Jack Keane (Tests)
Mit Ankh schafften die Entwickler von Deck13 im Jahre 2005 den Einstieg in das Genre „Adventure“. Nun bringen die Entwickler von Deck13 und der Publisher 10tacle, der schon einige andere namhafte Titel veröffentlicht hat, wie zum Beispiel War Front - Turning Point und Neocron 2, einen neuen Point & Klick Adventure auf den Markt, der den langweiligen Ego-Shooter und Action-Adventurealltag etwas auflockern soll. Warum dies Jack Keane nicht nur alleine durch seine interessante Story und die klasse Präsentation schafft, erfahrt ihr hier.
Euer Held heißt Jack Keane und ist, sagen wir mal, nicht gerade ein Held wie er im Bilderbuch steht. Gleich zu Beginn der Geschichte werdet ihr mit der eigentlichen Geschichte und Problematik dieses Spiels konfrontiert. Der Gouverneur Dr. T will vom tropischen Eiland aus, welches inmitten des indischen Ozeans liegt, das komplette britische Empire mit pflanzenfressenden Pflanzen dem Erdboden gleich machen. Warum er das tun will? Ganz einfach! Dr. T. ist nebenbei noch Tee-Exporteur und will sich somit den Tee sichern, für den es eine enorme Nachfrage gibt. Er will sich quasi mit dieser kleinen, hinterhältigen Aktion in den wohlverdienten Ruhestand setzen. Doch von wegen wohlverdient … Jack Keane – Ein Held, der eigentlich garkeiner ist Man muss ganz klar sagen, dass Jack Keane am Anfang der Geschichte mehr Dreck am Stecken hat, als so mancher Gangster in New York. Euer Held ist nämlich der Kapitän eines Handelsschiffes und hat derzeit Probleme mit Geldeintreibern. Nicht nur, dass sein Schiff in einem lausigen Zustand ist, ihm sind des Öfteren noch Waren abhanden gekommen und zudem ist sein Schiff nicht mal mit seinem eigenen Geld bezahlt. Er hat es angeblich nur „geborgt“. Im Laufe der Story wird Jack Keane noch häufig in prickelnde und eher unangenehme Situationen gelangen, die die Entwickler allerdings genau ausnutzten, um hier die Duftmarke Humor in diesem Adventure zu platzieren. Später werdet ihr noch auf einige Leute treffen, die teilweise noch einen größeren Schaden im Kopf haben, als euer Charakter, der Jackiboy. Doch da gibt es eine junge Lady namens Amanda, die ihn auf seinem Abenteuer so häufig begegnen wird, wie es ihm lieb ist. In einer bestimmten Situation im Spiel will Jack Amanda zum Essen ausführen, jedoch kriegt er eine nette, dennoch kräftige Abfuhr. Jack Keane: „Was hast du heute Abend vor?“; Amanda: „Hmmm, also ich glaube, ich hab heute Abend Kopfweh“. Beim ersten Mal musste ich über diesen Spruch ziemlich lachen, doch beim zweiten Mal blieb der Humor schon auf der Strecke. Der Spielspaß wird viel davon abhängen, ob euch der Humor anspricht oder nicht. Ansonsten werdet ihr eher gelangweilt vor dem Computer sitzen und euch denken: „Was ein schlechter Spruch“. Andere werden hingegen einige Stunden wirklich ihren Spaß haben. Bevor wir zum eigentlichen Gameplay und zum Abwechslungsreichtum sowie zu den Rätseln von Jack Keane kommen, wollen wir doch erst einmal die Präsentation etwas genauer erläutern. Die Entwickler Deck13 haben nicht nur eine grandiose Soundkulisse mit fantastischen Synchronsprechern geschaffen, sondern haben es auch geschafft, sich in der Richtung Effekte sowie in der Grafik zu verbessern. Alles wirkt irgendwie perfekt: Fröhlich bunt, schöne Sonnen- und Schatteneffekte, ebenso das Wasser, das bezaubernd dem Himmel entgegen glänzt. Doch einen Nachteil hat diese famose Präsentation, man übersieht sehr leicht Dinge und deswegen wurde eine Funktion eingebaut, die euch auf einen Schlag die Objekte hervorheben wird, mit denen ihr etwas Bewerkstelligen oder etwas auslösen könnt. Das einzige negative an der Grafik ist ab und an die Kameraführung. Diese sind oft in einem perfekten Winkel und in schöner Position eingerichtet, jedoch will die Steuerung manchmal nicht registrieren, was die Kamera gerade anzeigt. Geht ihr zum Beispiel an einigen Objekten vorbei, mit denen ihr etwas anfangen könntet, kann es gut vorkommen, dass ihr diese erst anklicken könnt, wenn ihr stehen bleibt. Äußerst schlimm ist dieser Faktor nicht, jedoch fällt er immer mal wieder auf. Ebenso klasse wie die Grafik ist natürlich die Soundkulisse. Wofür die Entwickler bekannt sind, sind die exzellenten Synchronstimmen und auch hier bestätigen sie ihren Status mit passenden Synchronsprechern sowie exakten Lippenbewegungen zu den gesprochenen Texten. Auch die schrillen und oft ruhigen Hintergrundklänge sind wirklich schön anzuhören. Keine überladenen Sounds mit übertriebenen Effekten, so stellt man sich eine nahezu perfekte Präsentation vor. Geschrieben von: Max Wittmann am 07.08.2007
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