Aber das war noch nicht alles. Wie in guter, alter Battlefield-Manier, dürft ihr euch auch hinter das Steuer zahlreicher Vehikel setzen. So dürfen Panzer und Jeeps im Kampf gegen das „Böse“ eingesetzt werden. Hierbei musste ich allerdings feststellen, dass die Steuerung auf der Xbox nicht ganz so gut gelöst wurde. Hier besteht das Problem nämlich darin, dass man mit dem linken Analogstick das Fahrzeug komplett bedienen muss, inklusive Geschütz. Das beide Sticks nicht genutzt werden, ist mir unverständlich, dennoch sollte man nach mehrmaligen Versuchen die gewöhnungsbedürftige Steuerung beherrschen können. Diese Probleme treten aber nicht nur bei den Fahrzeugen auf, auch zu Fuß in der Ego-Perspektive hätte man noch mehr optimieren müssen. So ist das Gameplay etwas schwammig und das Zielen fällt etwas ungenau aus, so dass man besonders auf größerer Distanz Probleme bekommen wird. Denn genau hier treffen die Patronen nur selten ihr Ziel. Hier hätte ich mir eine Präzision, wie bei Call of Duty gewünscht, zumal auch die Level sehr großzügig und weit gestaltet wurden. Hier merkt man aber definitiv die Vorteile am Computer mit der Tastatur und Maus, denn die PC-Version steuert sich wesentlich präziser und ausgereifter, als die Konsolenfassung.
Da die Level sehr weiträumig daherkommen, hat man auch mehrere Möglichkeiten an das gewünschte Ziel zu gelangen. So seid ihr zu Anfang mit eurem Team auf einer idyllischen Hügellandschaft unterwegs und schaltet unbemerkt die Vorposten aus, bevor es dann in ein kleines Bergdorf mit zahleichen Straßen und Häuserschluchten geht und somit der Häuserkampf beginnt. So sollte man die Level am ehesten beschreiben können. Das Spielprinzip wurde somit auch perfekt auf die großzügige Umgebung ausgelegt. Bekommt ihr per Funk zu Anfang den Auftrag, Posten A und B einzunehmen, folgt die Mission, ein Regierungsgebäude zu sichern, um anschließend eine Waffenfabrik zu erobern. So umfangreich das Missionsdesign auch klingen mag, so eintönig ist es im Grunde aber auch gehalten. Es gilt bei Frontline die Faustregel: „Punkt A einnehmen und halten, Punkt B einnehmen und zu Punkt C gelangen, um auch diesen zu sichern.“ Klingt nicht sonderlich spannend, macht durch die enorme Action aber schon ordentlich Spaß, obwohl man nach mageren vier bis fünf Stunden das Ende zu Gesicht bekommt. Solch kurze Kampagnen sind heutzutage leider keine Seltenheit mehr, aber als Negativ-Punkt immer noch zu erwähnen, da man für das ausgegebene Geld doch mit Sicherheit etwas mehr verlangt. Leider bietet aber auch die Schwierigkeit keine wirkliche Herausforderung. Das liegt wiederum an der doch recht blöden KI der Gegner. Die stehen entweder nur rum, laufen vor euch weg, oder reagieren erst gar nicht auf eure Aktionen. Nur ab und an stellen diverse Barrieren von zahlreichen Feinden oder feindliche Panzer euer Können unter Beweis. Ich rede hier allerdings von der Schwierigkeitsstufe „Hardcore“, welche die schwerste von maximale drei Stufen ist. Neuer Multiplayer-König?
Schon im Vorfeld war bekannt, das Frontlines online mit bis zu 32 Spielern (360) und 50 (PC) auflaufen wird, um somit den vollkommenen Spaß zu garantieren. Das ein Konsolenspiel ein 16 vs. 16 Match erlaubt ist bis dato einzigartig. Somit war ich gespannt, ob die Server und die Performance des Spiels die Massenschlachten aushalten würden. Ich wurde doch positiv überrascht. Über Xbox Live laufen die Spiele durchgehend flüssig, obwohl auch Fahrzeuge benutzt werden können. Das einzige Problem, welches auftritt, ist die Tatsache, dass die Grafikengine ab und zu ins Schwanken gerät, und so teilweise Ruckler auftreten werden. Im Grunde bietet der Multiplayer mit seiner Death-Match Variante a la Battlefield, eine gute Unterhaltung, die auf Dauer aber nicht anhalten wird. Warum fragt ihr euch jetzt? Die Antwort ist leicht zu erklären. Es wird keine Motivation geboten, den Online-Modus über längere Zeit zu spielen. Es gibt keine Clanfunktion, man kann keine neuen Funktionen oder Items freischalten, mit acht Maps wird nicht grade eine Vielzahl geboten und es gibt einen starken Konkurrenten, der dies besser macht. Ich meine natürlich Call of Duty 4, das durch sein „Auflevel-System“ den Spieler immer und immer wieder aufs Neue motiviert. Wer neben Call of Duty und Halo aber mal was anderes ausprobieren möchte, der sollte den Multiplayer von Frontlines definitiv mal begutachten, zumal es mit einer Spieleranzahl von 32 protzen kann und darf. 360 und PC: Beide Versionen technisch identisch?
Stellt sich zu guter Letzt noch die Frage, wie es auf der technischen Seite aussieht. Beide Versionen, ob 360 oder Computer sehen gut aus und heben sich dank der etwas bunten Präsentation von den Massenshootern ab. Dennoch musste unsere Redaktion feststellen, dass die PC-Versionen noch einen Tick schöner aussieht. Die Texturen wirken hier ein wenig plastischer und die Weitsicht kommt noch besser rüber. Denn diese wurde auf der Konsole etwas eingeschränkt, indem man einen leichten Nebeleffekt eingebaut hat. Leider ist dieser Unterschied aber nicht das einzige grafische Problem. So hat das Spiel auf der Konsole mit teilweise starken Rucklern und Framerateeinbrüchen zu kämpfen, die schon etwas störend sind. Hier läuft die PC-Version definitiv besser, auch wenn es nicht hätte sein müssen. Soundtechnisch unterscheiden sich beide Versionen aber nicht. Frontlines überrascht mit einer wirklich guten deutschen Synchronisation und einem rockigen Soundtrack. Einzig und allein die Waffengeräusche wirken etwas künstlich, welche aber auch auf die zukunftsträchtigen Waffen zurückzuführen ist. |
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Gestaltung und Umsetzung: Vic24 Websolutions
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