Loki: Im Bannkreis der Götter (Tests)
Lange wurde der Titel gehyped, lange war er in Entwicklung und nun bringt Entwickler Cyanide das Hack ´n Slay in Deutschland auf den Markt. Wir haben uns in die Antike begeben, um euch zu berichten, wie sich das Spiel so im Test macht. Reicht es an die Klasse von Diablo oder Titan Quest heran oder geht es unter, wie einst Karthago?
In der Geschichte geht es um den Totengott Seth, der mit seiner finsteren Armee alle anderen Götter töten will. Auserkoren wurden vier Krieger, ein nordischer Barbar, eine schöne Amazone, eine Schamanin und ein ägyptischer Magier. An sich eine nette Idee, aber die Story macht es sich stellenweise selbst schwer, weil sie sehr platt erzählt wird – schade. Aber das wirklich geniale Inventarsystem und das tolle Gameplay machen so einiges wieder wett. Vier Helden sollt ihr sein Am Anfang sucht man sich wie so oft einen der vier Helden aus und kann mit diesem von einem der vier total unterschiedlichen Welten anfangen. Schade aber ist, dass man die Helden in keinem einzigen Punkt individualisieren kann, obwohl der Held/die Heldin keinen eigenen Namen hat und sicherlich viel Spielraum für Veränderungen drin gewesen wären. Bedenkt man allerdings, dass es im Spiel weit über 10.000 Items gibt, wovon mehrere Tausend Ausrüstungsgegenstände sind, die man anlegen kann, ist das fast zu verschmerzen. Ein einmaliges Durchspielen dauert bis zu 20 Spielstunden, bis man alle vier Charaktere ein mal durch die Welten gejagt habt, werdet ihr bis an die 100 Spielstunden beschäftigt sein. Wechselnde Abschnitte? Das gab es zuletzt bei Diablo und auch Crimson Cow sowie Cyanide haben Loki 190 verschiedene Spielabschnitte spendiert, wovon drei Viertel immer wechseln und die letzten ein Viertel für Bosskämpfe, Städte und so überlassen worden sind. Hört sich in der Theorie sehr gut an, allerdings hapert es in der Praxis, denn Hack `n Slay-Spieler neigen gerne dazu, alles in einem Gebiet niederzumetzeln und sich alle Items zu holen. Leider ist die Größe dieser Gebiete sehr unterschiedlich und bei großen Gebieten ist man teilweise über eine Stunde unterwegs, nur um alle Gegner zu killen. Danach geht es ja in ein weiteres Gebiet, welches mit Pech erneut so extrem groß ist – au weia. Ich weiß auch nicht so recht, ob ich es gut oder schlecht finden soll, dass die Gegner mit steigendem Level auch selbst stärker werden. Auf der einen Seite ist man nie unterfordert, auf der anderen Seite muss man sich immer auf knallharte Gefechte vorbereiten. Der erste vernünftige Rucksack! Wir kennen das Problem ja alle: In einem Rollenspiel hat man immer ein Inventarsystem mit einer festgelegten Anzahl an Slots, die aber nie ausreichen. Bei Loki: Im Bannkreis der Götter gilt dieses schwache System nicht, denn hier habt ihr von Anfang an mehrere Bereiche. 40 Slots für Rüstung, 40 für Waffen und satte 80 für andere Items. Genial: Wenn ihr Items oder Waffen aufnehmt, werden diese automatisch in den korrekten Slot gesteckt und dabei werden sie sogar noch differenziert! Es geht aber noch besser: Neue Items werden grün markiert, damit ihr nach den Errungenschaften eines Kampfes nicht stundenlang suchen müsst – grenzgenial! Das Tüpfelchen auf dem i setzt der Kiosk auf, denn wenn ihr manche Items nicht braucht, könnt ihr diese in den Kiosk setzen und dann beim Händler ganz bequem verkaufen – wow! Schade ist nur, dass ich keinen Vergleich der ausgewählten Waffe mit meiner eigenen zu sehen bekomme – genau wie in WoW oder anderen MMORPGs bzw. Hack `n Slays. Dickes Paket Das findet ihr schon umfangreich? Dann wartet mal ab, denn die Schmiedekunst wurde extrem umfangreich ausgestattet. Wer denkt, dass Vanguard oder WoW ausschweifend sind, wird hier sein blaues Wunder erleben, denn ihr könnt eure Waffen beim Schmied komplett auseinandernehmen lassen, wodurch ihr die Einzelteile bekommt und diese mit Teilen derselben Gattung wieder zusammenführt und dadurch ein neues Item erschafft. Noch krasser wird es, wenn ihr einige Artefakte und Runen hinzufügt, die eure Waffe vollkommen einzigartig und so richtig stark machen. Man kann sogar soweit gehen und diese anfänglich göttliche Waffe auseinander bauen und dann mit anderen Teilen zu einer noch mächtigeren Waffe werden lassen. Der Clou: Diese Waffe hat dann auch die Runen und somit Eigenschaften der vorherigen. Noch krasser: Auch hierbei könnt ihr noch zusätzliche Runen packen – Hammer! Geschrieben von: Adam Smieja am 08.06.2007
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