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Guitar Hero: Aerosmith (Tests)



Es hat ja schon bei SingStar gut funktioniert. Nebst der eigentlichen Serie noch hier und da mal so eine „spezielle“ Version für eine Band zu entwerfen (bei Sony waren es die Toten Hosen) brachte nicht nur viel Kohle in die leeren Kassen, sondern auch viel PR. In etwa denselben Gedanken hatte wohl auch Neversoft, die nun zwischen Guitar Hero 3 und Guitar Hero: World Tour kurzerhand Guitar Hero: Aerosmith veröffentlichen. Ist dieser Titel nur etwas für Fans der Serie oder für alle geeignet? Wir sagen euch selbstverständlich.

Ich persönlich bin sogar der perfekte Kandidat für das Testmuster, denn mit Aerosmith kann ich nicht viel anfangen und muss ehrlich zugestehen: Kein einziger Song gefällt mir. Umso interessanter ist natürlich: Gefällt mir als Nicht-Fan der Band so ein Spiel dennoch? Die Antwort lautet: Ja. In den gewohnten Modi finden Anfänger wie auch Profis die gerechte Herausforderung und können sich jederzeit wie so ein waschechter Rockstar, paron, Guitar Hero fühlen, zumal Neversoft mit Tutorial, Übungsmodus, Karriere, Koop sowie diversen Online-Modi ein ordentliches Paket zusammengeschnürt hat, das sich definitiv sehen lassen kann.

Guitar Hero: Aerosmith
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Touren mit echten Kerlen

38 Jahre gehen natürlich nicht spurlos an so einer Band vorbei und die extrem lange Verweildauer der Jungs kann unmöglich in ein Spiel gepackt werden, dennoch haben die Entwickler zahlreiche wichtige Eckdaten der Amerikaner in Bild, Ton und Video festgehalten, wobei die erstellten Videos der Band oftmals sehr verpixelt (HD-TV vorausgesetzt) dargestellt werden und etwas vom Gesamteindruck abfallen. Macht aber nichts, denn spätestens wenn man einen der 41 Aerosmith-Songs gespielt hat – oder einen der diversen Vorbands – ist dieser Kritikpunkt schnell vergessen. Da ihr während der Karriere, die ähnlich umgesetzt wurde wie in GH3, Geld verdient, könnt ihr jenes im Shop für horrende Summen ausgeben – so ein Bandcharakter kostet einen ganzen Batzen Kohle, das man sich in den teilweise anspruchsvollen Spielsessions erspielt.

Die Karriere funktioniert folgendermaßen: Bevor man mit der Band um Perry, Tyler und Co. abrocken darf, muss man zunächst mit zwei Vorbands spielen, wobei hier auffällig ist: Nicht jede Vorspielband hat wirklich mal vorgespielt – nach diversen Recherchen hat sich allerdings ergeben, dass sich Aerosmith einige Inspirationen von eben jenen Bands geholt hat. Nichtsdestotrotz kommen euch dann Namen unter wie „The Clash“, „Joan Jett“ oder auch RUN DMC – kennt ihr nicht? Ich auch nicht, aber deren Songs stimmen gut auf den Mainact ein.

Nachdem als das Vorspiel beendet ist, dürft ihr weitere zwei Songs plus eine Zugabe abgeben bevor die Tour weitergeht. Auffällig ist, dass der Anspruch mit dem Eintreffen der Aerosmiths ein gehöriges Stück ansteigt, was angesichts der Blues-Riffs des Gitarristen aber kein Wunder sein dürfte. Verglichen mit GH3 sollten sich allerdings keine Abgründe in Sachen Leistung auftun und die ersten nahezu fehlerlosen Passagen kommen von alleine. Schade ist jedoch, dass die Vorspielbands die üblichen Charaktermodels erhalten haben (und damit ein wesentlicher Bestandteil des Wiedererkennungswerts verloren geht) und nicht ihre Originale besitzen, was bei der Hauptband natürlich ganz anders ist. Die Entwickler waren sogar so raffiniert, typische Bewegungen von Tylor und seinen Bandkollegen sehr detailgetreu nachzuahmen.

Guitar Hero: Aerosmith
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Ansonsten bleibt nicht viel zu sagen: Die Songliste bietet die Klassiker und Hits (Walk this way, Sweet Emotion, Love in an elevator, etc.), die man sich denken kann und die Qualität der Sounds ist natürlich mal wieder erste Sahne, wenn auch nicht mehr die Referenz, da Rock Band in diesem Punkt die Nase leicht vorne hat. Das trifft auch auf die Grafik zu, bei der man allerdings auch sagen muss: Sie sieht ja schon schick aus, aber die Präsentation von Rock Band ist um einiges besser und lässt vor allem ein viel besseres Feeling herüberkommen. Apropos Rock Band. Meiner Meinung nach ist es ein Unding, dass man die Gitarre von Rock Band nicht bei Aerosmith (aber umgekehrt) benutzen kann und damit quasi gezwungen wird, das Spiel im vollen Paket zu kaufen, falls ihr euch nicht schon GH3 geholt haben solltet.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 19.07.2008




 
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Kommentar
Während das Gameplay im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Boden tritt, hat sich Neversoft immerhin bei der Karriere einen recht netten Ablauf überlegt, der die Geschichte der Band ziemlich gut einfängt. Wenn ihr also Fans der Jungs seid, solltet ihr am besten im nächsten Moment den PC ausschalten und in den erstbesten Elektronikladen rennen und euch das Spiel kaufen. Nicht-Fans der Band überlegen es sich eher doppelt, da spreche ich aus Erfahrung, weil ich es mir so nicht gekauft hätte. Und mal ehrlich: Guitar Hero 4 (World Tour) erscheint ohnehin in wenigen Monaten.
Adam Smieja

Redaktionswertung

Grafik:
Sound:
Gameplay:
Steuerung:
Mehrspieler:

Gesamtwertung

80 Prozent

Award
User-Wertung
Positiv
  • + Songauswahl kann sich sehen lassen
  • + Karriere-Modus cool umgesetzt
  • + Ordentlicher Umfang
  • + Online-Modus
  • + Band-Charaktere können freigespielt werden
  • + Gewohnt gutes Gameplay…
Negativ
  • - … im Wesentlichen aber unverändert
  • - Rock Band-Gitarre wird nicht unterstützt
  • - Aerosmith-Videos in teilweise unterirdischer Qualität
  • - Vorgruppen-Charaktere aus Vorgängern bekannt
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