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Grand Theft Auto IV

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 Take 2
Erscheinungstermin
 erschienen
Plattform
Kategorie/Genre
 Action

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Genau so irre wie die Charaktere ist einfach die Komplexität, die Vielfalt an Möglichkeiten, mit denen der Spieler förmlich erschlagen wird. Ich habe mich oftmals einfach so dabei erwischt, mich in den Park zu setzen und dort dem Treiben der Menschen zuzusehen. Und ich sage euch eins: Kein Oblivion, kein Gothic, kein Final Fantasy, kein San Andreas, kein Assassin’s Creed hat jemals das Leben von Menschen so dermaßen glaubwürdig in ein Spiel gebracht, wie GTA IV. Schade nur, dass dieser Realismus nicht auf die Spitze getrieben wurde, denn es gibt nur eine Hand voll Gebäude, die man betreten kann – schade.

Irre genial ist auch die Grafik des Spiels, auch wenn es stellenweise echt Passagen gibt, bei den man sich denkt: Ihhhh. Aber ok, die sind selten. Negativ aufgestoßen ist uns lediglich die stark einbrechende Framerate, wenn mal mehr als ein Wagen in die Luft geht. Ansonsten aber kann man sich auf gestochen scharfe Texturen, tolle Effekte, butterweiche Animationen, ein tolles Schadensmodell und noch viele, viele weitere Kleinigkeiten freuen, die einen optischen Reiz-Overkill verursachen werden. Die Ladezeiten sind auf der PS3 sehr kurz ausgefallen – Festplatte sei Dank. Bei der Xbox 360 lädt man etwas länger, aber beides ist nicht wirklich tragisch.

Mit Ach und Krach

Neben den typischen „Fahre mich von A nach B“-Missionen gibt es natürlich auch Aufträge, in denen ihr euch wirklich in feinster Shooter-Manier durchballert. Hier greift ein leicht abgeändertes System, bei dem ich eines ziemlich dämlich finde. Das Zielsystem wurde zwar nicht wirklich geändert, aber erweitert. Nun gibt es die manuelle Ziel-Option (Schultertaste halb reindrücken) oder die automatische Ziel-Option (Schultertaste ganz rein), von der letztere natürlich die beste ist, weil man sie leichter greifen und so auch die bessere Kontrolle hat. Außerdem feiern Konter ihren Einzug in GTA, denn wer richtig timet, kann einen fatalen Konter im Nahkampf einsetzen – aber wer kämpft denn schon mit Fäusten, wenn es Shottie und Co. gibt? In Deckung gehen funktioniert überdies auch, gestaltet sich oftmals sogar als praktisch, obgleich die Gegner-KI leider nicht so schlau ist und euch gerne blind stürmt. Kanonenfutter, aber okay. Solltet ihr doch sterben, müsst ihr keinen Frust schieben, weil Rockstar Games endlich ein halbwegs vernünftiges Checkpoint-System eingebaut hat. Ein Fehlen der Speicherfunktion während einer Mission oder einfach in der „Open World“ entschuldigt das nicht, aber wenigstens kann man vom Checkpoint aus direkt starten (mit weniger Geld und ohne Waffen), wenn man mal das Zeitliche segnen sollte.

Grand Theft Auto III erhielt ihn nur durch eine Mod, Liberty City Stories hatte ihn von Anfang an, Grand Theft Auto IV hat ihn nun auch: Den Mehrspieler-Modus! Mit bis zu 16 Spielern werdet ihr die satten 14 Spielmodi jeden Tag aufs Neue genießen können. Zu diesen Modi gesellen sich TDM, DM, Rennspiele mit Waffeneinsatz und Domination (im Spiel „Turf War“ genannt). Neu hingegen sind Varianten wie „Car Jack City“, wo ihr spezielle Karren rauben müsst oder auch „Cops `n Crooks“, wo es gilt, als Team A abzuhauen, was Team B verhindern muss. Und je mehr Geld ihr habt, desto höher ist eure Positionierung in der Rangliste. Der Mehrspieler-Modus funktioniert tadellos und kann auf ganzer Linie überzeugen, super!

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