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Legend: Hand of God (Tests)


Legend: Hand of God

In den letzten Monaten wurde es still um das Genre der Hack `n Slays, was wohl unter anderem daran liegen mag, dass sich nahezu alle einen schlechten Ruf gemacht haben. Zahlreiche Bugs, unfertiger Eindruck, kein Spaß, zu monoton, keine Neuerungen und so weiter. Ist Legend: Hand of God grundlegend anders?

Die Story des Spiels ist prinzipiell der Rede nicht wert, denn es geht um den jungen Helden Targon, der einen bitteren Rachefeldzug gegen das Böse startet. Ok, so abgedroschen ist es dann doch nicht, denn er muss die Hand Gottes finden, um die Goblins und andere böse Wesen aus der Welt zu vertreiben und die Pforte zwischen zwei Welten schließen. Dabei stehen ihm und somit auch dem Spieler zahlreiche Waffen zur Verfügung, die man in gewohnter „immer feste druff“-Tour auch benutzen wird.

Opulenter Beginn

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Nach einer durchaus schicken Rendersequenz startet man Hals über Kopf in der Pampa und weiß noch nicht so wirklich, was abgeht. Targon spricht und wenn man nun ein wenig in Star Wars bewandert ist, vor allem aber in den Episoden 1 bis 3, dann wird man die Stimme des Helden sofort wiedererkennen. Es ist Obi Wan, jedenfalls sein deutscher Sprecher! Für mich war und ist das eines der großen Highlights im Spiel, denn der gute Mann spielt seine Rolle verdammt gut. Hinzu kommt noch Cosma Shiva Hagen als Sprecherin der Fee, die Targon immer und überall begleiten wird. Diese beiden Synchronsprecher ergeben ein perfektes Duo, die das Feeling von „Legend: Hand of God“ auf jeden Fall deutlich verbessern.

Auch die Grafik des Spiels kann durch und durch überzeugen. Das Gras und die Bäume wiegen sich im Wind und sehen generell ziemlich fein aus. Die Effekte machen keinen schlechten Eindruck – im Gegenteil: Sie sehen sehr gut aus und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Sehr cool ist übrigens auch, dass die Fee Licht in dunklen Gebieten spendet – beim ersten Mal konnte ich es mir nicht verkneifen, ein wenig mit der Physik des Lichts zu spielen, weil es einfach schick aussieht. Schade ist nur, dass man nach ca. sechs Spielstunden alle möglichen Formen eines Gebietes gesehen hat, denn Legend: Hand of God bietet viel zu ähnliche Außenlevels. Paradox: Bei den Dungeons haben die Entwickler genug Kreativität bewiesen und einen Zufallsgenerator eingebaut, durch den jeder Dungeon jedes Mal anders aussehen wird.

Typisches Techtelmechtel

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Am ärgerlichsten ist aber der Fakt, dass „Legend: Hand of God“ einfach keine Neuerungen im Genre mit sich bringt. Noch nicht mal seinen Held kann man individuell gestaltet, sondern bekommt direkt einen vorgesetzt, den man im Spiel nur mit anderen Ausrüstungsgegenständen ausstatten kann. Auch sonst braucht es nicht viel zum Spielen: Einen gesunden linken Zeigefinger, der die linke Maustaste nahezu permanent penetriert, gelegentlich mal die mittlere Maustaste für die zweite Fähigkeit und vielleicht etwas häufiger den rechten Ringfinger, um einen Sekundärangriff (Blitzschlag zum Beispiel) auszuführen. Mit diesen drei „Hotkeys“ – mehr kann man gleichzeitig leider nicht einstellen – werdet ihr euch dreien, vieren oder gar noch mehr Gegnern gleichzeitig stellen müssen, wobei man meistens ohne größere Probleme durchkommen wird. Auch bei den gelegentlich auftretenden Bossen wird man keine großartige Taktik brauchen, zumal man ausreichend Heiltränke während des Spiels finden wird und wer ohnehin schon den „Pfad des Glaubens“ gewählt hat, wird keine Heiltränke benötigen, höchstens Manafläschchen, die das wertvolle Mana wieder auffüllen.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 05.10.2007




 
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