Und wieder bekommt ihr nach LOST: Das Spiel eine Filmversoftung präsentiert. Diesmal handelt es sich um das Spiel Jumper, welches vor kurzem für 360, PS2 und Wii erschien und gleichzeitig zum Start des aktuellen Kinofilms veröffentlicht wurde. Schon im Lost-Test haben wir uns dem Problem von Versoftungen zu Filmhighlights gewidmet. Umso gespannter war ich, wie sich Jumper als aktuelles Beispiel macht. Im Spiel übernehmt ihr die Rolle des Hauptprotagonisten aus dem Film und versucht euch gegen die bösen Paladine zur Wehr zu setzte, indem ihr eure Teleportationsfähigkeiten nutzt. Nach wenigen Minuten musste ich ernüchternd feststellen, das Jumper wohl einer der schlechtesten Versoftungen seit Jahren ist. Warum und wieso? Das lest ihr im Kurztest
Fazit
Jumper ist ein Spiel, das sich mit Sicherheit an Fans des Films orientiert, aber auch für diese viel zu schlecht ist. Die Gründe habe ich rechts schon aufgelistet und muss ich wohl nicht noch einfach aufzählen.
In diesem Sinne bleibt nur noch zu sagen, dass ihr die Finger von diesem Spiel lassen solltet! Christoph Kleiner | Spieletester Redaktion)
Bei Jumper kommt der Spielspaß nicht so recht hervor. Das liegt besonders an der sehr schwachen Umsetzung. Eure Aufgabe besteht lediglich darin, Level für Level abzuklappern, um sich in diesen mit zahlreichen Gegner zu kloppen. Klingt langweilig und Ideenlos? Das ist es auch!
Eine weitere sehr große Schwäche von Jumper ist das Gameplay. Dieses wirkt so unausgegoren, dass es schon nach wenigen Minuten nervig wirkt und kaum den Spielspaß fördert. Wenn ihr zum Beispiel gegen einen Gegner kämpft, hat dieser vier unterschiedliche Angriffsseiten. Vorne, links, rechts und hinten. Um an diesen Stellen einen gezielten Schlag auszuführen, müsst ihr den jeweiligen Button (A,B,X,Y,) drücken, welche farblich am Boden des Gegners angezeigt werden. Färbt sich eine Anzreige grün, müsst ihr schnell den A-Knopf drücken, damit ihr im Kampf einen gezielten Schlag ausführen könnt. Das war's schon. Mehr tiefgründige Gameplay-Elemente werden nicht geboten. So beschränkt sich das Spiel komplett auf ein dumpfes "Button-Smashing", das eher Krämpfe im Daumen verursacht, als Spielspaß mit sich bringt.
Grafisch siedelt sich Jumper im unteren Bereich der 360 Spiele an. So kann man die Grafik wie die eines drei Jahre alten PS2 Spiels ansehen. Matschige Texturen, verpixelte Charaktere, langweilige Levelaufbauten, zahlreiche Ruckler und Tearing sind vertreten und machen Jumper damit nicht gerade zu einem Augenschmauß. In der heutigen Zeit sind solche grafischen Fehler einer nicht mehr zu tolerieren!
Neben einer soliden deutschen Synchronisation und einem langweiligen Soundtrack wird nicht mehr geboten. So muss ich auch nicht mehr erwähnen.
Da ihr im Grunde nur die originalen Schauplätze aus dem Film besucht, habt ihr das Spielende nach ungefähr fünf Stunden gesehen. Da aber nur eine Kampagne geboten wird, bleibt der Langzeitspaß aus und das Spiel kann getrost in der Ecke verstauben. Multiplayer? Nein! Andere Modi? Nein! Das ist zu wenig!
Ein Multiplayermodus ist nicht vorhanden und kann somit nicht bewertet werden.
Jumper ist der Beweis dafür, wie Versoftungen zu Filmen nicht auszusehen haben. Eine schlechte Grafik, ein schlechtes Gameplay, wenig Umfang und kaum Ideen lassen Jumper als wohl eines der schlechtesten 360 Spiele durchrauschen. Warum kann man nicht mehr Abwechslung reinbringen. Wieso gibt es keinen Multiplayer? Diese Fragen werden wohl nie eine Antwort bekommen.