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Grand Theft Auto IV

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 Take 2
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 Action

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Kleiner, schwerer, übersichtlicher

Ein großer Pluspunkt meines persönlichen Hassspiels (San Andreas – aufgrund der total übertriebenen Thematik) war die riesige Umgebung, die satte 30 Minuten Fahrt beanspruchte, um einmal umrundet zu werden. In Liberty City, dem sagen wir es mal freundlich "Bruder" von New York City ist das natürlich nicht so. Hier braucht es rund 20 Minuten, um einmal komplett die Ränder abgeklappert zu haben. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn wer NYC kennt, weiß, was man da alles sehen kann. Die Statue of Liberty, welche im Spiel „Statue of Happiness“ genannt wird oder auch eine Nachbildung des State Buildings – Highlights gibt es überall.

Der Frauen bester Freund während so einer Autofahrt ist nicht etwa der quengelnde Mann auf dem Beifahrer-Sitz, sondern das Navi, welches sie immer zielsicher versucht ans Ziel zu bringen, wenn nicht kurzerhand aus rechts links und aus links rechts wird. Aber das sind spezifische biologische Dinge, die mit falsch verlaufenden Synapsen zu tun haben. In Grand Theft Auto IV reagieren die Transistoren der PS3- und Xbox 360-Prozessoren dank korrekter Programmierung von Rockstar Games richtig, weshalb ihr jedes Mal zielsicher an Ort und Stelle, die ihr übrigens auf der großen Map im Menü das Spiels aufrufen und markieren könnt, ankommt. Danach wird auf der Minimap unten links ein entweder gelber Wegpunkt dargestellt (Missionsziel) oder ein grüner, wenn es eine freiwillige Fahrt ist.

Kommen wir nun zur Königsdisziplin eines jeden GTA: Autoklau. Ihr haltet mich für bescheuert, weil ich jetzt so eine Kleinigkeit einen größeren Abschnitt widme? Tut das, aber im Spiel bemerkt ihr vor allem eines: San Andreas, Vice City und GTA III waren ein Kindergarten! In GTA IV werden sich die KI-Menschen deutlich aggressiver verhalten, wenn ihr deren Auto klauen wollt. Manche tun nichts, weil sie Angst haben, andere wiederum versuchen euch herauszuzerren, wiederum andere verprügeln euch sofort und letztere werfen sich aufs Auto, was dank der Euphoria-Physik-Engine sehr cool und verdammt gut aussieht! Habt ihr diese Hürde genommen, müsst ihr außerdem aufpassen, dass kein Polizist in der Nähe ist, denn dann greift das bewährte, aber leicht verschärfte 6-Sterne-System. Eins bis zwei Sterne abzuschütteln ist noch leicht, alles darüber endet fast in Selbstmord. Auf der Minimap erscheint ein blauer Kreis, der die Fahndungsreichweite angibt. Bei vier und fünf Sternen umfasst er nahezu alle drei Inseln – die Flucht ist nahezu unmöglich, es sei denn ihr kommt ungesehen in einen „Pay `n Spray“-Shop. Auch auffällig: Die Männer in blau fangen schon beim zweiten Stern an, auf euch zu schießen. Und letzte Sache: Die Autos haben einen richtig schlechten Bremsweg. Während man in San Andreas von 200 auf 0 in einer Sekunde kam, muss man bei GTA IV schon fast zwei Kurven vorher in die Eisen steigen, um die Kurve überhaupt nehmen zu können – das ist ärgerlich.

Irre…

So ein Test zu GTA macht keinen Spaß, sage ich euch, liebe Leserinnen und Leser. Warum? Es gibt viel zu viele Dinge, die man schreiben kann, aber dieser Abschnitt muss einfach den total durchgeknallten Charakteren gewidmet werden. Rockstar hat man wieder eindrucksvoll bewiesen, dass sie doch jedes Mal ein glückliches Händchen bei Sprechern und bei den Animationen sowie Erstellung der Charaktere haben. In den Zwischensequenzen, die durch ein nahezu perfektes Skript auf ein bisher nie da gewesene Spitze getrieben werden, lernt ihr Freaks wie den total selbstsüchtigen Vlad, die Labertasche und den Lügner in Person Roman, den unverständlichen Jamaikaner Little Jacob oder auch Brucie (Fitness-Junkie) kennen. Ein GTA ohne solche Figuren möchte man nicht missen – und vor allem die Animationen, die butterweich wirken, machen jede Sequenz zu einem Augenschmaus und kein GTA, auch kein Rollenspiel kann diesen Emotionen und diesen Gefühlsausdrücken auch nur annähernd das Wasser reichen.  Von der Sprachausgabe will ich gar nicht erst reden: Unglaublich! Die englischen Sprecher verdienen allesamt einen Oscar, Kompliment!
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