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Grand Theft Auto IV

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 Action

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Endlich ist es da. Aber ist es auch wirklich all diesen Hype wert? Und dann ist da noch eine ganz andere Frage: Bietet uns Grand Theft Auto IV überhaupt irgendwelche Neuerungen außer einer wirklich tollen Grafik oder müssen wir uns mit einem GTA III Extended vergnügen? Nun, eigentlich ist es ja klar, dass Rockstar Games sich bei solch einem Spiel nicht lumpen lässt und GTA IV ist ein mehr als würdiger Nachfolger. Warum? Lest weiter und ihr erfahrt es bei uns!

GTA IV bietet mal eine Abwechslung, denn hier taucht kein dahergelaufener “Gangster-Hip-Hop-Obercool-Kaching-Pussylicker-old-Bastard” auf, nein. Niko Bellic ist ein alter Kriegsveteran, der in den USA sein Glück versucht und dabei vom Cousin Roman mit allerlei Lügen in die Stadt der Träume gelockt wird. „This place is not much of a fucking holiday“ kostantiert er richtig, als er bemerkt, was wirklich abgeht. Drogen, Autoschieberei, Morde, Erpressungen – ups, falscher Film. GTA IV ist ein GTA in Reinform, nur besser, aber bei weitem nicht perfekt. Die Story gewinnt durch den sympathischen Helden dennoch merklich an Farbe, sie wird greifbarer, realistischer (wenn man es so nennen will) und der Antiheld wird zu einer Figur, mit der man sich irgendwo hinterm Mond doch identifizieren kann – jedenfalls mehr als bei den hirnverbrannten San Andreas-Charakteren.

Ein GTA wie jedes andere und doch so anders?

Die Grand Theft Auto-Serie hat das „Sandbox“-Prinzip erst so richtig publik gemacht, denn die Art, wie es dem Spieler ermöglicht wird, Dinge zu erledigen, ist so umfangreich und überwältigend, dass sie als kleine Revolution in der Videospielszene galt. Nun ist der Urvater von Sandbox wieder da – diesmal deutlich ausgereifter, obgleich Schwächen im Spieldesign weiterhin deutlich vorhanden sind. Ihr werdet also in GTA IV weiterhin dubiose Kerle von A nach B schiffen, Erpresser erkennen und töten, müsst der Polizei nach einem guten Coup entkommen, schiebt zwei Leichen kurzerhand ab – die Spanne ist groß, aber echte Neuerungen im Gameplay gibt es gewiss nicht. Dennoch machen all die Missionen Spaß, schließlich kann man frei wählen, was man wo und wie tun will.

Die normale Spielzeit, die lediglich die Hauptmissionen berücksichtigt, wird euch ungefähr 30 Spielstunden vor den TV bannen, aber da gibt es noch so ungemein viel mehr zu entdecken: Arcade-Automaten, Standup Comedians, Stripbars, Kabarett-Shows, diverse Shopping-Meilen, Bowling, Darts, Tetris, die berühmten und beliebten Taxifahrten und noch viel, viel mehr.

Wirklich neu ist aber, dass einige Missionen vorbereitet werden müssen. Sehr positiv fiel mir dabei die Aufgabe auf, einen korrupten Anwalt zu überführen. Dazu haben wir uns kurzerhand bei seiner Kanzlei um einen Job beworben, haben einen schicken Anzug gekauft und kamen pünktlich zum Bewerbungsgespräch, woraufhin direkt die Shotgun herausgeholt und abgedrückt wird. Easy going. Doch wie schreibt man E-Mails? Das ist eine der zwei großen Neuerungen in Teil 4 der beliebten Serie. In diversen Internet-Cafés, welche die Aufschrift „Tw@“ tragen, könnt ihr euch ins virtuelle Leben einschleusen, Mails checken oder auch selbst schreiben, in einer MySpace-ähnlichen Website nach Freunden und Freundinnen suchen und zahlt dafür nur einige wenige virtuelle Dollar. Außerdem könnt ihr euch bei Gelegenheit Klingeltöne für das Handy im Spiel herunterladen, die ihr dann für das Handy verwendet.

Das Handy. Inzwischen ein Alleskönner, reichen die Möglichkeiten mittlerweile weit über die des Telefonierens und des SMS-schreibens hinaus. In Grand Theft Auto IV braucht ihr aber eigentlich nur genau diese beiden Funktionen, es sei denn ihr macht euch Dates mit schönen Frauen klar, dann wäre der integrierte Planer ganz praktisch. Ansonsten ruft ihr es immer und überall mit der Hoch-Taste des D-Pads am Controller auf und legt es mit der Runtertaste wieder ab. Anrufe werden ab und an folgen, besitzen keinen festen Zeitpunkt und sind oftmals sehr willkürlich, da eure Freunde oder Freundinnen auch mal was mit euch unternehmen wollen. Die soziale Komponente in GTA IV ist ohnehin wesentlich ausgeprägter als in allen anderen Teilen. Hier ladet ihr eure beste Freundin zu einem Drink im nächstbesten Lokal ein, kommt total besoffen heraus und fahrt sie angetrunken nach Hause (bitte nicht nachmachen…) und ruft dann den besten Kumpel an, um mit dem eine Spritztour ins Striplokal zu machen – hach, die Welt von GTA bietet so viele Entfaltungsmöglichkeiten. Wer mal Druck ablassen will, kann sich auch in die dunklen Ecken begeben und dort für etwas Geld Liebe kaufen, was entsetzlicherweise fast unzensiert gezeigt wird. Doch zurück zum Handy, denn ihr werdet nicht nur angerufen, sondern könnt auch von alleine die Jungs und Mädels anrufen und so Dates ausmachen.
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