Damit eure unsterblichen Helden nach und nach aus besser werden und nicht nur lahm im Level ansteigen, müsst ihr die Fähigkeiten verknüpfen – und zwar mit denen der sterblichen Charaktere. Jansen beherrscht zum Beispiel die Weiß- und Schwarzmagie, die Seth und Kaim durch Verknüpfen auch lernen können. Dazu wählt ihr die Fähigkeit aus, kämpft ein wenig und seht dann, dass die Technik gemeistert wurde. Abschließend gilt es die Fähigkeit festzulegen, damit sie auch eingesetzt werden kann. Am Anfang stehen nur drei bis vier Slots zur Verfügung, die jedoch nach und nach durch Items erweitert werden können. Dadurch wird es hernach auch recht wichtig mit Charakteren zu spielen, die ihr vielleicht nicht so gern habt, denn jede Fähigkeit stellt sich im Endeffekt als positiv heraus, wenn man sie gekonnt einzusetzen weiß. Und der Einsatz will gelernt sein, schließlich sind die meisten Kämpfe ab der vierten bis fünften Spielstunde gar nicht mehr so leicht, wie sie am Anfang gewesen sind. Schon der erste Endboss wird euch wirklich die Leviten lesen, wenn ihr nicht mit einer guten Taktik herangeht. Stupides Draufhauen und hoffen, die Wertung „perfekt“ zu bekommen beim Ringsystem, wird bestenfalls ausreichen, um seinen Spezialangriff zu sehen. Aber eins nach dem anderen. Das Ringsystem ist ganz cool gemacht, weil ihr, nachdem ein entsprechendes Ringitem ausgerüstet worden ist, damit eure Durchschlagskraft für jeweils einen Angriff vergrößern könnt. Einfach RT halten und kurz vor Überlappung der beiden Kreise loslassen und hoffen, ein „Gut“ oder „Perfekt“ abzustauben, um noch mehr HP abzuziehen. Die Ringe und Items findet ihr überall im Spiel, sei es in Vasen, Krügen, hinter Plakaten, auf Bäumen, und so weiter und so fort. Die Ringe besitzen oftmals Elemente, die allerdings manuell zugeordnet oder gar erst hergestellt werden müssen, damit sie funktionieren. Schön ist, dass man die Ringe während des Kampfes auch tauschen kann, um so einem Feuerwesen mit Wasser zu Leibe zu rücken, um dann einem garstigen Vogelvieh mit dem Jägerring ein Ende zu bereiten. Taktisch und knallhart Wer denkt, dass man hier auf banale Tour „A drücken, nebenbei auf Spieletester.com surfen“ Erfolg hat, wird schnell bemerken, dass das nicht ausreicht. Selbst normale Gegner können euch mit einem oder zwei Angriffen total aus der Bahn werfen, was einzig und allein daran liegt, dass quasi die gesamte erste DVD (von vier übrigens – da fühlt man sich doch glatt in die Zeiten eines Final Fantasy VII bis IX versetzt, wo es auch 4 CDs gab; Microsoft, führt endlich die verdammte Blu-ray als Spielmedium ein!) immer in brutaler Unterzahl gekämpft wird. Da muss man schon auf jeden SZ-Punkt achten. SZ ist die schützende Verteidigung derer, die in der Formation vorne stehen und somit schwächere Charaktere wie Magier vor viel Schaden schützen. Nach jedem Angriff werden die feindlichen SZ fallen, andersherum bei euch natürlich auch. So richtig fies wird es allerdings, wenn man bemerkt, dass jedes Areal eine Obergrenze für euer Level hat, wodurch stupides Powerleveling keinen Erfolg mit sich bringen wird. Mal ehrlich Mistwalker, das ist doch so richtig Banane, schließlich wäre das die einzige Möglichkeit gewesen, die teilweise pervers schweren Bossfights gut zu überstehen. Für alle Bosse braucht es eine neue Taktik, eine, die zahlreiche Eventualitäten berücksichtigt: Wie steht es um meinen Magier? Können meine Frontkämpfer genug einstecken und ausreichend viel austeilen? Habe genug Items dabei? Und so weiter.Mit neuen Waffen und dergleichen wird die Sache nicht erleichtert, da die neuen Schwerter und Stöcke einen minimalen Mehrwert mitbringen. Magien bringen es schon eher, aber auch hier trefft ihr auf bekannte Namen, wie Heal oder Fire. Technisch ausgezeichnet, Macken inbegriffen Die Grafik von Lost Odyssey beruht auf der bärenstarken Unreal Engine 3, die zeigt, dass sie auch wunderbar für Rollenspiele geeignet ist. Kaim, Seth und alle anderen Helden sehen toll aus, die Landschaften wirken sehr echt und die Effekte sowie die ganzen Partikeleffekte können sich mehr als sehen lassen. Hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet. Diese Leistung hat aber auch seinen Preis, denn Lost Odyssey leidet leider fast ständig unter einer instabilen Framerate, langen Ladezeiten (Zitat des Kollegen Wittmann: „Oh, es hat den Ladebildschirm geladen!“) und ab und an wirken die Umgebungen, welche in ihrer Gesamtheit wirklich wundervoll aussehen, doch etwas trist. Bei der musikalischen Untermalung muss ich eigentlich nur den Namen Nobuo Uematsu erwähnen und ihr wisst schon, was euch erwarten wird. Melodien, die ins Ohr gehen, die wundervoll klingen und fernab von Geballer und Hirnlos sind – das ist Klassik, das sind Meisterwerke, jedes einzelne. Viel imposanter ist eigentlich nur noch der Fakt, dass das Spiel auf deutsch, englisch, japanisch (!) und in drei weiteren Sprachen verfügbar ist. Kein Wunder also, dass man vier DVDs benötigt hat bei der Menge an gesprochenen Text, der übrigens in jeder Sprachausgabe sehr gut vertont worden ist. |
|
© by Spieletester.com
Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions






