüstung, Goldverlust oder so gibt es nicht! Auch die Gegner werden sich selbstständig nicht heilen, nachdem sie euch gekillt haben. Verwundert es dann noch, dass der Schwierigkeitsgrad schon am Anfang so hoch ist, das man alle 5 Minuten „Sie sind gestorben“ lesen muss?! Leider nicht, das Frustpotential wird dadurch leider auch potenziert. Für das letzte Problem wird aber der Mehrspieler-Modus Abhilfe schaffen, denn in einer Gruppe von bis zu eben fünf Spielern könnt ihr euch den Gegnern stellen, aber dann wird der Titel meistens lächerlich einfach. Die goldene Mitte wurde leider nicht gefunden. Und mal Hand auf’s Herz: So viele Spieler gibt es nicht.. Technisch ganz nett Bei der Grafik gibt es eigentlich keinerlei großartigen Beschwerden, denn sie präsentiert sich durchaus sehr solide und sieht zudem stellenweise richtig schön aus. Nur gelegentlich stören ab und zu einige sehr matschige Texturen. Das machen aber die coolen Effekte sowie die netten Details wieder wett. Allerdings wirken die Charaktere doch sehr kantig. Beim Sound gibt es ebenso keine großartigen Beschwerden. Die deutsche Synchronisation ist durchaus gelungen und auch die Vordergrundmusik ist sehr nett.. Vordergrund? Ja, richtig gelesen, denn bei den normalen Einstellungen ist die Musik um einiges lauter als die Stimmen der Figuren – falsche Soundabmischung. Geschrieben von: Adam Smieja am 04.05.2007
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