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Joint Task Force (Tests)


Joint Task Force

Normalerweise fluchen Redaktionen schon direkt, wenn wieder ein Kriegsspiel ankommt und man es lang und breit testen darf. Bei „Joint Task Force“ hingegen waren wir uns alle ein wenig uneinig. Die einen meinten, es sei ein normaler WW-Shooter, die anderen (darunter ich) hofften darauf, dass es ein ordentliches Spiel im neuzeitlichen Kriegsjahr werden würde. Beobachtet durch die Medien dürft ihr euch in „Joint Task Force“ auf Terrorjagd begeben. Ich habe mich ins Vergnügen gestürzt und berichte von meinen Erlebnissen aus dem nahen Osten – viel Spaß!

Der Patriotismus ist bei „Joint Task Force“ (kurz JTF) ständig zu spüren, denn diese Spezialeinheit, durch die Amis ins Leben gerufen, soll die großen Nationen vor dem Terror retten, der sich in Somalia, Kolumbien, Bosnien und dem Iran befindet. Dort erlebt ihr auch die Missionseinsätze, die sich über rund 20 lange und spannende Missionen verteilen, in denen ihr die Geschichte rund um Major O´Connell erlebt, der Leiter der JTF ist und selbst mitkämpft.
Anders als gewöhnliche RTS
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<script type='text/javascript' src='/openx/www/delivery/ag.php'></script> Der Panzer hüllt sich in dicke Rauchwolken, um vor Feinden sicher zu sein
Das war mein erster Eindruck von JTF, als ich es die ersten Spielstunden gespielt habe, denn es kommt ganz ohne die elenden Klischees von WWII und Basenbau aus – das gibt es auch im gesamten Spiel nicht ein einziges Mal. Dass das lobenswert ist, dürfte klar sein. General Cleveland erklärt euch vor jeder Mission in einem kurzen Briefing, was in der kommenden Mission zu tun ist und worauf ihr besonders achten müsst. Sehr spaßig und vor allem fordernd sind die Medien im Spiel, aber auf die komme ich zu einem späteren Zeitpunkt zu sprechen, da sie ein ziemlich gesondertes Feature sind. Die 20 Missionen bieten die gewohnten Aufgaben, die aber wirklich sehr spannend und vor allem super in Szene gesetzt wurden. Evakuierungen oder die Festnahme einiger feindlicher Generäle gelten hier als kleine Highlights, da sie primär gar nicht gewollt sind. Die Missionen sehen anfangs klein aus und die Wendungen innerhalb der Missionen machen eine grandiose Würze.

Auf dem unteren Bildschirmrand seht ihr eine nette Minimap, die euch alle wichtigen Punkte anzeigt. Die gelbe Markierung deutet immer auf das Missionsziel hin. Sobald neue Missionsziele hinzukommen, wird die ehemals schwarze Fläche auf der Map aufgedeckt und ihr seht ein weiteres Gebiet, in das ihr eure Truppen schicken müsst.

Bei den Missionen an sich gilt es so viele Männer und Fahrzeuge wie möglich sicher und vor allem lebend heimzubringen, denn das bringt Bonus-Punkte bei den Medien und dadurch auch viel mehr Geld. Mit diesem Geld kann O´Connell dann ein wenig Nachschub anfordern, aber nicht immer und überall. Immer könnt ihr euch neue Truppen per Helikopter anfordern lassen, die auch kurz darauf erscheinen werden. Dicke Panzer oder andere Fahrzeuge müssen aber erst an Flugplätzen angefordert werden, da ein Helikopter nicht mehr für sowas ausreicht. Diese Fähigkeit ist aber nicht die einzige, die O´Connell hat, denn er kann auch einige Luftschläge (Mörser oder Stealth-Bomber) kommen lassen, um ein bestimmtes Gebiet dem Erdboden gleich zu machen.

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<script type='text/javascript' src='/openx/www/delivery/ag.php'></script> Ja wo ist sie denn, die Artillerie?
Immer beliebter in Strategiespielen werden Rollenspiel-Elemente. Wer sich letztens meinen Artikel zu „ParaWorld“ durchgelesen hat, der wird gesehen haben, dass man auch dort schon Erfahrungspunkte sammeln konnte. In JTF sammeln die Helden (es gibt nicht nur O´Connell als einzigen Helden, sondern auch noch weitere, die im Laufe des Spiels zu eurem Trupp hinzukommen) durch Töten von Gegnern Erfahrungspunkte, die sie dann letztendlich in neue Fähigkeiten investieren können. Nach einem erfolgreichen Levelaufstieg könnt ihr euch für die Fertigkeiten ‚Mehr Schusskraft‘, ‚höherer Sichtradius‘ und ‚schnellere Heilung‘ entscheiden. Auch die normalen Soldaten können Level aufsteigen, aber diese könnt ihr dann erst nach einer Mission verbessern. Der Clou: Ihr könnt nicht nur unbemannte Fahrzeuge übernehmen, sondern auch herumliegende Waffen sind vor euren Mannen nicht sicher. Es kann nämlich passieren, dass irgendwem die Munition ausgeht – passiert sehr häufig bei der Artillerie oder den Panzern, dann ist das ein praktisches Feature. Wie ihr beschädigte Fahrzeuge wieder reparieren könnt, erfahrt ihr etwas weiter unten. In einer Mission gilt es sogar, den Soldaten Gasmasken aufzusetzen, die ihr entweder in der Mission findet oder sie vorher schon individuell aufsetzen lassen habt. Ein Problem gibt es trotzdem: Stirbt der Held, heißt es „Game Over“. Ergo solltet ihr immer ein wachsames Auge auf eure Helden haben.

Kleinigkeiten versalzen die Suppe
Eigentlich hätte alles sehr viel leichter sein können in JTF, denn das „Feature“, welches ist nun bewusst in Anführungsstrichen geschrieben habe, ist eher ein Fluch als ein Segen. Man muss ein richtig geduldiger Mensch sein, wenn man jeden Soldaten einzelnd aufleveln will, denn man kann hier leider nicht alle gleichzeitig verbessern. Immerhin ist es praktisch, dass die Sanitäter die Soldaten automatisch heilen und die Panzer auch direkt vom Reparationstrupp repariert werden. Aber um die Fahrzeuge zu reparieren braucht ihr erstmal das passende Fahrzeug, welches teuer, aber lebensnotwendig ist, da es alles Wichtige in sich vereint. Es stellt sich auf und liefert Versorgungskästen, mit denen eure Panzer neue Munition erhalten und teilweise komplett repariert werden können, das kostet aber Zeit. Durch einen Zeitraffer ist das auch noch ganz annehmbar.

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<script type='text/javascript' src='/openx/www/delivery/ag.php'></script> Die Interaktive Umgebung verschärft die intensive Atmosphäre
Die Soldaten in kleine Gruppen zu formieren klappt zwar recht gut, aber dabei muss man aufpassen, dass Soldaten bei Soldaten sind und Panzer bei Panzern, ansonsten werdet ihr hier auf kleine Probleme stoßen, da sie sich ständig irgendwie gegenseitig stören. Das ist ohnehin ein allgemeines Problem von JTF, denn die eigene KI scheint zu blöd zu sein, um den korrekten Weg zu finden. Das oben beschriebene Beispiel ist ja noch gar nichts gegen folgendes: Es führen bekanntlich mehrere Wege nach Rom, denselben Gedanken haben wohl auch eure Einheiten, denn die einen nehmen den gewünschten kurzen Weg, die anderen fahren den unnötigsten Umweg aller Zeiten.. wohl bekommt’s, wenn sie dabei von irgendwelchen unerwarteten Feinden aufgerieben werden. Ganz gut hingegen ist, dass sich die Fahrzeuge dem Lauftempo eurer Truppen anpassen und somit nicht schon viel zu früh am Ziel sind.

Bevor ich letztendlich auf die Medien und den Multiplayer zu sprechen komme, möchte ich noch ein generelles Wort zur KI aussprechen, denn ich denke, dass gerade hier ein wenig nachgebessert werden sollte. Zwar verhalten sich die Gegner phasenweise ganz intelligent, aber meistens überwiegt doch der Gedanke „Warum geht er da nicht weg?“. Wenn meine Artillerie aus vollem Rohr auf ein weit entferntes Ziel schießt, bewegt sich der getroffene Gegner keinen Meter vom Fleck, er bleibt einfach stehen und wartet ab, dass er abgeschossen wird. Wie hirnlos ist das bitte? Auch die normalen Soldaten haben wohl noch nichts von Weglaufen gehört, wenn mal eben eine Granate angeflogen kommt. Teilweise laufen die Gegner sogar noch auf eure Panzer zu, um von euch überrollt zu werden...

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 02.10.2006




 
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Redaktionswertung

Grafik:
Sound:
Gameplay:
Spielspaß:
Mehrspieler:

User-Wertung
Positiv
  • - Super Grafik
  • - Klasse Sound & Synchronisation
  • - Grandioses Missionsdesign
  • - Abwechslungsreiche Kampagne
  • - Herrliche Darstellung der Atmosphäre
  • - Medien haben Einfluss auf Budget...
Negativ
  • - ...aber keinen Einfluss auf das Spiel an sich
  • - KI unter aller Kanone
  • - Mikromanagement zu unpraktisch
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