Beim Händler gibt es eine gute Auswahl an Karren, die ihr euch anfangs aber kaum leisten könnt. Ab der Klasse B wird es aber sehr interessant, weil die Preisgelder steigen und ihr euch schöne Fahrzeuge leisten könnt. Nachdem ihr alle Klassen gemeistert habt, könnt ihr im Übrigen das „Schnelltuning“ benutzen, welches erst dann freigeschaltet wird. Schnelltuning ist allerdings maßlos untertrieben, denn was ihr hier alles machen könnt, würde sogar einem Need for Speed imponieren. Zwar tauscht ihr keine Teile um, könnt aber ganz schön stark an der Leistung, Aerodynamik und vielen, vielen weiteren Spielereien herumprobieren und diese dann testen. Für Moto-Maniacs ein Segen, für alle anderen wohl eher eine nette Spielerei.
Respektabel bei den Rennen ist aber die Anzahl an Gegnern. Waren es früher nur sieben weitere Fahrer, so hat Polyphony die Grenze nun auf maximal 16 Raser erhöht, wodurch wesentlich mehr Action auf dem Bildschirm ist. Überholmanöver werden riskanter, wenn man eine enge und kurvenreiche Strecke fährt, da etwaige Strafen sehr demotivierend wirken. Strafen gibt es fürs Anstoßen, den Gegner ins Aus fahren oder abkürzen. Bitter ist weniger die Tatsache, dass es die Strafen gibt, sondern viel mehr der Fakt, dass die Strafen auch dann gegen euch wirken, wenn der Gegner eben jene Straftaten macht. Wer muss dafür büßen? Der Spieler selbstverständlich – danke…
Ist uns zwar nur zwei oder drei Mal passiert, aber das brennt sich ins Gedächtnis ein!
Technisch anständig, im Mehrspieler eine Offenbarung!
Die Grafik von Gran Turismo 5: Prologue braucht sich nicht vor der Konkurrenz Project Gotham Racing 4 zu verstecken. Die Fahrzeuge sehen verdammt echt aus (und fühlen sich auch so an), die Motorengeräusche wirken satt und real und der Soundtrack gibt sich rockig wie eh und je, obgleich GT5 natürlich auch seine ruhigen Seiten hat, die ihr im Menü zu hören kriegt. Das große Aber kommt jetzt. Nennt mich pingelig, einen nervenden Nörgler, doch Kritik auf hohem Niveau muss sein. Für ein Spiel der nächsten Generation erwarte ich
mehr als billig animiertes Publikum, sterile Umgebungen und Sand, der nicht am Auto kleben bleibt. Wenn ich mit vollem Speed durch das Kiesbett fahre oder zumindest in die Botanik, dann will ich auch Spuren an den Rädern sehen – Fehlanzeige! Wetterverhältnisse? Sind mir nicht untergekommen – immer schien die Sonne. Daher gibt es bei der Grafik auch nur ein „Gut“ und kein „sehr gut“.
Zum Mehrspieler-Modus können wir noch nicht viel sagen, da dieser erst zum Launch freigeschaltet wird. Die Infos, die wir im Spiel abrufen können, machen aber richtig Lust auf mehr. Da wäre zum Beispiel die Möglichkeit, die Startseite ein wenig anzupassen, Events angezeigt zu kriegen und alles über einen Kalender auf der „Meine Page“ zu managen (funktioniert nicht im Offline-Betrieb). Darüber hinaus gibt es die obligatorischen Rennen mit bis zu 16 Spielern sowie Ranglisten. Das Highlight ist allerdings „GT TV“. Ähnlich wie Gotham TV werdet ihr hier Shows sehen und herunterladen, eigene Clips reinstellen und bewerten sowie kommentieren lassen können, und so weiter und so fort. Hört sich sehr spannend an – wir sind gespannt, wie es sich im Betrieb macht!