Sie heißen ARD, ZDF, RTL und Sat1. Ihr Ziel ist immer gleich: Die Videospiele als Sündenbock für Untaten zu missbrauchen, um den Leuten Unwahrheiten aufzutischen. Die Inkompetenz sitzt vor der Kamera, ihre Waffen sind: Keine Ahnung, dummes Geschwätz und angebliche „Fachleute“. Ihre Auswirkungen in der Gesellschaft sind meistens fatal: Polarisierung der Menschen, die auf der einen Seite für Videospiele sind, auf der anderen Seite dagegen. Gestern, 21:45 Uhr flimmerte ein lächerlicher 3-Minuten-Akt Dummgeschwätz sondergleichen auf dem heimischen Altersheimsender, Pardon, ARD über den Flimmerkasten und beschrieb die Notwendigkeit eines Verbotes.
Wer wurde als Paradebeispiel genommen? Zwei „Opfer“, die genau das sagten, was Es war auch so logisch, dass in diesem Beitrag wieder die Inquisitoren Schünemann und Beckstein auftreten mussten, die ohnehin keine Ahnung von dem haben, was sie da verzapfen – oder kann man mir ein Spiel nennen, bei dem man in der Anleitung aufgefordert wird „jemanden zu quälen, und dann kriegt man mehr Punkte, bevor man ihm mit der Kettensäge den Kopf absägt“? Welches Spiel ist das? Ich bin seit 8 Jahren in der Branche der Videospiele aktiv und in diesen 8 Jahren, diesen 2920 Tagen oder aber auch 70080 Stunden, den 4204800 Minuten, ist mir ein solches Spiel nicht mal ansatzweise untergekommen. Wenn der gute Herr Scarface meint, dann kann ich ihn beruhigen, in der deutschen Version von Scarface gibt es solche Sachen nicht! Ich glaube auch, dass Beckstein und Schünemann ganz wesentliche Dinge einfach übersehen (wollen!), denn der Jugendschutz ist hierzulande der härteste auf der ganzen Welt! Spiele wie „Dead Rising“, „Gears of War“ oder aber auch „The Warriors“, aktuell „Manhunt 2“ erscheinen hier nicht oder werden sogar schon VOR ihrer Veröffentlichung indiziert. Sehr bemerkenswert in dieser „journalistischen“ Leistung war auch die bloße Niederlegung sachlich unfundierter (OHNE Quellenangabe) Statistiken, wonach mehr als 50% aller Spieler schon ein Killerspiel gespielt hätten. Ja, wenn man auch so ziemlich jedes Spiel, unter anderem Final Fantasy, als ein „Killerspiel“ sieht, dann wundert mich nicht, dass die Ratio nicht bei 99% oder gar 100% gelegen hat, denn eine Definition dieses Wortes steht bis heute aus, auch Beckstein würde unter Folter nicht sagen wollen, was ein „Killerspiel“ ist. Und wenn wir schon bei Verboten sind, da kann man als Journalist eines Online-Magazins noch weitere Auswirkungen schildern. Wenn die lieben Politiker schon konsequent sein wollen (wollen wohlgemerkt), dann müsste es auch „Killerfilme“, „Killerbücher“, „Killerhörkasetten“, „Killermusik“, „Killerpornos“ – ok, Snuff, gibt es also schon – oder aber auch „Killersport“ geben. Das müssten sie demnach auch verbieten, damit wir eine ähnlich radikale Auswanderung in Deutschland erleben wie 1953, wo alle Ostdeutschen in den Westen gezogen sind, weil die Lebensbedingungen unter aller Kanone gewesen sind! Und was bleibt, wenn man die oben genannten Kategorien verbietet? Nichts! Deutschland verliert jeden Anschluss in der Wirtschaft, alle großen Konzerne machen einen Abgang und wo bleiben die Bürger? Die Bürger spielen auch mit 47 Lenzen am Alterskonto auf dem Spielplatz mit den Kindern und müssen sich dann von den Politikern anhören, sie seien Pädophil, weil sie keine andere Beschäftigung hätten – richtig! |
|





