Heavy Rain - GC-Preview (Vorschau)
Heavy Rain Immer wieder sehen wir Videofilme mit vorgegebenen Storys und wundern uns über die Handlungen der einzelnen Charaktere. Oftmals entsteht der Wunsch, von Außen auf die eine oder andere Person des Films, Einfluss zu nehmen und diese nach eigenen Wünschen handeln zu lassen. Diesen Gedanken hatte vermutlich auch Quantic Dreams, die mit Heavy Rain auf der Games Convention 2008 ein absolutes, einzigartiges Highlight präsentierten. David Cage, verantwortlicher Leiter der Entwicklung von Heavy Rain, sprach in seinem Vortrag über das Ziel einen Adult-Thriller zu erstellen, der das Hauptaugenmerk auf spürbaren Realismus setzt. Den Charakteren soll der Spieler die Emotionen aus der Gestik und Mimik entnehmen können und mit seiner Handlung bzw. Entscheidung die Aktionen bzw. Reaktionen auslösen. Faszinierend wirkte die Grafik mit viel Liebe fürs Detail. Beispiele dafür sind abprallende Regentropfen auf dem Boden oder die Mimik der Charaktere die z.B. bei Trauer den jeweiligen Gesichtszug in Verbindung mit den Augen aufzeigt.
Heavy Rain ist eine spielbare Story. Der Spieler hat in ca. 16 Szenen, welche in bis zu 10 verschiedenen Variationen gespielt werden können, die Story zum Fortlaufen zu bringen. In einem Mix aus Adventure und Action kann der Spieler in unterschiedlicher Weise mit dem Controller agieren. So werden teilweise die einzelnen Aktionen auf dem Bildschirm angezeigt. Positiverweise kommt auch die Sixaxis-Steuerung zum Einsatz. In einigen Situationen ist es z.B. mit Hilfe von Sixaxis möglich, Sprachhandlungen zu wählen. Auch zum Öffnen eines Schiebefensters werdet ihr die Sixaxis-Steuerung verwenden. Je schwieriger eine Aktion durchzuführen ist, desto schwieriger wird auch die jeweilige Eingabe am Controller. So muss der Spieler, z.B. um sich in einem Versteck aufzuhalten und unbemerkt zu bleiben, die Tasten L2, R1, Dreieck und X drücken und halten, um die richtige Position einzunehmen. Das Spiel enthält eine vollständige 3D-Grafik und hält den spielenden Charakter immer vor Augen. Alle sichtbaren Gegenstände können wie in der Realität verwendet werden. So ist es z.B. möglich innerhalb eines Wohnzimmers den Fernseher einzuschalten, oder eine Flasche, die sich auf dem Tisch befindet, umzuwerfen. David Cage zeigte in seiner Präsentation einen Szenenabschnitt. Nebenzimmer Ein mysteriöses Haus, in welches der Spieler eintritt und neben ausgestopften Tieren, Blutspuren und einer Leiche im Bad, auch ausgestopfte Frauen in einem entdeckt. In derselben Situation betritt der Inhaber wieder sein Haus und es entsteht ein Splitscreen. Der Spieler hat nun die Möglichkeit zu sehen, wo der Gegner sich genau befindet. Zwei mögliche Optionen wurden angezeigt. Zum einen ist es möglich durch Schleichbewegungen unbemerkt das Haus wieder zu verlassen, oder der Gegner wird aufmerksam und versucht mit dem Messer den Spieler zu töten. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, ein gutes Versteck zu suchen. Da es jedoch kein ‚Game Over’ gibt, kann der Spieler auch nach misslungenem Einsatz die Story fortsetzen. Geschrieben von: Benjamin Dadash-Natadj am 25.08.2008
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