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Great Battles of Rome (Tests)


Great Battles of Rome

Strategiespiele sind sehr beliebt und meistens auch sehr gut. Dass es auch anders geht, beweist leider „Great Battles of Rome“, das wir für die PS2, die PSP und den PC erhalten haben. Warum das einer der typischen Juni-Gurken ist, lest ihr in den folgenden Zeilen..

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In Kooperation mit „The History Channel“ versucht Great Battles of Rome die Spieler mit einer historisch akkuraten Geschichte zu fesseln. Wer bei den rund 50 Minuten an Filmsequenzen das leise Gefühl bekommt, alles irgendwoher zu kennen, der dürfte das jetzt wissen, denn The History Channel stellte den Entwicklern eben diese 50 Minuten aus den eigenen Archiven an Filmmaterial zur Verfügung. Schick aussehen tut es allemal, allerdings kann das Gameplay, welches eigentlich nur vom Krieg handelt, nicht wirklich überzeugen. So liebevoll die Videos gestaltet sind, so herzlos sieht die Grafik auf der PSP, der PS2 und dem PC aus. Selbst die PSP kann fast locker mit einem PC mithalten, einzig und allein die Schatten lassen den PC von dem Handhelden ein wenig abheben – und kleinere Details, aber die fallen kaum ins Gewicht.

Wie viel Strategie ist wirklich drin?
Fast keine. Anfangs reicht es nämlich vollkommen aus, eine fast willkürliche Armee zusammenzustellen und diese dann auf den Feind loszuschicken. Erst in den späteren Missionen, eigentlich sogar erst am Ende, sollte man gescheiter herangehen, denn dann sitzt euch ein fieses Zeitlimit im Rücken, das euch automatisch verlieren lässt, wenn es bei Null stehenbleibt. Vor der Mission ist bekanntlich nach der Mission. Genau so ist es auch in GboR, denn vor einer Mission sucht ihr euch einige Einheiten aus, die für euch in den Kampf ziehen werden. Dafür braucht ihr allerdings ein wenig Gold, das ihr euch durch die verschiedenen Schlachten erarbeitet. Nebenbei erlangt ihr noch Ruhm. Durch das Geld könnt ihr eure Einheiten aufrüsten, sie in der Defensive, Offensive oder eher in Trainingseinheiten verbessern.

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Drückt ihr auf Start, fängt das Spiel in einer 3D-Ansicht an, wobei man hier ziemlich wenig machen kann. Lediglich die Truppenformation kann bestimmt werden. Außerdem kann man sich um Angriff, Rückzug oder Neuformation kümmern – ansonsten schaut man nur der Schlacht zu, was ziemlich dürftig ist. Hat euer Legat genug Befehlspunkte, könnt ihr jedoch einige weitere Befehle geben, welche allerdings auch nicht der Rede wert sind. Euer Handlungsspielraum ist also ziemlich begrenzt, es geht aber noch schlimmer! Ihr könnt während des Kampfes nicht so wirklich markieren, wie es andere RTS vormachen. Die Steuerung ist so simpel, dass sie selbst auf der PSP so ziemlich funktioniert. Mit L und R wechselt ihr eure Truppen (auf der PS2 auch), mit Kreis ruft ihr eure Einheiten zusammen, mit Dreieck stürmen sie los. Die Kampfgebiete sind übrigens stark begrenzt, bieten also wenig Möglichkeiten für taktische Raffinessen, wobei mir aufgefallen ist, dass die KI sehr gescriptet handelt. Als Stichprobe habe ich die vierte Mission gewählt und bemerkt, dass die KI in allen drei Versionen absolut identisch gehandelt hat – schade.

Die musikalische Untermalung des Titels hingegen ist recht ordentlich, aber keine Besonderheit – leider. Die Soldaten schreien zwar recht authentisch, wenn sie auf den Gegner stürmen, ansonsten herrscht aber leider tote Hose vor. Bei der PSP kommt bei der Technik erschwerend hinzu, dass die Ladezeiten unerträglich sind. Dafür aber hat die PSP eine Kampagne mehr (drei an der Zahl) als die PS2- und PC-Version, die nur zwei haben.

 

Geschrieben von: Adam Smieja am 20.06.2007




 
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