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Harvest Moon: Magical Melody

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Erscheinungstermin
 bereits erschienen
Plattform
Kategorie/Genre
 Adventure

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Flirten, erkunden und sammeln in veralteter Kulisse

Stellt sich die Frage, was man nach einem verdienten Feierabend des Bauernlebens noch alles machen kann. Es ist natürlich möglich, sich ins Bett zulegen und sich auszuruhen, aber das ist nicht Sinn und Zweck der Harvest Moon-Teile. So könnt ihr zum Beispiel ins benachbarte Dorf gehen, um auf dem Erntefest nette Mädchen kennenzulernen und mit diesen zu flirten. Vielleicht entsteht sogar eine Beziehung und es kommt zur Heirat und Familiengründung? Das alles ist selbstverständlich möglich. Aber auch der Erkundungsdrang muss gestillt werden. Wie wäre es, wenn ihr euch in der Wildnis etwas umschaut und ihr Beeren und Kräuter pflückt, damit zu Hause auf dem Hof ein leckeres Essen gekocht werden kann?

Aber wo liegt jetzt der Schwerpunkt in Harvest Moon? Und warum der Untertitel „Magical Melody“? Diese Frage lässt sich leicht beantworten. Natürlich bietet die Farmersimulation auch eine nette Geschichte, damit die Motivation zum Weiterspielen gegeben ist. So gab es vor einiger Zeit eine Erntekönigin, die sich um die Bauern, Äcker und Tierwelt gekümmert hat. Da die Einwohner des kleinen Dorfes aber es nicht für nötig hielten, die Hilfe der Göttin weiter in Anspruch zu nehmen, hat diese gedacht, sich versteinern zu lassen, damit die einheimischen Menschen zusehen, wie sie alleine zurecht kommen. Das passt unserem Hauptprotagonisten gar nicht und versucht, die Noten und Instrumente für eine magische Melodie zusammenzusuchen, damit diese vor der steinernen Statue gespielt werden, um sie wieder zum Leben zu erwecken.  

Vielleicht gewinnt die Geschichte keinen Oscar, vielleicht ist sie etwas zu kitschig, aber sie trägt ungemein zum Spielprinzip von Harvest Moon bei und ist für das Gameplay äußerst wichtig, damit der Spieler sich nicht auf dem Hof langweilt, weil die täglichen Arbeiten sich stetig wiederholen, was im Grunde auch nicht zu vermeiden ist.

Zu Anfang habe ich erwähnt, dass die Wii-Version der alten Gamecube-Fassung nachempfunden wurde. Das ist im ersten Augenblick auch nicht weiter tragisch, zumal die besagte Version damals nicht in Europa erschien. Aber genau so eine Portierung trägt zudem faule Früchte mit sich, die vielleicht hätten aussortiert werden können. So wurde auch die Technik des im Jahr 2006 veröffentlichten Spiels eins zu eins übernommen und kaum optimiert. Die Kulisse sieht somit trotz seines Comic-Stils sehr steril und langweilig aus. Auch der Sound wurde komplett übernommen. So werden euch immer und immer wieder die gleichen Soundsamples wie in der damaligen Version vorgespielt, ohne dass neue Songs hinzugefügt wurden. Das ist sehr schade und hat mich schon ein wenig enttäuscht, zumal die Umsetzung im Großen und Ganzen gut gelungen ist.

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