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Jenga: World Tour

Hersteller
Vertrieb
 Atari
Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
Kategorie/Genre
 Puzzle

Anfang 1 2 » Fazit
Die meisten von Euch haben sicherlich schon irgendwann in ihrem Leben einmal das Gesellschaftsspiel Jenga gespielt. Für diejenigen, die sich nur noch dumpf erinnern: Bei Jenga geht es im Groben darum, mit viel Fingerspitzengefühl und physikalischem Vorstellungsvermögen die Stützbalken eines Holzturm nach und nach abzubauen, ohne dass der Turm einstürzt. Der Entwickler Atomic Planet versucht nun mit "Jenga: World Tour" dieses klassische Spielevergnügen auf die Wii zu holen. Ob das wirklich gelingen kann?

Zunächst einmal ist der Ansatz sicherlich nicht der Schlechteste, denn mit der Entscheidung "Jenga: World Tour" auf Nintendos Wii umzusetzen, wurde die einzig sinnvolle Konsole für dieses Spiel ausgewählt. Dreh- und Angelpunkt bei Jenga ist nun einmal das motorische Feingefühl beim Herausziehen der Holzklötze und was wäre dafür besser geeignet als eine Umsetzung via WiiMote.

Und die ist erstaunlicher Weise ganz gut gelungen. Erstaunlicherweise deshalb, weil der Rest des Spieles ansonsten völlig verkorkst ist, aber dazu gleich mehr. Während Ihr mit dem Nunchuck die Kamera um den Turm steuern könnt, um das Klötzchen Eurer Begierde zu finden, greift Ihr dieses dann im Anschluss mit der WiiMote und entfernt es vorsichtig aus dem Turm. Im Anschluss müsst Ihr es dann auf die Spitze desselbigen wieder aufsetzen.

"War das etwa alles?"...

... ist die Frage, die man sich stellt, nachdem man das knapp 50 Euro teure Spiel nach einigen Minuten gefrustet wieder aus seiner Konsole entfernt.

Gelangt man nach dem Start des Spiels nämlich in das Hauptmenü, könnte man noch den Eindruck bekommen, das "Jenga: World Tour" mit richtig vielen Spielmodi und Features aufwartet. So strahlen einem neben der "Welt-Tour" auch ein "Schnelles Spiel" und "Freies Jenga" entgegen. Das Hauptspiel - die Welt-Tour ist in 8 Level unterteilt, alle mit eigener Kulisse und eigenen Feinheiten im Spielablauf. So wird Euer Turm zum Beispiel im Mittelalter-Level durch Katapulte beschossen, in der Eiszeit werden Holzblöcke eingefroren und dadurch rutschig, usw. Dieser erste Eindruck von der vorgegaukelten Optionsvielfalt wird dann aber schnell enttäuscht. Denn trotz dieser kleinen Unterschiede in den Spielvarianten läuft das Spiel dann aber doch zu einseitig ab und wird sogar - ob der ständig wiederholenden dämlichen Sprachkommentare und der eintönigen Sounduntermalung - zur Zerreißprobe für die Nerven.

Die Spielmodi "Freies Jenga" und "Schnelles Spiel" unterscheiden sich streng genommen kaum voneinander. Man hat generell immer die Auswahl zwischen einem Standardspiel mit ganz normalen Holzklötzen in einem virtuellen Wohnzimmer als Spielumgebung, sowie weiteren Spielvarianten mit Power-Ups und Zufallsereignissen in Kulissen wir dem oben genannten Mittelalter, dem Weltraum, einer Unterwasserkulisse und weiteren. Im "Schnellen Spiel" Modus lassen sich neben maximal 4 Mitspielern auch Computergegner dazuschalten - tut man das nicht, hat man im Prinzip eins zu eins den "Schnelles Spiel" Modus.

Grafik und Sound

Wie schon spielerisch, kann "Jenga: World Tour" auch grafisch nicht überzeugen. Dateilarme Kulissen, verwaschene Texturen und allzu verschwommene Kanten bei den Klötzen sind hier an der Tagesordnung.

Auch der Sound kann hier nicht viel retten. Während sich die Hintergrundmusik noch vergleichsweise angenehm bedeckt hält, gehen einem die Kommentatoren nach kurzer Zeit schon mächtig auf die Nerven.

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