Magazin Videogames Portable Community Files stips
Haze Vorschau #2

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 23. Mai 2008
Plattform
Kategorie/Genre
 Egoshooter

Anfang 1 2 » Fazit

Nachdem die Präsentation auf der Games Convention vergangenes Jahr nicht so wirklich überzeugen konnte, haben wir uns einen umfangreicheren Blick auf eine spielbare, nahezu fertige Version des Spiels bei Ubisoft gegönnt. Kann Haze spielerisch überzeugen oder geht den fleißigen Bienchen der Nektar aus?

Haze spielt in einer nahen Zukunft, in der große Konzerne wie „Mantel Corp.“ Privatarmeen gegen diverse Rebellen in den Kampf schicken. Die Menschen sind in ihrem Glauben an den Staat gespalten und wissen nicht so recht, was sie tun sollen. Die Mantel-Soldaten werden geblendet, genau wie die Presse und alle anderen – Mantel hat so einiges zu verbergen. Die Elitekrieger in ihren modernen Schutzanzügen sehen tote Menschen nicht, kämpfen in einer surreal wirkenden Welt und besitzen eine Droge, von der sie fast nicht wegkommen können: Nectar. Mit dieser Droge, die ihr auf Knopfdruck in den jeweiligen Körper pusht, gibt es gleich vier Vorteile: Die Sicht verändert sich und Feinde werden besonders gut sichtbar gemacht, Sniper-Zoom ist verbessert, ihr werdet vor anfliegenden Granaten gewarnt und zuletzt wäre da noch ein richtig starker Nahkampfangriff.

Mantel vs. Rebellen – Rebellen vs. Mantel

An sich ist die Idee hinter Haze ziemlich cool. Der Held des Spiels, Sergeant Shane Carpenter, ist am Anfang des Spiels ein Paradebeispiel der Mantel-Elite-Einheit und bekämpft die Rebellen, die unter dem Namen Promised Hand agieren. Doch schnell bemerkt er, dass Mantel zu gefährlich ist, er erkennt die üblen Machenschaften und kämpft irgendwann auf Seiten der Rebellen. Damit lernt nicht nur er, sondern auch der Spieler die Vorzüge von Mantel kennen – und natürlich auch die Schwächen, denn die größte Stärke der Mantel-Soldaten ist ihre allergrößte Schwäche.


Wenn ein Mantel-Soldat zu viel des Guten tun will und sich eine üble Überdosis Nectar hineinpfeift, bekommt eine „Nectar Disruption“. Das erkennt man grafisch daran, dass sich die gelben Waben des Anzugs rot färben und der Kerl total durchdreht. Als Spieler ist das auch möglich (einfach gang lange L2 halten). Die Sicht verschwimmt, alle Menschen werden verdunkelt dargestellt und das einzige, was ihr dann tun könnt, ist euch bewegen und umschauen. Schießen tut der Charakter alleine! Und er macht dabei keinen Unterschied zwischen Freund und Feind. Dennoch birgt das einen immensen Vorteil: Man ist schwer abzuknallen, weil alle Werte auf dem Maximum sind.

Schlussendlich kämpft man dann als Rebell, steckt weniger ein, hat schwächere Waffen und kann nicht mal auf Nectar zurückgreifen. Nicht direkt jedenfalls. Der Clou an der Sache ist, dass sich die Rebellen zur Not totstellen können und somit unsichtbar werden für alle Mantel-Einheiten. Darüber hinaus sind sie schneller, cleverer und beweglicher. Ihr könnt von toten Mantel-Soldaten eine kleine Füllung Nectar herausnehmen und auf eine Granate setzen, die dann zur Nectargranate wird. Explodiert sie, wird ein Nectardampf abgelassen, der zur besagten Überfunktion führt. Dasselbe Spielchen funktioniert mit den Messern, die eine gewisse Nectarsubstanz an sich haben. Fies wird es erst, wenn ihr so einem Gegner die Waffe klaut und gegen ihn einsetzt. Ihr habt es sicherlich schon bemerkt: Mantel und Rebellion sind durchaus ausbalanciert und der augenscheinliche Vorteil der Elitesoldaten ist nur Augenwischerei, der in Wirklichkeit keiner ist. Schon allein die Tatsache macht uns heiß auf spannende Mehrspieler-Gefechte!

Über Stock und Stein

Das Waffenarsenal von Haze wirkt an und für sich gar nicht mal so umfangreich. Neben den Standardwaffen in coolem Design (Pistole, Shotgun, MG, Raketenwerfer, Flammenwerfer, etc.) gibt es leider keine Waffe, die wirklich einzigartig ist – aber das kann auch damit zusammenhängen, dass ich gerade mal vier von ca. 15 Missionen (Schätzung, keine definitive Aussage!) spielen konnte. Viel besser gefiel da das Leveldesign, welches euch immer wieder in neue Gebiete schicken wird, die man eng, mal weitläufig sind. In verbitterten Häuserkämpfen müsst ihr Mantel-Truppen erledigen, die in den Ecken nur so auf euch lauern und im Körper der Manteleinheit müsst ihr euch einem Guerilla-Angriff der Rebellen erwehren. Ab und an dürft ihr euch auf ein Fahrzeug setzen und fahrt durch Täler sowie Bergpassagen.

Etwas Sorgen machte mir noch die KI der Gegner, die nicht immer wirklich klug agierten. Schon im ersten gespielten Level, ein dichter Dschungel, wurde ich den Eindruck nicht los, auch blind stürmen zu können und dabei noch Erfolg zu haben. Dieses Gefühl wurde letztendlich dann im Körper des Rebellen bestätigt: Haze wird euch keine Intelligenzbomben vorwerfen, eher das Gegenteil. Entweder die Gegner verharren zu lange hinter einer Deckung, gucken zu auffällig um die Ecke oder stürmen mit fast leerem Magazin auf euch. Kanonenfutter.

Sound hui, Grafik pfui

Ich habe es zu Beginn der Zwischensequenz erahnt. Free Radical, Macher des genialen TimeSplitters, haben seit der letzten Verschiebung von Haze fast gar nichts an der Grafik geändert. Nach wie vor kann Haze nicht dem Standard entsprechen, den es vergangenes Jahr kreieren wollte. Erinnert ihr euch noch an die ersten Bilder? Die waren toll! Jetzt sieht alles wesentlich blasser, teilweise sogar um Längen matschiger aus. Haze macht grafisch den Eindruck, ein mäßiger Launchtitel zu sein, kann aber durch sehr gut inszenierte Zwischensequenzen trumpfen, in denen die Charaktere ziemlich gut dargestellt werden.

Was man bei der Grafik verhunzt hat, scheint man beim Sound wieder gutmachen zu wollen, denn die englische Sprachausgabe kann sich wirklich hören lassen. Kein Mal verärgerte mich das Spiel mit mittelprächtigen Sprachfetzen und die Effekte werden akustisch sehr monströs festgehalten – so muss das sein.

Anfang 1 2 » Fazit
Werbehinweis


Bilderserien

Relevante Artikel


News dazu



Fordern Sie unsere Mediadaten an und Schalten Sie Werbung! Werbung/Mediadaten | Nehmen Sie Kontakt mit uns auf Impressum | Nehmen Sie Kontakt mit uns auf Kontakt
© by Spieletester.com
Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions