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Lost Planet: Extreme Condition PS3

Hersteller
 Capcom
Vertrieb
 Capcom
Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
Kategorie/Genre
 Action-Adventure

Anfang 1 2 3 » Fazit
Etwas länger als ein Jahr ist es nun her, dass Xbox 360- und schließlich auch PC-Besitzer in den Genuss von Capcoms eisigen Schnee-Shooter Lost Planet gekommen sind. Zunächst als Exklusivtitel angekündigt, hat es das Game nun auch auf Sonys Playstation 3 geschafft. Stärkere Hardware, längere Entwicklungszeit, größerer Datenträger - da darf man schon einiges erwarten. Ob die PS3 Spieler trotz der starken Verspätung vielleicht doch als die glückliche Ersten aus dem Plattformvergleich herausgehen, das verrät unser Test.

Wayne....

... ist ein "Schneepirat" - und zwar ein verdammt guter. Sein Motiv: Rache. Seine Waffen: Mannigfaltig. Seine Gegner: Riesig! Das ist der Stoff aus dem Lost Planet: Extreme Condition gestrickt ist. Um es etwas zu präzisieren:

Die Story von Lost Planet dreht sich um besagten Wayne, einen „Schneepiraten“, der seinen Vater im Kampf gegen die NEVEC, eine böse Gruppierung, die sich alles unter den Nagel reißen will, verloren hat. Wayne will sich an den Verantwortlichen für den Tod
rächen und wird Zeuge eines Komplotts um den Eisplaneten, der thermal aufgewärmt werden soll, wofür aber jedes Leben getötet wird. Die Gruppe um Wayne, bestehend aus Yuri, Luka, Basil, Joe und Rick, will den Planeten allerdings auf herkömmlichen Wege erwärmen und so besiedlungsfähig machen. Und in all dem befinden sich die Akriden, Aliens.

Die Story an sich hat ein gewisses Flair von Hollywood und wird dabei durch tolle Zwischensequenzen gerade zu darin unterstützt, dieses Flair aufzubauen. Das gelingt auch, obwohl man nach rund 6 bis 7 Spielstunden das Ende sieht.

Wie bitte?

Richtig gehört, selbst bei eher mittelmäßigen Fähigkeiten an der Konsole ist die Spieldauer mit deutlich unter 10 Stunden sehr kurz geraten. Geteilt in 11 Missionen, 12 Missionen mit der Intro-Mission, bietet der Titel nicht viel an Länge, zumal die ersten 6 bis 7 Missionen wirklich im Eiltempo (2 bis 3 Stunden) durchgespielt sind und das Spiel erst dann so richtig in Fahrt kommt.

Dann aber muss man sich auch etwas umgewöhnen: Kein Schnee und kein Eis mehr, denn dann verlagert sich das Spielerlebnis in riesige Untergrundgewölbe der NEVEC oder in ein Vulkangebiet. An sich machen die Level allesamt einen durchweg positiven Eindruck und überragen durch eine ausgefeilte Architektur und ein stimmiges Leveldesign – ganz besonders die Schneelevel, weil man hier den Enterhaken ganz oft benutzen kann, um sich an entfernte Orte zu bringen. In allen Missionen kann man noch einige Zielmarkierungen treffen, die aber in der PC-Version ohne Stellenwert sind.

Gespielt wird aus der Third-Person-Sicht, wobei man auch in die Egoperspektive wechseln kann. Diese Einstellung ist aber nur dann wirklich geeignet, wenn man ganz genau zielen muss. Ganz wichtig im Spiel ist die „T-Energie“, welche sich oben links auf dem Bildschirm befindet. Sinkt diese auf 0, habt ihr ein kleines Problem, denn dann wird auch eure Lebensenergie auf 0 sinken, zwar langsam aber sicher. Dieses „T“ steht für „Thermal“ und wird lediglich von den Akriden abgeworfen. Es gibt allerdings auch einige Stationen im Spiel, die ihr zunächst aktivieren müsst, damit diese dann nicht nur Energie an euch abgeben (bis zu 1000 T-Energie), sondern auch den weiteren Spielverlauf in Form eines Laserstrahls in die jeweilige Richtung angeben. Dadurch verliert man nie den Faden, allerdings wird das Spiel hierdurch auch sehr linear. Die T-Energie schwindet aber nur recht langsam, sofern man keine Treffer einsteckt, denn wenn ihr schwer verletzt werdet, wird die T-Energie alle Wunden im Nu heilen, eine Art „God-Mode“, aber sofern man in den VS (Vital Suits) kommt, geht die Energie schneller leer als einem vielleicht lieb ist.
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