Farmerfreunde können sich seit kurzem wieder auf den beliebtesten Bauernhof der Videospielgeschichte stürzen. Die Rede ist natürlich von Harvest Moon, welches dieses Mal für die Wii erschienen ist und erneut von Rising Star Games entwickelt wurde. Wer jetzt aber glaubt, in Magical Melody ein komplett neues Bauernhof-Abenteuer vorzufinden, der wird enttäuscht sein. Magical Melody ist lediglich eine Portierung des GameCube-Vorgängers, welcher im Jahre 2006 veröffentlicht wurde, aber nicht in Europa auf den Markt kam. Zwar gibt es ein paar kleine Neuerungen gegenüber der GC-Fassung und die Steuerung wurde der Wii-Version zurechtgestutzt, aber das war es im Grunde auch schon. Wer nicht in den Genuss des Cube-Titels kam, der sollte sich dennoch die Wii-Version anschauen. Warum und wieso? Das erfahrt ihr im Test!
Ein Leben auf dem Land Kann es etwas Schöneres geben? Ihr besitzt ein kleines Landgut, füttert diverse Tiere, baut unzählige Gemüse-, Obst-, Weizensorten an und führt ein glückliches und beschauliches Leben. So ergeht es zumindest dem Hauptcharakter von Harvest Moon, welcher von euch gesteuert wird und zahlreiche Aufgaben auf dem Land erfüllen muss. Zunächst stellt sich aber die Frage, wo euer Bauernhof angesiedelt werden soll. Zum ersten Mal ist es in einem Harvest Moon möglich, zwischen einen von drei Standorten zu wählen, welche natürlich von Vor- und Nachteilen geprägt sind. So liegt es an euch, ob ihr zum Beispiel das Fleckchen Erde am Strand kaufen möchtet, wobei hier der Boden nicht sehr nahrhaft ist, um so
Obst und Gemüse anzubauen. Aber dafür kann das Tier sehr gut überleben. Oder wie wäre es mit einer zentralen Ansiedlung auf dem Land? Hier gibt es Flüsse, guten Boden und zahlreiche Wiesen. Nur dumm, dass der Weg ins Dorf etwas weit ist. Da hilft vielleicht der Standort in der Dorfmitte weiter. Hier können diverse Einkäufe schnell erledigt werden, aber der Platz ist sehr gering, um so eine große Farm aufzubauen. So in etwa müsst ihr euch den Anfang von Harvest Moon vorstellen. Die erste Frage liegt nun darin, wo ich mein Gut ansiedeln will und was ich genau anbauen möchte. Nachdem ihr euch für einen der Standorte entschieden habt, geht es im Landleben auch schon direkt weiter. So muss zuerst einmal der Boden auf Vordermann gebracht werden, indem ihr mit einer Hacke Steine zerlegt und Unkraut zupft. Danach solltet ihr den frisch bearbeiteten Boden mit Samen bewerfen, damit Hafer, Gräser oder Gemüse gedeihen können. Damit ihr ein florierendes Geschäft aufweisen könnt, müssen Tier und Anbau regelmäßig gewartet werden. So ist es bei Obst und Gemüse besonders wichtig, dass diese regelmäßig mit der Gießkanne bewässert werden. Auch das Vieh muss jeden Tag Nahrung bekommen, damit zum Beispiel die Kühe auch Milch abgeben. Von Nichts, kommt Nichts. Diesen Spruch solltet ihr euch in Harvest Moon merken. Denn sich hier auf die faule Haut legen, ist nicht drin. Tag für Tag müsst ihr aufs Land und die typischen Arbeiten eines Bauern nachgehen, damit er am Ende einer bestimmten Periode ernten kann, um sein fertiges Produkt in der Stadt auf den Markt zu verkaufen.
Selbstverständlich fangt ihr klein an und besitzt zu Anfang gerade einmal ein paar Quadratmeter Anbaufläche, die auch schnell bearbeitet wurde. Aber nach und nach wird mehr Fläche und Acker benötigt, damit die Nachfrage befriedigt werden kann. So muss zum Beispiel aus 10 m² schnell 30 m² gemacht werden. Das bedeutet wiederum mehr Arbeit für euch. Damit diese ein wenig erleichtert wird, kann man zum Dorf-eigenen Schmied gehen, der eure Gerätschaften verbessert und modifiziert. So kann die Gießkanne zu Anfang nur wenige Meter gleichzeitig bewässern, während das überarbeitete Modell gleich mehrere Meter abdeckt. Es ist durchaus sinnvoll, sich hin und wieder beim Schmied zu melden, damit dieser euch das Leben auf dem Hof erleichtert. Die Steuerung auf der Wii wurde gut angepasst, auch wenn es zu Anfang mit der Knopfbelegung etwas schwierig ist, diese zu bewältigen. Verwunderlich dabei ist die Tatsache, dass das Gameplay kaum die Bewegungssensoren der Wii nutzt, sondern eher bieder und „normal“ daherkommt. Das ist bei weitem keine schlechte Idee, denn Harvest Moon soll im Grunde eher entspannen und einen Urlaub auf dem Land gleichen. Zur Bewegungsanimierung sind andere Spiele da, das hat sich anscheinend auch das Entwicklerteam gedacht.
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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