Seit dem 1. Mai läuft der Action-Film Iron Man in den deutschen Kinos und beschert Fans des Marvel-Comics 2 Stunden pure Action mit genialen Dialogen und einer tollen schauspielerischen Leistung von Robert Downey Jr. in der Hauptrolle. Wenige Tage später erschien das „offizielle Videospiel zum Film“ für alle gängigen Konsolen und Handhelds. Ob das Spiel genauso gut ist, wie der Film oder ob Iron Man reif für die Schrottpresse ist, erfahrt ihr in diesem Test. Helden werden nicht geboren, sie werden gemacht! Ihr schlüpft in die Haut von Anthony Edward "Tony" Stark, Multimillionär und Besitzer von Stark Industries, einem millionenschweren Unternehmen, das sich auf den Bau und die Entwicklung von Waffen spezialisiert hat. Nach der Vorführung seiner neusten Kreation, der „Jericho“-Rakete, in Afghanistan, wird der gute Tony von Terroristen entführt und in den Bergen festgehalten. Bei seiner Entführung wird er von Granatensplittern schwer verletzt. Um zu verhindern, dass die Splitter zu seinem Herzen wandern, wird ihm ein batteriebetriebener Magnet in die Brust eingesetzt. Binnen 24 Stunden soll Tony nun die Jericho nachbauen. Stattdessen konstruiert er, mit der Hilfe des Physikers Yinsen, einen Anzug, um aus der Gefangenschaft zu fliehen. Während seiner Flucht wird Yinsen leider getötet, doch Tony entkommt unbeschadet. Nach diesem Erlebnis entschließt er sich, sämtliche Waffenproduktionen einzustellen, denn ihm war nicht klar, dass er indirekt Terroristen mit hochwertiger Technologie ausrüstet. Zudem schwört er sich, all dem ein Ende zu setzen und verbessert seinen Anzug, mit dem er auf Schurkenjagd geht und die Waffen von Stark Industries zerstört. Warum ich euch das erzähle? Nun zum einem soll es als Einleitung dienen, zum anderen ist es wichtig, die Story zu kennen, denn das Spiel erzählt sie nur sehr vage. Es wird nicht erklärt, warum Tony ein blau-leuchtendes Ding in seiner Brust trägt und es wird ebensowenig erklärt, wie er in Gefangenschaft gerät. Wer weder Film noch Comic kennt, fragt sich erstmal, was das ganze soll. Das Spiel startet mit einem kurzen Intro, in dem Tony seinen Schutzanzug aus einem Haufen Schrott zusammenbaut. Dann seid ihr an der Reihe. Mit eurer improvisierten Rüstung und einem montierten Flammenwerfer kämpft ihr euch, untermalt vom Iron Man-Lied von Black Sabbath, durch das Höhlensystem, bis ihr letztendlich entkommen könnt. Als Fan kommt da natürlich Freude auf, nicht zuletzt wegen dem coolen Soundtrack. Pimp my Armor Doch diese Erheiterung erlischt nach den ersten paar Missionen, die sich leider fast immer gleich spielen. Nach einer kurzen Zwischensequenz seid ihr am Zielort angekommen und schwebt, aufgemotztem Anzug sei Dank, in der Luft. Auf eurem HUD erscheinen diverse Markierungen, an denen sich eure Ziele befinden. Ihr fliegt also hin, zerstört die eine oder andere Waffenkiste und befreit dabei Geiseln oder demoliert Generatoren. Dann tauchen neue Ziele auf und das Spiel beginnt von vorn, bis ihr die Mission dann geschafft habt. Hin und wieder trefft ihr auch auf Zwischen- bzw. Endgegner, die dem Film und Comics entsprungen sind. So tretet ihr gegen Whiplash, Titanium Man, The Melter und selbstverständlich Iron Monger an. Die Kämpfe gestalten sich jedoch sehr einfach. Zwar hat jeder Boss seine eigenen Fähigkeiten, doch im Endeffekt muss man nur ausweichen, warten, bis sie ihre Hauptattacke ausgeführt haben und dann draufballern. Wer es tatsächlich schafft, zu oft getroffen zu werden, kann in einem kleinen Minigame den vorzeitigen Tod verhindern und die Lebenserhaltungssysteme des Anzuges rebooten. Wer selbst das nicht schafft, verliert eines von vier Leben. Zwischen den Missionen könnt ihr euren Anzug durch Upgrades aufrüsten. So verbessert ihr eure Waffensysteme und macht im Nachhinein mehr Schaden. Auf der PS3 und Xbox 360 verdient ihr während der Missionen Geld, mit dem ihr eben diese Upgrades kaufen könnt. Die Wii-Version macht es ein bisschen anders und schenkt euch automatisch Upgrades für die Waffen, die ihr auch benutzt. Wer das ganze Spiel über nicht einmal das Mini-MG benutzt, wird auch keine Upgrades dafür bekommen.
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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