Ihr fragt euch sicherlich schon, warum es bisher noch fast kein Spiel zur wohl bekanntesten Serie der Welt, den Ghostbusters, gibt? Gute Frage, das wissen wir leider auch nicht, aber die Entwickler von Terminal Reality sagten uns, dass der Titel schon sehr lange in Entwicklung ist und erst die Next-Gen.-Konsolen die Power mit sich brachten, um das ambitionierte Projekt umzusetzen. Kann das Spiel im ersten Eindruck schon begeistern oder werden die Strahlen dummerweise doch gekreuzt? Ghostbusters wird nicht nur für die aktuelle Konsolengeneration erscheinen, sondern für so ziemlich alle erhältlichen Handhelden und Konsolen. Der Unterschied bei all diesen Versionen ist folgender: Die PS3, PC und Xbox 360-Version des Spiels bieten eine sehr realistische Grafik und ein ausgefeiltes Physiksystem, das auf eindrucksvolle Art und Weise präsentiert wurde (dazu gleich mehr). Die Wii, DS und PS2-Fassung des Spiels haben einen eher Comic-artigen Look abbekommen, was uns aber dann leider doch nicht gezeigt werden konnte – warum auch immer, aber der Fokus scheint wohl auf den großen Konsolen und dem PC zu liegen.
Es ist keine Filmumsetzung! Nachdem das Spiel angekündigt worden ist, bekam ich doch recht viele E-Mails zugesendet mit einer Frage: „Ist Ghostbusters eine Filmumsetzung zu einem vierten Teil oder eine Filmumsetzung der ersten drei Filme?“. Die Antwort lautet: Weder noch. Ghostbusters ist mehr ein eigenständiges Spiel, das zusammen mit Dan Akroyd gemacht wird, weil die Macher der ersten Teile nicht so wirklich die Lust haben, einen weiteren Film zu drehen, weil die Schauspieler allesamt schon zu alt sind und man wohl nicht mehr das Flair der alten Teile erreichen könnte (wie wahr, wie wahr…). Stattdessen hat man sich lieber für das Spiel entschieden, in dem man nicht mit solchen Problemen konfrontiert ist. Gespielt wird aus der klassischen Third-Person-View, weswegen auch sofort klar ist, dass es sich hierbei um ein Action-Adventure handelt. Der Spieler selbst übernimmt die Rolle eines Rekruten im Team um Venkman. Übrigens: Die Helden des Spiels sind die Originale aus dem Film und haben sogar die originalen Synchronstimmen! Aber ok, so viel dazu. Im Mehrspieler-Modus können eure Kumpels dann die Rollen der anderen Mitstreiter übernehmen. Worum es in dem Spiel geht, dürfte auch klar sein: Geister suchen, jagen, einfangen oder ausradieren. Das Waffenarsenal, um die ganzen Geister (physischer Art wie auch in Geisterform) aufzuhalten, entspricht natürlich denen der Filme, aber weil das Spiel mehr als nur eine laue Umsetzung ist, haben die Entwickler noch zahlreiche weitere Waffen eingebaut, um die Eigenständigkeit des Spiels nochmals zu untermauern. Am coolsten finde ich aber weiterhin die Schleimkanone, mit der man sogar ganze Autos an die Wand klatschen kann und diese sogar dran kleben! Auch sonst kann man sich über die Protonenkanone, die Geisterfalle und viele weitere Gadgets freuen. Des Weiteren kann man sich auf Debuts vom Marshmellowman sowie vielen weiteren alten Bekannten freuen, die das New York der 80’er in Panik versetzen werden. Die Steuerung des Spiels ist locker zu greifen und geht bereits nach einigen wenigen Minuten in Fleisch und Blut über. Zum HUD wurde aber leider nicht viel gesagt. Wir wissen lediglich, dass es sehr spärlich ausfallen wird, weil man alle Infos auch am Rücken der Helden ablesen können wird, da die Waffen auch irgendeine Quelle brauchen. Mitglieder werden im Kampf nicht gekillt, sondern nur bewusstlos und können sofort „wiederbelebt“ werden, was den Schwierigkeitsgrad des Spiels vielleicht etwas senken wird. Ein kleines Gadget sei noch am Rande erwähnt: Ein Geistersensor wird euch immer dabei helfen, Geister aufzuspüren, weil sich die Dinger gut und gerne mal in Gegenständen verstecken – fies, aber immerhin kann man sie rechtzeitig ausfindig machen. Technisch raffiniert Bei der Präsentation des Spiels wurde eines ganz deutlich: Die Physikengine des Spiels, welche übrigens komplett selbst entwickelt wurde von Terminal Reality, weil man sich nicht auf fremde Technologien stützen wollte, war die absolut richtige Entscheidung. Ich kenne keine Physikengine, mit der man die folgenden Spielereien hätte machen können: Hunderte Objekte wurden in einem Raum durch die Gegend geschleudert und fielen physikalisch korrekt auf den Boden. War ein Brett dazwischen und ein schwereres Objekt fiel auf dieses Brett, verbog es sich und brach schlussendlich zusammen – genial! Selbst als manche Objekte ins Wasser gefallen sind, verhielten sie sich physikalisch korrekt und schwammen auf der Oberfläche oder sanken direkt. Die „Golem“-Technik (nicht zu verwechseln mit dem IT-Portal Golem) überzeugt überdies dadurch, dass aus Gegenständen Gegner werden können – coole Idee. Und eine eigens entwickelte Massen-KI sorgt dafür, dass Tausende von Menschen individuell vor etwas fliehen oder in Panik geraten. Auch sonst weiß die technische Seite des Spiels sehr zu gefallen. Die Straßen von New York sind super nachgebaut, die Gebäude bieten viele Details und die Helden sind ohne Zweifel perfekt wiederzuerkennen. Nur wenige Clipping-Fehler haben das ansonsten sehr gute Erlebnis hier und da getrübt. Beim Sound kann man sich schon jetzt auf die originalen Sprecher freuen sowie zusätzliche 75 Minuten Film-Musikmaterial, das man so nie gehört hat. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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