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Lost Planet: Extreme Condition (Tests)


Lost Planet: Extreme Condition

Nachdem wir schon die Xbox 360-Version im Test hatten und Publisher Capcom im Sommer diesen Jahres auch die PC-Version angekündigt hat, steht diese nun seit Anfang der Woche bei uns in der Redaktion und wurde fleißig gezockt. Wie sich das PC-Port macht und warum es eigentlich nur einen Punkt Abzug bekommt, erfahrt ihr nun im Test – viel Spaß!

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Die Story dreht sich um Wayne, einen „Schneepiraten“, der seinen Vater im Kampf gegen die NEVEC, eine böse Gruppe, die sich alles unter den Nagel reißen will, verloren hat. Wayne will sich an den Verantwortlichen für den Tod rächen und wird Zeuge eines Komplotts um den Eisplaneten, der thermal aufgewärmt werden soll, wofür aber jedes Leben getötet wird. Die Gruppe um Wayne, bestehend aus Yuri, Luka, Basil, Joe und Rick, will den Planeten allerdings auf herkömmlichen Wege erwärmen und so besiedlungsfähig machen. Und in all dem befinden sich die Akriden, Aliens.

Die Story an sich hat ein gewisses Flair von Hollywood und wird dabei durch tolle Zwischensequenzen gerade zu darin unterstützt, dieses Flair aufzubauen. Das gelingt auch, obwohl man nach rund 6 bis 7 Spielstunden das Ende sieht.

In der Kürze liegt die Würze?
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Wie oben schon angesprochen ist Lost Planet sehr kurz geraten. Geteilt in 11 Missionen, 12 Missionen mit der Intro-Mission, bietet der Titel nicht viel an Länge, zumal die ersten 6 bis 7 Missionen wirklich im Eiltempo (2 bis 3 Stunden) durchgespielt sind und das Spiel erst dann so richtig in Fahrt kommt. Dann aber muss man sich auch etwas gewöhnen: Kein Schnee und kein Eis mehr, denn dann verlagert sich das Spielerlebnis in riesige Untergrundgewölbe der NEVEC oder in ein Vulkangebiet. An sich machen die Level allesamt einen durchweg positiven Eindruck und überragen durch eine ausgefeilte Architektur und ein stimmiges Leveldesign – ganz besonders die Schneelevel, weil man hier den Enterhaken ganz oft benutzen kann, um sich an entfernte Orte zu bringen. In allen Missionen kann man noch einige Zielmarkierungen treffen, die aber in der PC-Version ohne Stellenwert sind.

Gespielt wird aus der Third-Person-Sicht, wobei man durch Durck auf eine Taste (ich habe es auf E gelegt) in eine quasi Ego-Sicht gehen kann, obwohl die nur für das Sniper zu gebrauchen ist. Ganz wichtig im Spiel ist die „T-Energie“, welche sich oben links auf dem Bildschirm befindet. Sinkt diese auf 0, habt ihr ein kleines Problem, denn dann wird auch eure Lebensenergie auf 0 sinken, zwar langsam aber sicher. Dieses „T“ steht für „Thermal“ und wird lediglich von den Akriden abgeworfen. Es gibt allerdings auch einige Stationen im Spiel, die ihr zunächst aktivieren müsst (Button-Smashing auf der F-Taste – meine Einstellung), damit dieser dann nicht nur Energie an euch abgibt (bis zu 1000 T-Energie), sondern auch den weiteren Spielverlauf in Form eines Laserstrahls in die jeweilige Richtung angibt. Dadurch verliert man nie den Faden, allerdings wird das Spiel dadurch auch sehr linear. Die T-Energie schwindet aber nur recht langsam, sofern man keine Treffer einsteckt, denn wenn ihr schwer verletzt werdet, wird die T-Energie alle Wunden im Nu heilen, eine Art „God-Mode“, aber sofern man in den VS (Vital Suits) kommt, geht die Energie schneller leer als einem vielleicht lieb ist.

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Die VS sind eure dicken Maschinen, mit denen ihr viel mehr Schaden anrichtet und deutlich mehr Lebensenergie habt. Dafür aber sind sie schwer zu drehen und wenden und steuern sich auch recht müßig. Eine müßige Steuerung muss man ohnehin in Kauf nehmen, denn auch Wayne dreht sich nur recht langsam, wobei man hier immer noch die Tasten hat, um eine 90°-Drehung zu machen. Trotzdem tröstet das nicht darüber hinweg, dass sowohl Wayne als auch die VS zu langsam sind. Bei den VS allerdings hat man dafür zwei Waffen, die man nach Belieben auswechseln kann. Steigt man aus, kann man die Waffen (zum Beispiel einen Raketenwerfer oder eine Gattling-Gun) einfach abmontieren und selbst benutzen – sehr cool gemacht. Ansonsten könnt ihr mit den VS sehr hohe und weite Sprünge machen, um so auch an entlegene Orte zu gelangen. Am schicksten ist aber der Kampf gegen Isenberg in der letzten Mission, denn da ist man ständig in der Luft und muss dann wie in „Zone of the Enders“ kämpfen – ein kleines Highlight des Spiels, leider aber bockig schwer. Für den Rest des Gameplays kann man gerne einen Blick in den 360-Artikel zu Lost Planet werfen. Nun folgen lediglich Versionunterschiede.

Versionsunterschiede
Die Unterschiede der Spielbarkeit aufgrund der Tastatur sind allerdings nur marginal vorhanden. Mit der Maus läßt es sich zwar einfacher zu zielen, aber durch die Fülle an Tasten, die man zu bedienen hat, ist bei Grundeinstellungen eher unpraktisch. Vista-User können ohnehin bequem auf das 360-Pad zurückgreifen, bei der die Steuerung natürlich genau so funktioniert wie beim Original – allerdings will ich dann nicht mehr über den Sinn dieser PC-Version sinnieren, denn es gibt keinen mehr..

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Während die Xbox-Spieler über Live gehen, muss für den PC natürlich etwas anderes her. Hier hat man ganz einfach Steam benutzt, wodurch auch wieder das alte Problem aufkommt: Ohne Steam und somit ohne Internet kann man Lost Planet nicht spielen. An sich kein Umstand, aber es gibt immer noch Spieler, die kein Steam und kein Internet haben. Für den Online-Modus ist das aber sicherlich von Vorteil, weil man da alles bequem erledigen kann. Lags konnte ich während des Spiels nicht feststellen. Die Modi und Maps sind dieselben wie auf der Xbox 360.

Bei der Grafik gibt es, wenn man Vista und DX10 hat, natürlich Unterschiede, auch wenn die ebenso nur marginal sind. Mehr Details, sichtbare Spuren im Schnee, die länger bleiben als bei der 360, schönere Texturen und paar nettere Spiegelungen. Aber das hat alles seinen Preis – und der ist verdammt hoch. Schon die Mindestanforderungen sind mit einem Prozessor über 2Ghz und 1GB RAM heftigst. Eine GeForce 6000+ gehört zum guten Ton, die 8000‘er-Reihe sollte vorhanden sein, um nicht zu viele Abstriche zu machen. Und dafür gibt es in der Wertung auch den einen Punkt weniger, denn die Anforderungen sind meiner Meinung nach viel zu überzogen. Ansonsten aber kann man sich auf dieselbe Klang- und Videoqualität freuen wie im 360-Original.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 30.06.2007




 
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